(NLW) Das Leben als Einmaligkeit



Das Leben als Einmaligkeit

Bestehend aus lauter Partikeln des Weltalls,
und sterben wir, löst unser Körper sich auf.
Die Seele, die tut es dem Anschein nach gleichfalls,
bei Manchen sogar schon im Lebenslauf.

Zu Biokompost werden klingt nicht poetisch.
Doch kennst du den Weg uns'rer Teilchen dabei?
Fast grenzenlos zahlreich ist doch hypothetisch
Gestalt der Materie, ist sie erst mal frei.

Vielleicht steigt auch ein Molekül des Gehirns,
das grad diesen tiefsinn'gen Text hier kreiert,
ins All, in die Näh' eines andern Gestirns,
wo dann zu Sternenstaub es mutiert.

Und irgendwann, wenn die Menschheit verebbt,
besinnt es sich wieder ganz neuer Rollen:
Sich zu einem neuen Planeten verklebt,
zu einer Frucht oder was wir auch wollen.

Es kann die Persönlichkeit nicht überleben.
Doch andere Teile,die schaffen das sicher;
Ideen und Taten, die Andern wir geben,
die wirken vielleicht dort noch meisterlicher.

Auch ohne dies rührt's fast unsterblich mich an,
schau immer zu meinen Enkeln ich hin.
Ein Zauber des Weiter-Seins fasst mich sodann,
auch wenn ich da auf dem Holzwege bin.

Das Einmal-nur-Leben ist nicht grade toll,
vor allem wenn Alter und Ende schon naht.
Doch macht es uns froh und auch rücksichtsvoll,
Weil Alternativen dazu man nicht hat.
 


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Kommentare (2)

HeCaro

Was macht Dich so sicher,  dass es nicht
weiter geht? Glaubst Du nicht,  dass es mehr
Dinge zwischen Himmel und Erde gibt....
wie Shakespeare sagt? 

Stell Dir mal vor, es gäbe die Reinkarnation.
Dann müssten wir im nächsten Leben genau
auf diese Erde zurück,  die wir gerade zerstören. 
Interssanter Gedanke, denn das wäre doch
auch eine Form der Hölle.  Oder? 

LG Grüsse,  Carola 

 

Roxanna

Du glaubst also nicht an die Wiedergeburt, lieber Manfred?

Herzlichen Gruß
Brigitte


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