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Prokrastination

Morgen, morgen, nur nicht heute…“
verkündet ein Sprichwort alter Zeit
und so schieben viele Leute
lang vor sich her eine Tätigkeit,
doch der Berg wird immer höher,
ein jeder Handgriff wird bald zur Fron
und der Druck wird immer ärger
durch dauernde Prokrastination!

© Syrdal 2021



 
 

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Kommentare (10)

Edit

Erst mal nachschauen im Thesaurus. Ist ja heutzutage soo praktisch. Aha, dette kenne icke och. Werde auch gleich bügeln. Hatte das sowieso vor. Und dann kommt die Badewanne ran. Und, und, und - fertig!
Grüße 
Edith

Syrdal

@Edit

"...dette kenne icke och."

Na wat denn, hast dir aber ‘nen fetten Ruck jejeben und allet wett jemacht, wa! Ick mene det mit‘n Bücheln un de Wanne schrubben. Dette war aber och lange fällig! Inne Wanne sin ja schon de Silberfische spaziern jejangen. Nu hast det aber allet prima jeschafft und dazu eins druff mit Mappe…
...sacht der olle
Syrdal

(...angelehnt an den Duktus der Konversationen während seiner Berliner Zeit)
 

Manfred36

Ich leide an beiden Übeln zugleich,
Prokrastination und Präkrastination.
Alltägliches schieb ich ins Himmelreich.
Hat sich jedoch eine Situation
vor mir nur recht drastisch aufgebaut,
dann träum ich sogar in der Nacht davon
und erwache mit einer Gänsehaut:
Mann o Mann, jetzt schnell wieder ran !!!


 

Syrdal

@Manfred36

Lieber Manfred, wenn du bekennendermaßen an beiden Übeln leidest, bleibt schließlich nur die tiefenanalytisch determinierte Entscheidung, welches der beiden du weniger magst. Sobald dies eindeutig evaluiert ist, wäre es nach meiner erprobten und lebenslang praktizierten Handlungs- und Verfahrensweise zu empfehlen, dieses weniger angenehme Übel zuerst und sofort zu eliminieren und dann das andere ebenso konsequent zu erledigen. Sind beide endlich eradiziert, gibt es nichts mehr, was dich leiden macht…

...dies wünscht dir für albtraumfreie Nächte mit freundlich zwinkernden Abendgrüßen
Syrdal

Tulpenbluete13

Lieber Syrdal,

Aufschieberitis gefällt mir besser. Das schwierige Fremdwort wird sich mir nicht einprägen.
Aber wir wissen alle was Du meinst und jeder kämpft dagegen an...und wer nicht der schwindelt.....

meint wohlwissend
und löblich grüßend
Angelika

Syrdal

@Tulpenbluete13

Nun, liebe Angelika, dann wünsche ich dir besten Erfolg beim Kampf gegen die Aufschieberitis...

...also befreie dich zum Wochenende von allem, was vielleicht aufgeschoben wurde, dann erreichen dich meine Grüße bei herbstlich warmer Sonne – außen wie innen - meint
Syrdal 

Muscari


In den letzten Jahren beherzige ich immer mehr:

"Was du heute kannst besorgen,
das verschiebe nicht auf morgen"


Denn das bringt (fast) nur Vorteile und hat eine befreiende Wirkung.
Erkenntnis des Alters.😃
Ich zitiere Dich:

Das macht den Kopf frei, vermeidet Frust und schafft eine wunderbare Zufriedenheit.

Aber auch ich kannte das Wort "Prokrastination" nicht.
Mit Dank und herzlichem Gruß,
Andrea


 

Syrdal

@Muscari

Ja, liebe Andrea, so ist es doch gut und richtig und das alte Sprichwort gilt noch immer.
Der Begriff „Prokrastination“ ist ja auch nicht volkstümlich (ist halt ein sprachwissenschaftlicher Begriff), aber „Verschieberitis“ ist sicher eher geläufig...

...ein aufgabenfreies Wochenende wünscht dir
Syrdal  

JuergenS

Das Wort, Syrdal,
hör ich heut zum ersten mal,
davon gibts sicher viele Formen,
doch sicher auch davon gibts Normen,
ich schiebe auf, was ich nicht mag,
dann mindestens stets einen Tag,
wenn es nicht sein muss heute,
da gibt es sicher viele Leute,
die länger zögern als ichs tu,
doch hat man dann ja nicht die Ruh
die man ja anstrebt eigentlich,
doch führt das ganz unweigerlich,
zu Frust, zu Ärger oder mehr,
wenn nur ein andrer dran da wär,
der lösen könnte mein Problem,
dem würd ich tausend Euro geb'm

 

Syrdal

@JuergenS

Hallo Jürgen, diese vermaledeite Aufschieberitis (Prokrastination) ist bei so manch einem und auch manch einer zu finden. Es nützt aber nichts, die Aufgaben des Tages und des Lebens immer wieder vor sich her zu schieben, man muss ja doch tun, was zu tun ist. Da beißt die Maus keinen Faden ab! Und weil das so ist, habe ich mir schon in jungen Jahren angewöhnt, stets und immer alles so rasch wie nur möglich zu erledigen, vor allem das weniger Angenehme zuerst. Das macht den Kopf frei, vermeidet Frust und schafft eine wunderbare Zufriedenheit.
Also, lieber Jürgen, bin bei deinem Angebot zu Diensten, nehme auch gerne die tausend Euro… und teile sie dann freilich mit dir – vielleicht an einem völlig Aufgaben-freien Rotweinabend. Einverstanden?

...fragt zum herbstlichen Wochenende
Syrdal  


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