Sich selbst ein Rätsel sein



Sich selbst ein Rätsel sein

Diesen Rückschluss dürft es normal nicht geben.
Haben wir doch genug Zeit im Leben,
Uns mit uns selbst vertraut zu machen,
Vielleicht sogar über uns selbst zu lachen.

Eben .., wir fragen, wie konnte ich nur,
Wo find ich für so was in mir die Gravur?
Wie im Kreuzworträtsel ist's sozusagen:
Ich muss aus allen Richtungen fragen!

Das geht zurück in die Evolution .
Die hat das Rätsel erfunden schon.
Unvorhersehbarkeit des Verhaltens in mir
Öffnete Variationen die Tür.

Variationen verblüffen, schaffen Fakten.
Selektionsvorteil! Alt zu den Akten.
Kreativ, nicht berechenbar, intransparent,
Bis der Andre auch diese Ausprägung kennt.

Ich lebe nicht statisch, nein, im System
Des Chaos, wie findet etwas zu wem?
Soll ich im Leben nicht verkümmern,
Brauch ich Bewegung, auch zwischen Trümmern,


 


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Kommentare (14)

Muscari
Muscari
Mitglied

Als jungem Mädchen hat mir mal eine Lehrerin im Ärger gesagt:

"Du hast einen unsteten Charakter !"

Seitdem habe ich mich immer wieder gefragt, was sie wohl damit gemeint haben könnte.
Und jetzt im Alter, wenn ich mich selbst in meinen Reaktionen und Handlungen beobachte, wird mir so einiges klar. Obwohl ich meine, mich im Laufe der Jahre selbst kennen gelernt zu haben, ist das ein Irrtum. Da bleibt noch so viel Unklares. Und wird es wohl immer bleiben. Ein Rätsel eben.

Du hast dieses immerwährende Rätsel in passende Reime gepackt.

Mit herzlichem Gruß
Andrea

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Meine verstorbene Frau Christine hat es noch drastischer ausgedrückt als deine Lehrerin: "Hast du wieder ein Ei hinten drin?"
Danke für deinen Beitrag
Manfred

Willy
Willy
Mitglied

Mir sind eher andere Menschen, die ich kennenlerne, ein Rätsel. Was veranlasst manche den Andersdenkenden so mit Hass zu begegnen, wie ich das in den Foren immer wieder erlebe. Die können doch nicht alle an Bluthochdruck leiden oder Hysteriker sein.
b.G.
Willy

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Lieber Willy,
vielleicht ist das gar kein Hass, eine Veranlagung zum Recht-haben-Wollen. Keiner hat bloß Unrecht, und vieles hängt doch auch an unserer Sprache. Sei milde!
Manfred

Tulpenbluete13
Tulpenbluete13
Mitglied

Lieber Manfred,

ich denke Leben ist Bewegung.(genau wie Du es sagst: Bewegung in den Trümmern..) Und solange man noch über seine eingenen Lebens"wege" nachdenkt, kann es nicht verkehrt sein.

Und - man sollte sicher auch manchmal etwas das, man schon immer "so" gemacht hat,  auch mal "anders" machen...
Und überhaupt: Muß man alle Rätsel entschlüsseln? Es ist gut, daß es immer noch welche gibt...

Und zum Schluß: Du kannst ja doch reimen....

Einen lieben Gruß schickt Dir
Angelika


 

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Hallo Angelika,
hab Dank für deinen Beitrag. Ich meine manchmal, etwas ganz "richtig" gmacht zu haben, und sei sei es nur ein Arrangement in Haus und Wohnung,
und dann fällt mir irgendwann ein, wie das doch noch viel besser "geht"; sogar Rückfälle in die Ursprungslösung sind drin. Aber jedes Mal lebe ich mit.
Herzlichen Gruß
Manfred

Roxanna
Roxanna
Mitglied

Nie, lieber Manfred können wir sozusagen bis zu unserem eigenen "Urgrund" vordringen. Wir wissen nicht, was wir mitgebracht haben, wir ahnen meistens nur, was alles in unserem Unterbewußtsein gespeichert ist. Auf einem langen Lebensweg lernen wir uns über unsere Verhaltensweisen mehr oder weniger kennen. Und so wenig oder wenn man will, so viel wie wir uns kennen, können wir auch nur unser Gegenüber kennenlernen. Es ist und bleibt viel Geheimnis oder Rätsel. Aber spannend ist es auch. Danke für dein Gedicht und herzlichen Gruß

Roxanna

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Danke, Roxanna
für deine gründliche Auseinandersetzung mit meinem "Gedicht". Ich finde deine Aussage gut " so wenig oder wenn man will, so viel wie wir uns kennen, können wir auch nur unser Gegenüber kennenlernen". 
Gruß  Manfred

Syrdal
Syrdal
Mitglied



Haben wir Lebensfortgeschrittene denn nicht in unserer eigenen Werdungsgeschichte hautnah unter großen Mühen und Entbehrungen die großartige Erfahrung gemacht und eigenhändig mitgestaltet, dass auch aus kaum beschreibbaren Trümmern viel Neues, in nicht wenigen Bereichen sogar weit Besseres und Schöneres entstehen kann....? Hinterfragt man also – manch sinngebendes Wort Deines Gedichtes nutzend – das Rätsel nach und über sich selbst aus dieser Richtung, wird man bald einer Variation voller wertvoller Fakten gewahr, die dem vermeintlichen Chaos im System des Lebens durch angemessene Bewegung selbst zwischen Trümmern einen klaren, vor allem aber vorwärts weisenden Sinn verleiht. – So gesehen wandelt sich das Rätsel zum zielführenden Wegweiser, meint mit frohen Gedanken
Syrdal

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Ich schätze dein positives Denken, lieber Syrdal. Hab Dank für diene Darstellung!
Manfred

lillii
lillii
Mitglied

Das Rätsel "ICH"

ICH glaube, es wird ein Rätsel bleiben.
Ich ertappe mich häufig und frage mich, warum hast Du jetzt so und nicht anders reagiert, 
bin mir aber nicht sicher, dass es anders besser gewesen wäre.
Das ist wohl das Chaos in uns und aus Chaos kann etwas gutes entstehen, siehe Evolution.
Flexibel bleiben, beweglich, so wie Du schon schreibst und APet zupflichtet.

Bleib am Ball, du musst ja keine Tore mehr schießen ...Zwinkern

Gruß Luzie

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Danke, Luzie,
du bist immer so beruhigend in deinen Tipps.
Liebe Grüße
Manfred

APet
APet
Mitglied

Soo schön geschrieben, Manfred!

Ich glaube, das Leben ist an und für sich schon das Rätsel.
Und wir mitten drin so wie so. Wie könnte es anders sein.

Auch für mich ist Bewegung das Wichtigste. 
Es gibt kaum Schlimmeres als Stillstand. 

Lieben Gruss und danke, Agathe 
 

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Danke, Agathe,
leider trifft "auch zwischen Trümmern" bei mir auch zu und ich muss die Sinnfrage dann einfach wegschieben.
Gruß
Manfred


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