November ist's, die Zeit verrinnt,
nicht nur um's Haus pfeift kalter Wind.
Dass morgen im Büro wer fehlt,
ist ein Gedanke, der mich quält.
Wehmut herrscht auf beiden Seiten,
zu schön war'n die vergangen Zeiten.
Zwar trennten und an Jahren viele,
doch hatten wir die selben Ziele.
Wir haben uns so gut verstanden,
wie's selten ist, wie viele fanden.
Das Arbeiten mit Dir war toll,
man vergaß fast, dass es "Pflicht" sein soll.
Ab morgen bist Du nicht mehr da,
zumindest im Herzen bleibst mir nah.
Auch Deine Wehmut wird bald schwinden,
Erfüllung im "Mutter-Sein" wirst sicher finden.
Und in zwei Jahren, ich freu mich schon,
kommst Du wieder ... mit Deinem Sohn!

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Kommentare (10)

arcobaleno
Paul: 3,68 kg und 53 cm

Paul, Mama und Papa geht's blendend!
Adoma Liebe Lillii, ich stimme Dir zu.
Der Titel ist sogar sehr gut.
Eh schon soviel Abschied im November, von hellen Stunden, wohliger Wärme, von den Draußenaufenthalten u.s.w und dann auch noch dieser Abschied.
Und dennoch mit Zuversicht für die Zukunft:
'im Herzen bleibst mir nah'
'Und in zwei Jahren, ich freu mich schon...'
Toll. Ich wäre gern Deine Kollegin, Arcobaleno.
Vielleicht hast Du Lust, ein wenig mitzudichten in dem
Lebensfreude-Thread?
Da dürfen wir sogar ein wenig verrückt sein
Ein herzliches Willkommen!
Adoma
Dnanidref schön, dass Du den November, ebenso wie ich, nicht nur als tristen Monat siehst, zu dem wir Menschen unseren Beitrag durch das Totengedenken (was sehr wichtig ist!) wie Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag geleistet haben und was meistens noch durch das schmuddelige Wetter verstärkt wird, wodurch viele Menschen verfallen und dadurch eine verhältnismäßig hohe Sterblichkeit in diesem Monat nach sich ziehen.

Doch heuer war dieser Monat mit herrlichen Wetter und viel Sonnenschein eigentlich ein schöner Monat, ummalt durch den alljährlichen Faschingsbeginn am 11.11. der durch den 1. Advent und mit dem Lied: "Macht hoch die Tür, die Tore macht weit, .." zur Fröhlichkeit auffordert, an seinem letzten Tag also auch noch so ausklingt. Sichtweiten, denen ich selbst in meinen Gedanken an liebe Verstorbene, durch freudige Erinnerungen an sie, auch was schönes abgewinnen kann.

So sollten wir die Sichtweiten zu Deinem hübschen Gedicht auch im Raum stehen lassen!

Zu Deiner Nachfrage: Es ist bei genaueren Lesen nicht DEINE Kommentierung als erreichtes Ziel von mir gemeint, sondern Dein Gedicht, mit dem Du Kommentierungen erreicht hast, was auf ST nicht immer gegeben ist und ein bisschen wünschenswerter wäre.

Vielleicht sollten wir dieses Wortgeplänkel ein wenig in die Ecke stellen oder begraben und uns wieder mehr auf Beitragsthemen - vielleicht ein neues schönes Gedicht von Dir! - besinnen und konzentrieren.

So bleibt mir nur noch, Dir ein schönes und sonniges Wochenende zu wünschen, mit einem lieben Gruß, nach Österreich,
Ferdinand
arcobaleno Siehst Du, ich bin in Österreich in eine wunderschöne kleine Volkschule gegangen und durfte mich über einen äußerst liberalen Lehrer freuen. Der hat unsere Phantasie gefördert und sein Bestes gegeben, dass wir uns zu vorurteilsfrei denkenden Menschen entwickeln konnten.

Jeder verbindet mit November wohl seine eigenen Bilder und Gedanken. Ich wollte mit meinem aufzeigen, dass nicht jeder Gedanke im November unweigerlich mit Tod und Friedhof zu tun haben muss. Und dass Freude und Traurigkeit oft so nahe beisammen liegen.

Abschließend würde mich noch interessieren, was damit gemeint war, dass ich mit der Kommentierung mein Ziel erreicht hätte? Ich bin noch ziemlich neu da, und tu mir schwer, diese Aussage einzuordnen,

meint arcobaleno
Dnanidref es ist durchaus nicht mein Anspruch kritisch zu sein und so wollte ich meinen Kommentar auch als spaßig verstanden wissen, denn ich habe Respekt vor allen die sich im Gedichteschreiben üben und das tue ich ja auch noch!

Das "Novembergedanken" andere Vorstellungen bei einigen Lesern wecken, als letztendlich in der Pointe rüberkamen, sollte Dich aber nicht wundern.

Es ist sicher was Schönes, sich überdurchschnittlich zu verstehen, was nicht bei jedem selbstverständlich ist und was sehr erfreuliches, wenn neues Leben entsteht! Doch Verstehen und neues Leben hat eher weniger mit dem Monatsbezug und den Gedanken hierzu zu tun. Zurückblickend hätte mich mein Lehrer in bayerischer Volksschule vermutlich negativ, mit der Begründung "Thema verfehlt", bewertet.

Tröstend möchte ich Dir sagen, dass es mir auch schon passiert ist und sicherlich noch ab und an passieren wird, was aber auch kein "Beinbruch" ist! Also sei wieder gut mit mir und lass Dich bitte nicht durch solche Kommentare im Dichten entmutigen!

So möchte ich letztendlich nicht versäumen, mich für Dein hübsches Gedicht zu bedanken, das mir diese beiden Kommentare entlockte, wodurch Du das Ziel der Kommentierung durchaus erreicht hast,

meint Ferdinand
arcobaleno Sind Gedanken nicht frei?
Dass ich traurig bin, dass mir meine liebste Arbeitskollegin nun nicht mehr gegenüber sitzt, wird jedem klar sein, der sich gut mit den Kollegen versteht.
Dass ihre Karenzzeit ausgerechnet im November beginnt, lag nicht in meinem Einflussbereich.

Seid doch nicht gar so kritisch. Da vergeht einem ja die Lust auf das schreiben
lillii gut .. Ihr Zweibeide...
jetzt aber Ruhe im Karton!

Gedanken und auch solche können zu jeder Zeit kommen, warum nicht auch im November?

es war ein kleines Verwirrspiel, das schon...
doch jeder darf schreiben, eben so wie er kann und mag und
dürfen darf sie auch... wie ihr der Schnabel gewachsen ist.
ich habe fertig!

meint lillii
elbwolf Danke, Ferdinand, Du hast mich aus meinem Grübeln kurz vor der Depression wieder erlöst: die 5. Jahreszeit - ja, das dürfte die Lösung sein!
elbwolf
Dnanidref eine verwirrende Katze-Maus-Spielerei!
Zufällig im November, was misch ich mich ein,
na ja, so kann man sich Novembergedanken auch zusammenreim,
mehr fällt mir nun wirklich dazu nicht ein!

Macht aber auch Spaß, schließlich wurde ja am 11.11. die sogenannte 5. Jahreszeit gestartet, meint
Ferdinand
elbwolf Ein langes Katz-und-Maus-Spiel, das Du da mit Deinen Lesern durchziehst, arcobaleno, so "siebenfarbig" wie Dein Nickname!
In der drittletzten Zeile klärst Du uns endlich auf, dass es sich - Überraschung! - um den Mütterurlaub einer Kollegin handelt, wobei das Geschlecht des künftigen Kindes schon bekannt ist.
Warum aber sind das November-Gedanken, wenn ich das nur verstehen könnte! Ich rechne mal plausibel: jetzt November, Geburt Januar, 9 Monate zurück: war Mai!
Ach, der Wonnemonat!
Ja, das wäre einen Titel wert gewesen - meint elbwolf.

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