lorna hatte gegessen, und war nun dabei das geschirr abzuspülen. sie blickte aus dem fenster. die sonne schien. es war ein wunderschöner, warmer herbstnachmittag. ich werde spazierengehen wenn ich fertig bin, dachte sie. ihren immer gleichen spaziergang, bei zwei bauern vorbei. sie zog ihren mantel an und ging los. zuerst musste sie durch die stadt. sie traf ein paar bekannte mir denen sie ein paar worte wechselte. dann kam sie an den stadtrand, und der aufstieg begann. sie ging tief in gedanken versunken dahin. plötzlich blickte sie auf. es wurde schon dunkel. da muss ich länger getratscht haben als mir bewusst war, dachte sie. na macht nichts. den ersten bauern konnte sie schon sehen. ich werde ihn bitten mir ein taxi zu rufen. sie ging auf das haus zu und läutete. der bauer war sehr hilfsbereit. sie können gerne hier warten bis das taxi kommt, sagte er. danke sagte lorna, aber ich warte draussen, ich habe sie schon lange genug aufgehalten. während sie wartete zündete sie sich eine zigarette an. sie hatte gerade fertiggeraucht, als sie das taxi den berg hochkommen sah. sie wollte auf den wagen zugehen, als eine wand vor ihr hochwuchs. ob sie links ging oder recht, die wand ging mit. als sie darübersteigen wollte wuchs die wand in die höhe. sie wollte schreien, brachte aber keinen ton heraus. dann sah sie zu ihrem unbeschreiblichen entzetzen wie das taxi wendete und den berg hinunterfuhr. in diesen moment war die wand weg. sie atmete tief durch. ich werde den bauern bitten mir nochmals ein taxi zu rufen, dachte sie. aber diesmal bleib ich im haus bis das taxi da ist. inzwischen war es stockdunkel. als sie auf das haus zugehen wollte verlöschten die lichter. sie stand im finstern. nicht einmal ein stern am himmel. etwas kam auf sie zu. etwas böses, grausames. dieses etwas hat auf sie gewartet. die panik griff ihr ans herz und wollte es zerdrücken.

in diesen moment wachte sie schweißgebadet auf.

Anzeige

Kommentare (3)

marlenchen
marlenchen
Mitglied

kann mit die fühlen, auch ich hatte schon mal alpträume,einfach schrecklich,aber sicher kennen solche träume viele von uns, trotzdem schön, dass du uns hast lesen lassen, liebe grüße für dich vom marlenchen
fenna
fenna
Mitglied

die träumerin heißt in wirklichkeit tina. es war mein albtraum. er war so schrecklich, dass ich ihn bis heute nicht vergessen habe.
ladybird
ladybird
Mitglied

wer kennt nicht solche schrecklichen "Schwitzträume"?Noch schlimmer ist es, wenn diese Panik-attacken KEIN Traum sind? Liebe fenna, hast Du sehr überzeugend geschrieben, ich bin mit lorna glücklich, aufwachen zu dürfen...herzlichst Renate

Anzeige