Traurigkeit und Herzeleid gehören zum Leben


Traurigkeit und Herzeleid gehören zum Leben

Im Leben geht es kontinuierlich auf und ab, da gibt es für uns nicht nur Angenehmes, sondern eben auch die Kehrseite der Medaille. Aber so ist das Leben nun einmal, daran können wir nichts ändern. Wir müssen nur immer wieder lernen, diese Tatsache zu akzeptieren, und mit dieser Erkenntnis gut umzugehen. Permanente Sorgen vermögen uns nicht nur zu belasten, sondern bisweilen förmlich zu erdrücken. Soweit darf es aber gar nicht kommen. Wir neigen eben auch oft dazu, uns zu viel unnötige Sorgen zu machen. Eines Tages habe ich begriffen, dass fast kein Tag genau so verlaufen wird, wie ich es mir vorgestellt habe, meistens kommen überraschend Dinge dazu, die ich so nicht eingeplant habe. Daher halte ich es für das Beste, diese unvorhergesehenen, uns zunächst noch unbekannten und oft auch unbedeutenden Ereignisse, von Anfang an irgendwie in unseren Tagesplan zu integrieren. Wir müssen flexibel und frei bleiben, und uns innerlich bereits auf das für uns noch ungeahnt Bevorstehende einstellen. Natürlich sollen wir planen, sonst würde unser Leben ja chaotisch verlaufen und wir könnten unsere gewünschten Ziele nicht erreichen. Trotzdem ist es nicht verkehrt, wenn wir so Manches ganz einfach auch auf uns zukommen lassen. Gerade, wenn wir die Überzeugung vertreten, dass wir alles aus Gottes Hand annehmen sollen und können, fällt uns dies um Vieles leichter. Dann kann uns nämlich nichts mehr so sehr überraschen, erstaunen, oder gar erschüttern, denn wir wissen gleichzeitig, dass wir nicht alles alleine in der Hand haben und bestimmen können, und auch nicht müssen. Wir dürfen uns vielmehr von Gott getragen fühlen - und das ist eine wertvolle Gnade. Fest steht: Wir verbringen zu oft unsere Tage mit Trübsal, Zweifel und Skepsis, so dass uns dabei das Schöne und Erfreuliche ganz entgleitet. Die angenehmen und glücklichen Momente ziehen dann förmlich fast unbeachtet an uns vorbei, weil wir währenddessen hauptsächlich mit unangenehmen und negativen Gedanken beschäftigt waren. Das ist eigentlich sehr schade, wenn man bedenkt, wie schnell doch die Zeit verrinnt und nie mehr zurückkehrt. Wir müssten eigentlich jede Minute davon viel mehr im positiven Sinne
nützen. Trübsinnige Gedanken belasten unser Gemüt ungemein, und färben es - wenn wir sie zu sehr an uns heranlassen - grau ein. Sie überziehen unser Empfinden mit einem bedeckten Schleier, gleich einem Regentag. Dann hat es unsere innere Sonne - die Freude - schwer, sich noch dagegen durchzusetzen. Negative Gedanken entstehen in unserem Kopf, wir erschaffen  sie uns meist selbst, indem wir ihnen Einlass gewähren.
Eigentlich müssten wir vor uns ein rotes Stop - Schild aufstellen, das uns - wie im Straßenverkehr - immer rechtzeitig daran erinnert, uns von diesen krank machenden, schwarz sehenden Bildern zu verabschieden - ja -
sie am Besten gar nicht erst an uns heranzulassen. Es geht nämlich auch  anders. Indem wir uns sozusagen immer wieder einreden, wie schwer wir es doch haben, was alles besser sein könnte, was wir nicht richtig gemacht
haben und was bisher falsch gelaufen oder misslungen ist, beschwören wir diese unangenehmen  Gefühle im wahrsten Sinne des Wortes herauf. Wir ziehen sie auf magische Art und Weise an - und das alles geschieht noch
dazu ganz unbewusst und schleichend. Es wird viel über positives Denken geredet; Tatsache ist jedoch, dass wir für unser Gedankengut - Vererbung hin oder her - im Grunde selbst verantwortlich sind. Jeder Mensch trägt früher oder später selbst für sich Verantwortung. Genauso, wie es sich mit dem Essen, Trinken, Rauchen u. s. w. verhält, ist es auch im Umgang mit unserem persönlichen Gedankengut bestellt. Wenn ich zu viel von alledem konsumiere, sprich gedanklich in mein Gehirn befördere - egal auf welche Art und Weise - wirkt es sich schlussendlich schädlich aus, das ist uns allen bewusst. Wenn ich nun also - bezogen auf mein Denken -  permanent traurigen und trübsinnigen Gedanken gestatte, sich in meinem Inneren auszubreiten und einzunisten, so werden sie bald von meinem Gemüt und Gefühlsleben Besitz ergreifen und mich in der Folge zum Pessimisten formen. Das alles können wir aber verhindern, wenn wir bewusst, vorsorglich und verantwortungsvoll damit umgehen. Wir sollen unsere Seele nicht unnötig strapazieren und andauernd beschweren, wir sollen sie vielmehr mit Frohsinn und Freude erfüllen, dann handeln wir in Gottes Sinn. Wenn wir mehr Vertrauen zu Ihm aufbringen, erkennen wir gleichzeitig seine Allmacht an. Dann können wir uns rundherum geschützt fühlen und haben keinen Grund mehr, uns ständig Sorgen zu machen. Denn dann überlassen wir diese vor allem Ihm und seinem weisen, göttlichen Ratschluss. ER spürt ganz genau, wann wir unsere Hoffnung auf ihn setzen und wird uns gewiss nicht enttäuschen. Unser ständiges Misstrauen gepaart mit Unzufriedenheit betrübt Gott, unseren Vater, denn es zeugt von einem mangelnden Gottvertrauen. Hat er uns nicht so viel Erfreuliches und Schönes geschenkt, zugesagt und in Aussicht gestellt? Haben wir wirklich so viel Grund zur permanenten Sorge? Versuchen wir doch einfach einmal, die Dinge wieder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Lassen wir in erster Linie das Erbauliche und Bereichernde
in unser Herz! Es wird uns gut tun und zugleich unseren himmlischen Vater erfreuen. Was wäre er für ein Vater, wenn wir kein Vertrauen zu ihm haben könnten? Ganz bestimmt werden wir in der Folge wieder mit neuer, Kraft spendender Dankbarkeit erfüllt werden, einer tiefen Dankbarkeit unserem alleinigen Schöpfer gegenüber, die uns aufblühen lässt und uns froh, heil und glücklich macht. So wird das Leben wieder lebenswerter, erfreulicher und beglückender, und wir sind in der Lage, die unglaubliche Schönheit und Pracht dieser Erde, in Verbindung mit dem einzigartigen Geschenk des Lebens, wieder reich beschenkt zu entdecken. Wenn wir diese Gaben ganz bewusst annehmen, auskosten und dankbar genießen, dann werden wir schlussendlich - zusammen mit Gottes Hilfe - unser ganz persönliches Lebensglück staunend immer wieder von Neuem entdecken und finden. Und so wird es erneut möglich werden, uns mit wachsender Zufriedenheit auch wieder an den kleinen, Glück bringenden Augenblicken jeden neuen Tages zu erfreuen.

Wolke


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Kommentare (7)

nnamttor44

Traurigkeit und Herzeleid haben in mein Leben so einige Male versucht sich einzuschleichen. Dafür bin ich einfach nicht der Typ.

Wenn es erforderlich wurde, habe ich mit viel Zuversicht und Sebstvertrauen und jeweils neuem Lernen dafür gesorgt, dass Geschehnisse sich zum Guten wendeten. Einfach nur zusehen, mit hängenden Schultern ein Herzeleid hinzunehmen, war von Jugend an nicht meine Art. Aber auf den Vater im Himmel zu vertrauen, der schon tun wird, was notwendig wäre - das auch nicht!

Wir alle haben unsere Gaben bekommen und müssen sie nutzen! Und wenn man sie nutzt, gibt es für mich, gestärkt durch mein gegen Widrigkeiten angehen sehr oft den Erfolg, wie auch immer sich der gestaltet.

Vertrauen in väterliche Obhut wurde sowohl mir als auch meiner Tochter "ausgetrieben"! Auf sich selbst verlassen war und ist unser Weg.

Lg von nnamttor44

wolke07

@nnamttor44  

danke lb. Uschi für Deinen Beitrag---dass Du es immer geschafft hast,aufzustehen ist sehr lobenswert,aber es kostet eben auch Nerven--
Wolke

nnamttor44

@wolke07
Nerven gekostet hat mich lediglich, aber Jahrzehnte mein narzisstisch-psychopathischer Ehemann, doch niemals so sehr, dass ich einen Grund sah, mich im Boden zu verkriechen ... Zuletzt musste er einsehen, dass er wohl auf's falsche Pferd gesetzt hatte. Es kam ein wenig Einsehen, Reue eher nicht.

LG Uschi

Manfred36


In deinen Worten und Fotos, insbesondere vom Garten, spürt man, dass du es schaffst, immer wieder mit Kleinem dein Gemüt aufzupöppeln. Dass auch dein Glaube dabei eine Rolle spielt, nehme ich dir gern ab. Aber wie und wo ich das Stop-Schild vor diesen krank machenden schwarzsehenden Bildern aufstellen soll, habe ich noch nicht ganz herausbekommen. Sie kommen aus dem Untergrund und das Prinzip, ihnen durch Tätigkeit und bewusst andere „Programmierung“ auszuweichen, dazu fehlt manchmal ganz einfach die Kraft. Depressionen sind ja keine Alkohol- oder Nikotinsucht. Aber dein Prinzip leuchtet mir ein und ist auch meines.
Dein Freund Manfred
 

wolke07

@Manfred36  
Lieber Manfred,ich sage DANKE für Deinen Beitrag--
Aber warum das Stoppschild???
Wolke

Syrdal



In deiner Betrachtung zur Lebensgestaltung sagst du an einer Stelle sehr richtig Jeder Mensch trägt früher oder später selbst für sich Verantwortung.“ Dies scheint aber vielen nicht bewusst zu sein und so suchen sie die Verantwortung, den Grund für ihr vermeintliches Ungemach zumeist im Außen, also bei all dem, was andere ihnen womit auch immer „antun“ oder sie machen „unabänderliche Umstände“ verantwortlich. Somit sind immer andere schuld! Aber auch nur ein einziges Mal bei sich selbst zu beginnen… Fehlanzeige! – Dabei ist es so einfach, jeden Morgen z.B. mit einem ausgewählten „Wort zum Tag“ zu beginnen oder auch mit einem selbst gefassten Gedanke an etwas Schönes, vielleicht auch „nur“ mit einem bewussten Dank für das alltägliche Geschenk, an der wunderbaren Schöpfung dieser Welt ohne jegliche Gegenleistung teilhaben zu dürfen, selbst dann, wenn es einem momentan vielleicht einmal „nicht gut geht“, denn was heißt das denn? Das ist ja doch nur eine Störung des seelischen Gleichgewichts, das sich in verschiedener Weise äußert. Aber auch da gilt dein Wort: Jeder Mensch trägt früher oder später selbst für sich Verantwortung.“

Dies nachhaltig in Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens zu beherzigen bemüht sich an jedem Tag neu
Syrdal
 

wolke07

@Syrdal  
Ich danke Dir für Deinen Beitrag
Es ist aber auch ein Geschenk,wenn man bewußt jeden Morgen danken kann.
Der Tag beginnt ganz anders und man kann auch das Negative sofort abgeben.
Nochmals Danke
Wolke


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