Schicksalsjahre einer starken Frau!


Diese Geschichte widme ich allen Frauen, die mit Mut und großen Herzen ihr Leben meistern, auch wenn das Schicksal zu Ihnen grausam ist
Ich bekam vor paar Tagen einen Brief, geschrieben von einer Frau, mit der ich bloß 1 Woche an einem Tisch zusammen speiste.
Es war in der Rehaklinik, wo ich meinen Mann begleitet habe.
Sie war nach einem Herzinfarkt in die Klinik gekommen.
Wir waren uns von erstem Augenblick sympathisch. Sie sah wie besorgt ich um meinen Mann war. Sie gab mir Mut und Hoffnung, das sich der Zustand, bald verbessern wird usw.
Dann erzählte sie mir ihre Geschichte. Im diesen Moment, wusste ich wie klein meine Sorgen sind, wie glücklich ich doch bin. Ich war dankbar für mein Leben.
Meine glücklichen Jahre, die Erinnerung wurde lebendig.
Bei unserer Abreise tauschten wir unsere Adressen. Ich wusste, dass ich diese Begegnung nicht vergessen werde.
Das war im Juni 2007.Dann schrieben wir uns Karten zur Weihnachten 2007, Ostern 2008 und dann habe ich schon nicht mehr geschrieben. Als sie dann zur Weihnachten 2008 angerufen hat, weil sie nichts von mir hörte, habe ich mich gefreut, das diese Frau noch an mich dachte. Dieses Gespräch löste wieder die Tränen, ich konnte nicht viel sagen bloß, das ich jetzt alleine bin.
Monate, Tage vergehen, alles vergeht so schnell, egal wie man sich fühlt, die Zeit geht ihren Weg.
Am 03.02.2010 kam der Brief. Es sind Augenblicke im Leben,
wo man spürt, das alles was uns passiert, bestimmt ist. Das uns jemand zu Seite steht, dass wenn man nicht mehr weiß wie weiter gehen soll, kommt ein Zeichen. Wir werden wach und stärker.
Es waren Stunden der Erinnerung an Tage des Glücks, die mir zu schaffen machten.
Der Brief war also das Zeichen. Ich war erschüttert und dachte so wie damals im Juni 2007.
Wie konnte ich es vergessen, das es Menschen gibt, die viel Schweres erleben, nicht aufgeben, nicht verzagen und sich nicht bemitleiden.
Sie schrieb mit knappen Worten, das sie Angst hat vor ihrer Operation,die sie in den nächsten Tagen haben soll. Sie hat ein Rückenleiden, das bloß eine OP die Schmerzen lindern kann. Sie muss aber stark sein, wer wird ihren Sohn betreuen, wenn sie auf einen Rollstuhl angewiesen wird. Das Herz ist schon schwach.
So kamen die Worte / von einem Menschen den ich bloß paar Stunden kannte und über Jahre keinen persönlichen Kontakt hatte./, wie ein Blitz auf mich zu.
Ich ruf sie an und fragte, ob ich ihre Geschichte erzählen darf, denn sie ist eine Arznei für alle die nicht wissen, wie glücklich sie doch sind. Sie erlaubte es mir.

Agnes war 33 Jahre alt, hatte 4 kleine Kinder als ihr Mann starb.
Sie erzählte mir, das sie in ihrer Verzweiflung, so versank, das sie für einen Moment vergaß, das sie nicht alleine ist. Als das weinen ihrer Kinder ihr zu Ohren kam, stand sie auf. Sie war jung, sie wird es schaffen ihren Kindern eine gute Kindheit zu schenken. Leider ist es nicht einfach mit 4 Kindern Arbeit zu finden und den Haushalt zu führen.
Sie bekam zwar die kleine Witwenrente und die Rente für ihre Kinder, aber es war zu wenig um ein bescheidenes Leben zu führen.
So war sie gezwungen ein Zimmer zu vermieten. Auf ihre Zeitungsanzeige meldete sich ein junger Mann, der in der Stadt Arbeit gefunden hat. Sie erzählte mir,das sie es später als Segen empfand.Denn dieser junge Mann half ihr bei schweren Hausarbeiten. War für sie da als das Schicksal wieder zuschlug. Ihr Sohn wurde krank, dann die Diagnose, Tumor im Auge. Er war erst 5 Jahre alt und schon so ein Schicksal. Der junge Mann half ihr, die erste schwere Zeit nach der OP, das Kind zu betreuen.

Als er sie fragte ob sie seine Frau werden möchte, dass er ein guter Vater zu den Kindern sein wird, hatte sie große Bedenken. Die Verantwortung gleich 4 Kinder in eine Ehe zu bringen, das war nicht leicht. Dieser junge Mann bewies mit seiner Endscheidung viel Mut. Sie haben geheiratet und nach 4 Jahren bekam sie noch eine Tochter.
Die Jahre danach waren friedlich, so wie in vielen Familien mit Kindern, Arbeit, Erziehung kleine und größere Sorgen aber sie waren glücklich. Als der Sohn seine Lehre als kaufmännischer Angestellter beendet hat, bekam er eine Arbeit mit der er zufrieden war.
Das Schicksal schlug zu, als sie es schon vergessen glaubten. Das zweite Auge musste entfernt werden. Man braucht nicht zu erwähnen, was der Junge und die Mutter für Stärke bewiesen. Er lies sich umschulen zum Massage Spezialisten. Danach bekam er eine Arbeit in einer Rehabilitation Klinik.
Jahre vergangen, ihr Sohn hatte Arbeit, so war er einigermaßen zufrieden. Ja, glücklich wie andere jungen Männer, davon konnte er nur träumen. Agnes Herz wurde aber immer schwächer. Wie jede Mutter möchte sie, dass ihr Sohn glücklich ist. Mit den Töchtern, hatte sie zum Glück, außer normalen kleinen Schwierigkeiten keine größeren Probleme.
Alle sind verheiratet, sie wurde eine glückliche Oma. Sie genoss die Momente des Glücks in vollen Zügen.
Aber die kurzen Jahre der Zufriedenheit, wurden wieder zerstört. Ein Tumor im Gehirn des Sohnes war die Diagnose. Also, gerade ihr Sohn, der sich so langsam mit seiner Blindheit ein kleines Leben schaffte, wurde wieder getroffen. Nach der OP. kann er leider nicht mehr arbeiten ist mit 100 % auf Hilfe angewiesen.
Sie schrieb, ich bin schon so schwach, bin 70 Jahre alt. Was wird aus meinem Sohn, wenn meine OP mir keine Chance gibt, den Rollstuhl zu vermeiden?
So leidet ein Mutterherz mit ihren Sohne der mit 43 Jahren ein Leben zurückgezogen im seinem Zimmer lebt.
Die Familie hilft ihr diesen Schlag zur ertragen. Ihr Mann, der ihr immer zu Seite steht, war in den vielen Jahren ein Felsen in der Brandung für sie. Er machte keine Unterschiede, zwischen der Liebe zu seiner Tochter und den Stiefkindern .Er leidet, so wie die Schwestern mit der Mutter. Sie weiß es und es gibt ihr Kraft. Doch im ihren Herzen bleibt die Angst.






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Kommentare (14)

tilli Liebe Berta !
Auch du kennst so ein Schicksal,auch du gibst deine ganze Kraft und hillfst.
So möchte ich mich hier bedanken für dein Kommentar.

Ja,liebe Berta,der Sohn hatte sehr lange noch nach der Erblindung seine Arbeit
als Massage Spezialist.Hatte Freunde und Gesselschaft seiner Leidesgenossen.
Leider die letzte Operation als der Tumor sein Hirn beschädigt hat,
ist das Schicksal zu grausam geworden. Jetzt kann bloß die Familie,
diesen jungen Mann die ganze Liebe schenken die er braucht.
Bei meiner Bekannten wurde die Operation auf einen anderen Termin verschoben. Bei ihr probieren sie eine neue Therapie mit Spritzen.
So ist sie etwas ruhiger geworden und kümmert sich liebevoll um ihren Sohn.
Viele Grüße Tilli
oessilady Du hast hier eine Lebensgeschichte erzählt die alles beinhaltet Leid und Freude
und Freundschaft ! Es ist wohl Schicksal wie sich Menschen treffen durch Zufälle
Wenn aus solchen Zufällen lange Freundschaften entstehen ist es wunderbar für beide Seiten. Und daß sie in Dir einen Menschen mit sehr viel Gefühl getroffen hat,dafür kann man sie nur beglückwünschen.Ich denke ,mit deinem guten Zuspruch und dem Zusammenhalt in ihrer Familie wird sie diese OP schon schaffen.Daß es ihrem erblindeten Sohn nicht möglich ist Kontakte zu knüpfen außerhalb der Familie,woran kann das liegen ? Es gibt doch heute viele Hilfen auch für blinde Menschen,sodaß sie sich zurecht finden können.
Oder wohnt sie in einer Gegend,wo keine dieser Möglichkeiten vorhanden ist ?Aber erst einmal muß sie diese Operation gut hinter sich bringen,damit sie wieder Mut für andere sachen bekommt.Heute sind die Ärzte ja schon so erfahren.Ich wünsche ihr viel viel Glück! Vielleicht erzählst du uns später wie alles ausgegangen ist?Du erzählst wunderbar!berta
marlenchen eine bewegend schöne geschichte,
von dir wunderbar geschildert,wenn auch traurig,
doch auch das ist realität!
es grüßt dich lieb marlenchen
ladybird Tragisch ist das Leben Deiner Bekannten,Du hast es mit Deinen Worten so richtig zu uns "rüber gebracht",wir hoffen mit der Familie,denn ZUSAMMEN ist man stark?die arme Frau braucht jetzt Deinen Zuspruch,und Du kannst das gut(sehe ich in allen Deinen Beiträgen)
Dieses Zusammentreffen war eine Bestimmung,ihr beiden Frauen konntet Euch etwas geben,bzw.erst tröstete sie Dich und nun ist es umgekehrt.Das sind die großen Dinge, die man nicht nach außen sieht, die nur im Inneren stattfinden, und die festigen und glücklich machen.Liebe Tilli,danke,für diesen traurigen Tatsachenbericht,es war sinnvoll ihn zu lesen,motivierte zu vielen Denkanstössen.Herzlichst aus Köln von Renate
tilli Liebe User ,

jeder Kommentar ist ein Zeichen des Verstehens.
Ich dachte an meine Trauer.Freilich wusste ich,das es viele Menschen
gibt,die in jungen Jahren noch viel mehr Leid ertragen haben.
Also,für mich war es ein Zeichen - Lebe, sei zufrieden mit
dem was dir das Schicksal gebracht hat.
Diro - du hast so schön in den Kommentar von deiner Mutter geschrieben.
Danke dir.Ja wir möchten so gerne,das sie wieder mit uns spricht.
Aber, wir müssen alle einmal gehen.
Aber du hast Recht, niemand ist in einer Liebe so groß wie eine Mutter.
Ich danke für Eure von Herzen geschriebene Kommentare.
Tilli
piggi ein bewegendes Schicksal hast Du beschrieben.
Viele Menschen sind von schweren Schicksalsschlägen betroffen und können sich nur schwer wieder davon erholen. Doch bei einigen schlägt es immer wieder unerbittlich zu, wie auch bei Deiner Bekannten. Dennoch gab es bei ihr auch Glücksmomente, sie hat einen lieben Mann bekommen der alles Leid mit ihr teilte.
Ich hoffe sehr für Deine Bekannte auf mehr Lebensqualität nach der OP und sie somit wieder ganz für ihren Sohn dasein kann. Alles Gute für sie.

Liebe Grüße
Birgit


sind das Beste aus der ganzen Schöpfung, diese Mutterliebe kann man mit nicht,s ersätzen
ich bin wohl eine Mann, aber ich kann nur sagen Männer sind weniger wirklich in der lage, helfen ja, aber eine Mutter zu seine in reinster form ihre Liebe mit all den sorgen bis zum eigenen Sterben, deine Geschichte ist eine von vielen Frauen ,Menschen,Kinder, Familien, aber du hast sie Bildlich mit lieben worten und hoffung ausgestattet, ich will nur eines dazu sagen oft kommen dinge an den wir grösser werden, über uns 4 meter hoch werde, wir sollen nicht vergessen das es eine Liebe für alle von einen für uns gibt, und das er im hintergrund wirkt, machen und tun das müssen wir selber tun, aber zuversicht in dunklein stunden zu erhalten, vermag der Mensch kaum alleine durch zu stehen , dieser und ander Lebensweg sehe oft sinnlos aus, sollen sie uns doch was zeigen. Also ich kann mich nur an die Mütter dieser werde wenden , meine ist auch schon weite weg, aus meine leben Real, aber noch tief in mir, und für jedes nette wort von ihr, bin ich heute noch dankbar, und hoffe das wir das leben alle mehr achten würden, ...

deine Geschichte ist das Leben Tilli und man darf oft zeigen schaut mal ..... keiner ist alleine ausser er macht sich dazu selber.. keine hoffnung zu haben keine zuversicht da brauch es unsere Hände , passt ein wenig auf die anderen auf , ich denke diese welt wäre wunderbar..

Gruss Diro
indeed eigentlich ist schon alles beschrieben. Auch mir ging diese Geschichte sehr unter die Haut und die Ängste der Mutter kann ich sehr gut verstehen.
Man möchte sein Kind nicht in die Pflege geben müssen und trotzdem ist es ein Segen, dass es so eine Einrichtung gibt.
Der Mutter kannst du aber Mut machen - die Medizin ist heute so weit, dass sie auch OP durchführen können, wenn man ein schwaches Herz hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass man hinterher nach einer Rückenoperation im Rollstuhl sitzt, kann man zwar nicht vollständig ausschliessen, die Aussichten sind im allgemeinen aber gut.
Meine Tochter wurde schon mit 23 Jahren am Rücken operiert und ich hatte auch viel Angst ausgestanden. Sie hat heute noch immer damit zu tun, aber es geht aufwärts. Ich wünsche deiner Bekannten einen guten Erfolg und drücke ganz fest die Daumen, dass alles gut geht.
Ganz liebe Grüsse
Ingrid
Du hast die Gabe, Menschen in Liebe zu sehen und kannst Trost spenden. Du schreibst aus Deinem Herzen und Deine Gefühle sind spürbar.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie stark Menschen sein können, wenn sie die Schwere des Lebens manchmal fast zu erdrücken scheint. Besonders Mütter wachsen oft über sich hinaus, wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht.

Danke für das Lesen!

Lieben Gruss
Deine Sigrun
pippa Liebe Tilli,
danke, dass Du diese eindrucksvolle Geschichte aufgeschrieben hast, die wieder einmal zeigt, dass ein Mensch sehr viel aushält, wenn er sein Schicksal annimmt und sogar da durch immer stärker wird.

Liebe Grüße von
Heidi
traumvergessen die Geschichte rührt ans Herz. Wie du sie beschrieben hast, einzigartig. Ich drücke der von dir beschriebenen Familie ganz fest die Daumen, dass alles gut wird. Du hast recht, wenn man das liest, weiß man erst, wie gut es einem geht.

Herzliche Grüße
Gerd
sissismam wie recht du hast! manchmal, wenn man denkt "ich kann nicht mehr" sollte man daran denken, dass es vielen noch schlechter geht und sie trotzdem nicht aufgeben und ihren weg weitergehen.
danke für diese geschichte
lg malene
sonja47 Du hast und wieder eine sehr eindrückliche Lebensgeschichte anvertraut, ich staune
immer wieder, wie bildhaft Du Lebenssituationen schildern kannst!
Ja, da kommt mir auch mein Schicksal kleiner vor.
Dies Frau musste ihr ganzes Leben lang enorm tapfer sein.

Ich hoffe und wünsche dass die Operation, einen guten Verlauf nimmt und dass ein Angehöriges der
Familie sich des Jungen annehmen kann, damit dieses gute Mutterherz, zur Ruhe kommt,
dass die Frau sich auch nach der OP, körperlich gut erholt!

Danke Tilli für diese Lebensgeschichte!
Liebevoll grüsst Dich, deine Freundin Sonja
dottoressa da hast Du wieder eine großartige Geschichte für uns geschrieben!

Es ist immer gut, vom Schicksal anderer Frauen zu erfahren, die so viel Schweres bewältigt haben. Dagegen erscheinen die eigenen Probleme ganz winzig klein!
Und schön, dass Du wieder die Stärke der Frauen zum Thema nimmst.

Deine Bekannte hat mutig alle Hindernisse des Lebens bewältigt.
Nun wünsche ich ihr viel Erfolg bei ihrer OP! Egal wie sie ausgehen wird, diese Frau wird mit den Folgen klar kommen.

Danke, liebe Tilli, für diese Geschichte mitten aus dem Leben.
Liebe Grüße
Beate

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