Schlesische Mohn-Kleßla


Schlesische Mohn-Kleßla

Dieses Rezept ist eine Überlieferung auf meine Großeltern, väterlicher Seite - Rathmannsdorf/Schlesien.
Man nehme
1 große Schüssel
1 Topf für die Milch
6-10 Brötchen oder Semmeln, in Scheiben geschnitten
250 g Backmohn, gesüßt
250 g Rosinen
2 l Milch, eventuell mehr
nach Bedarf Backaromen zugeben.

Den gemahlenen Mohn in 2 Liter Milch unter stetigem Rühren langsam aufkochen. Mindestens eine halbe Stunde auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren, damit nichts anbrennt, köcheln lassen. Dabei die gehobelten Mandeln, die Rosinen, die Aromen und auch den Zucker in kleinen Portionen dazugeben. Die Masse quillt auf und es kann notwendig sein, noch etwas mehr Milch dazu zugeben. Nach etwa einer dreiviertel Stunde ist die Mohnmasse fertig gekocht. Sie muss gut flüssig sein.

In der Zwischenzeit die Brötchen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Eine große Glasschüssel und eine kleine Glasschüssel bereitstellen. In Schichten erst Brötchenscheiben und dann mit einer Kelle Mohnmasse in die Schüsseln geben. Die Brötchenscheiben müssen jeweils völlig von der Mohnmasse bedeckt sein. Zwischendurch ruhig mal mit der Kelle alles fest andrücken.
Die Schüsseln mit einem Teller oder Frischhaltefolie abdecken und einen Tag kühl stellen.

In der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist dies eine hervorragende Nachspeise oder auch Zwischenmahlzeit oder auch Hauptmahlzeit (bei mir mind. 4x tgl.). Kühl gelagert und verzehrt schmeckt sie von Tag zu Tag immer besser.

 


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Kommentare (3)

caya

Ohhhh, das liest sich gut!!!!
Das werde ich probieren, schmeckt bestimmt auch in der restlichen Zeit des Jahres 😉

Nur noch kopieren und dann überlegen, wann es das geben könnte 😄

Dankeschön,
Caya

Syrdal



O ja, diese unvergleichlichen schlesischen Mohn-Kleßla hat meine wunderbare Liebe zu jedem Weihnachtsfest mit innigster Freude „zelebriert“. Einfach wunderbar… Sie nannte sie Mohnpielen und ich musste die Mohnmasse immer in einem Fleischwolf „durchdrehen“, erst dann war er zubereitungsreif. Aber immer waren diese feinen Pielen eine unvergleichliche Köstlichkeit.
Du hast mich nach vielen Jahren (leider mit Wehmut) daran erinnert…

Danke und liebe Grüße
Syrdal
 

Roxanna

Die gab es immer an Weihnachten bei mir zuhause. Weihnachten ohne, das ging gar nicht. Eltern stammen aus Ratibor/OS. Danke für die Erinnerung und das Rezept Eddy48, herzliche Grüße und ein gutes Neues Jahr wünscht

Roxanna


 


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