soll man im Alter an die Vergangenheit denken?


Doch keiner ist befreit davon.
Zwangsläufig hat man bei tragischen Ereignissen sofort ein Paradestück bereit.
Als ich vor ein paar Tagen die Diagnose bekam, dachte ich sofort an meine Mutter - nur mit der Einschränkung, daß ich altersmäßig viel länger lebe als sie. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man das so sieht, doch irgendwie tröstet es auch.Ich hatte wenigstens ein Leben, mit allen Höhen und Tiefen und es ging immer weiter...........doch nun liegt der große Stolperstein im Weg, der zu überwinden gilt.
Wenn ich an damals denke, dann würde ich mich aufgeben, aber heute ist ein anderer Fortschritt in der Medizin und man setzt Hoffnung auf gutes Gelingen. Die Seele zittert zwar, der Kopf ist wie in Watte gepackt, ein wirklich klarer Gedanke vestirbt im Angedachten.
Ich denke an diese Vergangenheit - mit klaren Augen und glasklarem Verstand, ändern kann ich nichts.
Ich vertraue auf die Medizin, wie sie damals auch.
Ich sehe sie noch heute auf ihrem Bett liegen und sie hauchte ihren Atem aus. Und sie war gerade 38 Jahre alt.
Welch ein Glück für mich, daß ich solange leben durfte und noch länger leben werde - ich weiß es!
in Gedanken und im Angedenken
das Moni-Finchen

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Kommentare (6)

Medea Was ich da lese, schlägt mich zu Boden,
ich hatte keinerlei Ahnung von der derzeitigen
Situation. Ich war lange nicht im ST, da es mir
in den vergangenen Wochen nicht besonders gutging
und muß mich erst einmal wieder berappeln.

Meine liebe Monika, Du bist eine Kämpferin und Du
wirst dieser Krankheit die Stirn bieten, wie Du es
immer getan hast, wie ich Dich kenne und bewundere.

Wir lassen uns doch nicht unterkriegen!

Herzlichst Deine Medea-C.
Schang Nur Mut, liebes Finchen. Es geht immer weiter!
Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute.
Schang
Bruno32 Deine Einstellung ist sehr gut. Ein starker Lebenswille ist eine gute Medizin.
Wir wünschen dir viel Glück zur Gesundheit.
Tilli mit Bruno
Traute Solche schweren Sachen ladest Du Dir auf Deine schmalen Schultern.
Ich bin kein stillsitzender Berufsoptimist. Ich packe das Unglück Stück für Stück und bringe es zurück.
Aber in solchen Krankheitsfällen lege ich die Lenkung meines Problemes in die Hände der Mediziner und habe wie Du ein großes Vertrauen und ein Stück Glück wird sich auch noch finden, finde ich.
Alles Gute für Deinen Kampf.
Das fällt mir ein Ver ein;
(frei aus dem Gedächtnis)
Nur nicht dumpf so gar nichts sagen
und so garnichts wolln und tun
nur nicht brütend hingegangen
ängstlich in dem niedren Joch
denn das Sehnen und Verlangen
und die Tat, sie bleibt uns doch
Ich finde das passt ich sag nicht wer das als junger Student schrieb, als er Philosophie studierte.
Wir auf unserer Seite der Republik, bekamen viel von ihm vorgesetzt. Das er aber auch poetisch war, verblüfft
Mit guten Wünschen und herzlichen Grüßen,
Traute, die sich oftmals traute
nixe44 ich wünsche Dir das größte Glück auf Erden, denke immer positiv, Du schaffst es...
nur wer sich selbst aufgibt, ist verloren...

für mich und meine Familie steht die Gesundheit an 1. Stelle...
wir haben den Krebs bereits 3mal besiegt, nicht er uns...

aufgrund der Tatsache hat sich auch unsere Lebenseinstellung geändert...

ich drücke die Daumen und grüße Dich ganz lieb,
Dein Saalemädchen Monika
nnamttor44 Ich hab schon 1951, damals als Siebenjährige, gedacht: wer weiss, wozu es gut ist, dass meine Mami ihr Leben nicht weiterleben durfte, mußte. Es weiß ja keiner, was sie noch hätte durchmachen müssen, womit sie hätte kämpfen müssen ...
Und seitdem ich ihr Sterbealter von 36 Jahren "überlebt" habe, kommt mir oft ein Gedanke der Dankbarkeit, dass ich so alt werden durfte, bis heute! Und nun ist die Medizin so viel weiter als damals. Eine Krebsdiagnose ist in vielen Fällen heute keine aussichtslose Diagnose mehr, da ist schon sehr viel geschehen seitdem!

Ich denke, Du solltest wirklich keinen Gedanken an's Aufgeben verschenken!! Du bist schon sehr eine Kämpfernatur!!
Mit vielen guten Wünschen an Dich denkende Uschi

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