Selbstbestimmung
 
Wie immer ich belastet bin
von tausenderlei Dingen,
was immer auch mit schwerem Sinn
mich heut’ will niederringen,
all dem verschließe ich das Tor
zum Reich meiner Gedanken
und tret’ als Beherrscher hervor,
so bringt mich nichts ins Wanken!
 
© Syrdal 2019


 


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Kommentare (10)

Manfred36



Wir alle sind nicht selbstbestimmt,
doch gibt’s zwei Komponenten:
- Zu seh'n, was in Beschlag mich nimmt,
- Paradigma beenden.
Zu seiner Zeit komm drauf zurück,
das stört dir nicht dein Tagesglück,
mit etwas Wille und Geschick.
 

Syrdal


Lieber Manfred, sicher gibt es im alltäglichen Lebensprozess viele Komponenten, die man nicht oder nur mittelbar zu „lenken“ vermag. Doch was ich denke und welche Gedanken ich von außen in mich einlasse, obliegt ganz alleine mir selbst. Ich kann mich allem, was auf mich eindringt, öffnen und muss mich dann nicht wundern, wenn ich von „Fremdgedanken“ beeinflusst, ja sogar beherrscht werde.
 
Allein um solche negativen Fremdgedanken zu vermeiden, sehe ich mir z.B. im Fernsehen nie Krimis an, ich lese auch keine... Muss ich mich denn belasten mit Bildern und Gedanken von Mord und Totschlag usw.?  Nein, das kann ich gottlob selbst bestimmen! Und so also kann ich alleine bestimmen, was ich denke und was ich einfach gedanklich nicht annehme.
 
Dies, lieber Manfred, ist meine bescheidene Sicht. Aber die individuelle Verfahrensweise muss halt ein jeder für sich selbst finden und entscheiden...
 
Hab Dank für Deine Anregung...
 
LG Syrdal
 

Roxanna

Ein Weg, lieber Syrdal kann auch  die "Achtsamkeit" sein nach Jon Kabat-Zinn. Aber vielleicht kennst du das schon. Es braucht viel Übung, aber es kann helfen, diese sich ständig kreisenden Gedanken zur Ruhe zu bringen.

Herzlichen Gruß und ein schönes Wochenende wünscht dir

Brigitte

Syrdal


Nun, liebe Brigitte, auch wenn ich das Wirken des Jon Kabat-Zinn nicht kenne, ist aber dein Hinweis auf die „Achtsamkeit“ sehr, sehr wichtig. („Achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben... Wähle sorgsam deine Schritte und weiche nicht vom rechten Weg ab! Schau weder nach rechts noch nach links und halte dich vom Bösen fern.“; Bibel, Sprüche 4,23 ff)  - Und genau das ist in dem kleinen Marginalien-Gedicht gemeint.

Aber Achtsamkeit lässt sich wunderbar im ganz profanen Alltag (üben und) anwenden, bei allem, was man tut. – Die Dinge bewusst tun und nicht „gedankenlos“ mal so nebenbei... denn das macht fährig, ungeduldig und schafft nur Schusseligkeiten.

 
Ach ja, „Achtsamkeit“ ist z.B. auch ein unabdingbarer Grundaspekt beim Haiku. Ohne Achtsamkeit auf alles und das Kleinste und das nicht Sichtbare ist tiefgründige Haiku-Dichtung nur oberflächliches Wortgestammel. Aber darüber könnte man lange philosophieren...
 
Mit Dank für deine wichtige Gedankenzufügung sendet dir liebe Grüße in den herbstlich gefärbten, unvergleichlich schönen Schwarzwald
Syrdal
 

Christine62laechel

Sehr gut hat mir heute dein Gedicht gemacht, lieber Syrdal. Ich würde mich beinahe ins Wanken gebracht fühlen - doch gerade deine Worte gelesen. Das Tor verschlossen, Beherrscherin geworden. Vielen Dank dafür, du hast mich echt gestärkt. (Ich wollte dir sogar ein Röslein dafür schenken, da gibt es aber nun andere Bilchen, nicht mehr so schön). :)

Mit Grüßen
Christine

Syrdal


Darüber freue ich mich sehr, wenn mein kleines Gedichtchen dir eine rechte Wegweisung für den Tag (und überhaupt) gebracht hat.
Und gerne nehme ich auch die mir zugedachte (virtuelle) Rose entgegen und sende Dir liebe Grüße zum Wochenende
 
Syrdal  

indeed

Lieber Syrdal,

möge es dir immer und immer gelingen,

wünscht von Herzen
Ingrid und schickt liebe Wochenendgrüße

Syrdal


Liebe Ingrid, ich bemühe mich und es geht – wie Cué sagt – „von Tag zu Tag immer besser und besser“.
 
Auch Dir und Euch heitere Grüße zum Wochenende
Syrdal

protes

lächel
ok
lieber Syrdal
und was ist morgen?
lg hade

Syrdal


Lieber hade, morgen haben wir ein neues Heute und freilich ebenso wieder das bewusste Verschließen der Tore zum Reich der Gedanken...
 
...sagt mit fröhlichem Gruß
Syrdal  


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