...über Welten hinweg






...über Welten hinweg
 
In schweren Zeiten, meine Liebe,
sprachen noch Wünsche aus deinen Augen,
sehntest dich immer nach einem Siege,
wolltest nicht an das Ende glauben.
 
Mochtest gern bleiben, doch deine Kraft
reichte nicht mehr für das Erdenleben,
dein Weg kam zum Ende – um Mitternacht
hast du das Ringen aufgegeben.
 
Fandest Frieden, noch jung an Jahren,
der weiße Engel nahm dich an die Hand,
um dich vor noch mehr Leid zu bewahren,
führte er sanft dich ins Andersland.
 
Bist nun befreit vom Erdenleide,
nahmst unsere Liebe mit auf den Weg
als ewiges Band, das nun uns beide
verbindet über Welten hinweg.
 
 
© Syrdal 2015

 


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Kommentare (8)

mondie

Einen lieben, vertrauten Menschen zu verlieren, bedeutet für den Zurückgebliebenen einen enormen Kraftaufwand. Das Sprichwort: Die Zeit heilt......stimmt insofern, als dass der Schmerz weniger wird, aber nie verblasst.
Der, der zurückbleibt, muss seinem Leben einen neuen Sinn geben, und das ist schwer genug.
Weiterhin viel Kraft wünscht Dir
Monika

 

Syrdal


Liebe Monika. dass die Schmerzen mit der Zeit verblassen...  Nun ja, es stimmt in mancher Weise, aber sie verändern sich und bleiben als ewiges, sich mehr und mehr festigendes Band ganz tief im Herzen, auch wenn man dem Leben einen weiterhelfenden Sinn geben kann.
 
Mit Dank für deine Herzenswünsche grüßt zum Abend
Syrdal

Manfred36


Du denkst noch immer mit Wehmut zurück
an Trennungsschmerzen von nunmehr 4 Jahren.
Auch ich verlor damals mein Erdenglück,
weil tief und fest wir verbunden waren.
Noch heute wirkt sie bei allem mit,
was läuft hier an unserer Wirkungsstätte.
Das „ewige Band, das uns beide verbindet“
Ist mein Zwang zu denken, wie sie es gern hätte.


 

Syrdal


Nun, lieber Manfred, ist dies alles dir nicht fremd. – Zwar habe ich meine Zeilen vor vier Jahren geschrieben, aber es sind ja doch bereits über 13 Jahre seit dem Abschied vergangen...
 
...und die schon immer sehr bindenden Gedanken werden immer stärker.
 
LG Syrdal

Roxanna

Die, die zurückbleiben, lieber Syrdal, haben einen schweren Weg vor sich. Man kann immer nur hoffen, dass die Kraft dafür zuwächst. Du hast sie, das ist deutlich zu spüren, trotz der schmerzlichen Zeiten, die auch immer wieder kommen.

Herzliche Grüße
Brigitte

Syrdal


Ja, liebe Brigitte, das ist schmerzlich und es endet nie... ganz im Gegenteil, es verstärkt sich mit fortschreitenden Zeit mehr und mehr. Aber ich spüre auch eine tief in mir ruhende seelische Verbindung und weiß mich geborgen in der ewigen und nie vergänglichen liebenden Urgemeinschaft aller geistig verwandten Seelen. Dies ist mir unerschöpfliche Kraftquelle bei allem, was mich nunmehr in Stunden der Nachdenklichkeit immer wieder betrübt...
 
Mit Dank grüßt dich sehr herzlich   
Syrdal

protes

ja es ist wohl so,
dass man mit allem
was das leben auferlegt
fertig werden muss
 jeder auf seine art

schreiben,
musik
lesen
träumen
glauben
so vieles kann helfen
 sichwer fallen vielen
weiteres dazu ein

lieben gruß hade
 

Syrdal


Was immer das Leben uns auferlegt, ist gewichtiger Teil des Weges, der zu gehen ist. Und so gilt es – sei es auch noch so schwer – damit umgehen zu lernen, um unterwegs nicht zu zerbrechen.
 
Lieber hade – einen tief-nächtlichen Gruß sendet dir
Syrdal  


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