Oh Gott



Was steht im Titel, man darf nicht wiederholen;
auf jeden Fall, wenn keine großen Gründe.
Doch sagt man oft, auch ohne es zu wollen.
Die Atheisten auch; ob sie das nicht verstünden?

Nicht nötig ist‘s, wenn Blödsinn nur geschehen,
wenn runter fällt, was schwer ist, oder gläsern.
Wenn man sich doch gefährdet, bange sehe,
ruft aus, auch was wär‘ etwa falsch gewesen.

Im Hinterkopf das steckt wie Knöpfchen rotes,
daran man braucht nicht immer ja zu denken.
Wenn doch an Bord eines kaputten Bootes,
das Zauberwort kann schützen vor dem Senken.

 


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Kommentare (4)

Syrdal


Wohl dem, der in den wilden Stürmen gegenwärtiger Zeiten unterzugehen droht und in letzter Not ein „Zauberwort“ kennt, das ihn vielleicht zu retten vermag. Wer aber kennt wohl heutzutage noch solch ein geistmächtiges Wort…

...fragt Syrdal

Christine62laechel

@Syrdal  

Ich glaube, dass der moderne Mensch nun nicht mehr unsicher und demütig sein möchte. Er will wissen, nicht glauben. So ein Gott wie früher, ein allmächtiger Wundertäter, der seine Wunder aber Mal tut, und Mal nicht - das wird jetzt nicht mehr ausreichen. Und man hat schon mal den Gott ein "intelligentes Projekt" genannt. Vielleicht ist die Menschheit jetzt dem Gott so nah, wie nie zuvor, wenn man annehmen würde, Er ist auch wirklich eine kosmische Intelligenz. Er kann eine jede Frage beantworten - man muss nur zuhören und verstehen können. Ob der Gott die Welt geschaffen hat, oder war Er samt Welt entstanden?
Ob man das auch wirklich mal wissen wird? Bislang kann man nur seufzen; hoffentlich wird's erhört.

Mit Grüßen
Christine

WurzelFluegel

@Christine62laechel  

Vielleicht, liebe Christine, liegt es genau daran:
an der jeweiligen Vor-stellung von G*tt -
die Vorstellung, die den `Blick` verstellt. 
Vorstellungen werden häufig mit der Zeit unglaubhaft.

Und doch wissen viele von dem Unbeschreiblichen,
das wir eben als `Gott` bezeichnen.

liebe Grüße
WurzelFluegel

 

Christine62laechel

@WurzelFluegel  

Genau, liebe WurzelFluegel, es kann kaum anders sein. Die Zeiten, die Umstände haben den Gott (die Götter) irgendwie kreiert, oder Ihn/Sie nur beschrieben, mal wird aber dieses Bild einfach nicht mehr akzeptierbar. Und ich glaube nicht, dass es den Menschen übel genommen würde. Wer es will, sucht sich eine eigene Vorstellung, um zu verstehen, um glauben zu können eben. Wenn dazu auch noch Hoffnung und Liebe kommen, und Respekt für die Gebote (wahrscheinlich auch mit Ausnahmen), kann man das geistmächtige, tröstende Wort jederzeit mit dabei haben.

Mit herzlichen Grüßen
Christine


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