Trickreiche Werbung erkennen: Ein Levato-Rätsel!

Autor: ehemaliges Mitglied

</aViele Internetseiten finanzieren sich über Werbung. Oft sind die Werbeanzeigen vom redaktionellen Inhalt klar getrennt und deutlich als Werbung gekennzeichnet. Meist geschieht dies durch den expliziten Schriftzug Werbung oder Anzeige, der direkt neben der Einblendung platziert ist. Eine solche Kennzeichnung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Werbebanner befinden sich oft am Rand einer Internetseite und man hat sich schon fast daran gewöhnt, dass hier Anzeigen platziert sind. Doch manchmal ist die Werbung dermaßen unseriös, dass man sie kaum erkennen kann. Es wird zu einem echten Rätselraten, wenn man versucht, Werbung von redaktionellem Inhalt zu unterscheiden. Schauen Sie ganz unten in diesem Beitrag nach unserem Anschauungsbeispiel und rätseln Sie selbst: Hätten Sie richtig geraten?

Rechtslage und Kennzeichnungspflicht von Werbung

gesetz hammer paragrafSolche trickreiche Werbung lässt sich eben auf den ersten Blick ganz und gar nicht leicht erkennen. Denn die Kennzeichnungspflicht in Sachen digitaler Werbung, wie oben angesprochen, gibt es nicht in allen Ländern. Wenn eine Internetseite nun in einem anderen Land erstellt wurde und der sogenannte Server (der Computer, auf dem die Internetseite gespeichert ist) ebenfalls in einem anderen Land steht, dann gibt es für diese Internetseite die Kennzeichnungspflicht nicht mehr. Das kann dann dazu führen, dass die Internetseite zwar auf Deutsch ist, also deutschsprachige Inhalte angezeigt werden, und man glaubt, man würde sich in Sachen Kennzeichnungspflicht auf deutschem Gebiet bewegen, die Internetseite ist aber auf einem ausländischen Server gespeichert und befindet sich dadurch nicht in deutschem Rechtsgebiet. Folglich müssen Werbeanzeigen auf einer solchen deutschsprachigen Seite nicht gesondert gekennzeichnet sein.

Es ist also ein Trugschluss, zu denken, nur weil man immer ausschließlich deutschsprachige Internetseiten besucht, würde man sich auch immer auf deutschem Rechtsgebiet bewegen und damit keinen unseriösen Werbeanzeigen begegnen. Leider kann man sich im Internet schon durch wenige unaufmerksame Klicks, beispielsweise auf eine solch unseriöse und nicht gekennzeichnete Werbung, ganz schnell überflüssige oder sogar schadhafte Programme einfangen. Daher ist es besonders wichtig, solche getarnte Werbung zu erkennen.

Erfundene Warnmeldungen

Das Ziel trickreicher Werbung ist es, uns zu verleiten, etwas anzuklicken oder herunterzuladen. Die Werbebanner spielen oft mit dem Sicherheitsgefühl der Nutzer, um angeklickt zu werden. Vielleicht kennen Sie Einblendungen mit ähnlichen Sätzen wie: „Ihr Computer ist gefährdet – jetzt bereinigen“ oder „Auf Ihrem Computer wurde ein Fehler gefunden – klicken Sie hier zum Beheben“. Manchmal sind diese Einblendungen sogar so gestaltet, dass sie wie typische und uns vertraute Meldungen von Windows aussehen. Klicken Sie diese bitte nicht an, sie sind frei erfunden.

Denn in all diesen Fällen handelt es sich lediglich um Werbung! Diese Anzeigen werden jedem Besucher eingeblendet und nicht speziell Ihnen (wie es die Anzeigen oft behaupten). Die Einblendungen spielen mit unserer Angst und versuchen auf diese Weise, uns dazu zu bringen, auf die Werbung zu klicken. Danach sollen Programme installiert werden, die angeblich den Computer beschleunigen oder reparieren.

Achtung:

Sehr häufig findet man solche trickreichen Werbebanner auf Seiten, auf denen man tatsächlich ein sinnvolles Programm herunterladen kann. Manchmal ist es dann gar nicht so einfach, den richtigen Download-Knopf zu finden. Denn es gibt sehr oft neben dem echten Download-Knopf viele Werbeanzeigen, in denen einfach nur groß Hier herunterladen oder Download steht und die so versuchen, den eigentlichen Download-Knopf zu imitieren (siehe Foto im nächsten Abschnitt). Diese Werbung wird absichtlich dort platziert, wo man tatsächlich andere seriöse Programm herunterladen kann. Die Macher dieser Werbung hoffen, dass wir versehentlich auf den falschen, erfundenen Download-Schriftzug klicken, wodurch ein unerwünschter Download startet oder eine unerwünschte Seite geöffnet wird.

Anschauungsbeispiel: Ein Rätsel als kleine Übung

</aSchauen Sie sich auf der rechten Seite einmal das Foto an. Sie können es zum Vergrößern anklicken. Wir haben dieses Rätsel aus unserem neuen Buch "Ratgeber für Digitales" entnommen. Solche und dutzende weitere Artikel sind auf 112 bebilderten Seiten hilfreich und verständlich dargestellt. Betrachten Sie die Suche nach dem richtigen Download auf dem Foto also als kleine Übung. Das Foto zeigt einen Ausschnitt einer Internetseite, auf der man ein Programm herunterladen kann, den sogenannten CCleaner. Der Besucher der Seite ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dieser Seite, um etwas herunterzuladen. Er wird beim Betrachten der Seite den berühmten Download-Knopf suchen. Die Werbetreibenden wissen dies und schalten gezielt auf dieser Seite Werbeeinblendungen, die ebenfalls einen Download-Knopf enthalten.

Nun kommt es zu der kuriosen Situation, dass auf dieser Seite zum Herunterladen des Programms CCleaner gleich vier Download-Möglichkeiten erscheinen. Und nur eines dieser Download-Felder lädt das gewünschte Programm herunter. Die anderen starten Downloads für unseriöse Programme. Ein falscher Klick und später wundert man sich:

„Wie ist denn dieses mir unbekannte Programm auf meinen Computer gelangt?
Das habe ich nicht heruntergeladen und nicht installiert!“

Die Suche nach dem richtigen Download ist also wirklich manchmal gar nicht so einfach. Die Lösung für unser kleines Rätsel erhalten Sie übrigens, indem Sie auf dieser Seite ganz nach unten, bis ans Ende der Internetseite gehen. In der letzten Zeile steht die Lösung  

 


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 In einer Zusammenarbeit zwischen diesem Magazin und Levato verfassen Andreas Dautermann und Kristoffer Braun regelmäßig Beiträge für diesen Blog. Ihre Themen: Computer, Internet und Smartphone. Auf www.levato.de helfen sie älteren Menschen beim Umgang mit neuen Medien und Technologien. Dafür wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

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Lösung des Rätsels

Der echte Download-Knopf ist in diesem Fall grün und befindet sich direkt über der Schaltfläche „Kaufen“ und trägt den zusätzlichen Hinweis „Sicherer Download“.