(Von Roxannas Kommentar im Malblog inspiriert)


Es gibt Menschen, die, mal zur Welt gekommen, als ob nach einem fertigen Szenario handeln dürfen: Kindergarten, Schule, Heirat, Kinder, Pensionierung… Natürlich geschieht da immer wieder etwas, das schon überraschen könnte, und nicht immer nur angenehm, doch diese Ereignisse scheinen keinen wesentlichen Einfluss darauf zu haben, was sonst ruhig vor sich hin vorgeht. Haben es die Menschen dann sich selbst zu verdanken? Oder sehen sie es doch nicht unbedingt so, als wäre es eine des Schicksals Gabe?

Vielleicht sehnen sie sich nach einem ganz anderen Leben, das für sie aus welchen Gründen auch immer unmöglich ist: Immer wieder etwas Neues, und nicht gerade der Reihe nach, nicht immer so, wie man es für üblich hält. Abwechslung bis geht ‘s nicht mehr… Wären es alle gerade Glückspilze, die so ein Leben genießen können? Selbst wenn die meisten Ereignisse da im Grunde schön und angenehm wären?

Meistens ist es wohl doch so, dass man in einem mehr oder weniger langweiligen Alltag steckt, und sich einerseits nach Abwechslung sehnt, andererseits das Übliche genießt… Das Leben ist eher eine Mensa, wo man das verspeisen muss, was gerade serviert wird, als ein luxuriöses Restaurant, wo man eine Wahl hat, und das auch noch welche! ;)



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Kommentare (14)

Veko

Wer die bequemsten Wege geht ist rasch unzufrieden und gelangweilt.
Aber wer sich durchs Leben kämpfen musste, schaut im Alter dankbarer zurück.
Sie/er haben etwas vollbracht und allein das zählt.

 

                                                            
         
---

Verbiege mich nicht im Strom des Lebens, lerne atlasschwere Lasten tragen!
Gebe meiner Zeit die eigene Prägung  und meinem Leben einen Sinn!
© Veronika Kowoll                                
                                               

Christine62laechel

@Veko  

So ist das, liebe Veronika - doch man kann es meistens erst später zugeben, wenn der Stress bereits weg, wenn man sicher sein kann, dass alles gut gegangen... Es stimmt aber, das mit Mühe Eroberte bringt auch die meiste Zufriedenheit.

Mit Grüßen
Christine

Veko

@Christine62laechel  

Ja, so ist das liebe Christine und wir sollten allen, die sich auf schweren Pfaden durchkämpfen müssen, gesundheitlich, familiär, beruflich, finanziell, die nötige Kraft wünschen. Das sind die wirklichen Helden des Alltags und die verdienen unseren uneingeschränkten Respekt.
Ich denke, wer schon bei seiner Geburt einen goldenen Löffel liebgemeint in den Hals gesteckt bekommt, kann als Erwachsener leicht daran ersticken, wenn es einmal im Leben holprig zugeht. 
Das Leben erscheint uns so manches Mal ungerecht. Doch die Krisenerprobten sind letztendlich die Starken, die Widerstandsfähigen, das letzte Blatt, das der Herbststurm vom Baum fegen kann. Und Du hast Recht, wir müssen uns dessen nur bewusst werden.
Ich wünsche Dir  einen sorgenfreien Herbsttag!
Veronika

werderanerin

Ja, liebe Christine, wieder so eine Frage zum "Leben"...die sehr unterschiedlich zu beantworten ist, weil das Leben halt nicht immer zu "berechnen" ist. Es ist jede Sekunde fließend.

Aber warum macht man sich so viele Gedanken um etwas, was wir zwar beeinflussen können aber situationsbedingt auch hin und wieder ganz andere Entscheidungen treffen müssen...entgegen der ursprünglichen Ideen/Wünsche...

Ich denke auch, dadurch dass jeder Mensch nun mal ein Unikat ist, in eine bestimmte soziale Umwelt hinein geboren wird..., werden schon damit entscheidene Weichen gestellt. Mal ehrlich, die wenigsten kommen doch aus ihren "Schuhen" raus...klar, ist manch Tag "langweilig" aber was ist das eigentlich...nur, weil nicht immer Aktion ist, ist es nicht langweilig

Wichtig bleibt aber immer der Gedanke, dass man etwas ändern kann, niemals muss man sich Gegebenheiten aussetzen, sie ertragen  ,  man kann gegen steuern und das eigene Leben auch leben. Das dann auch dieses nicht immer gradlinig verläuft..., finde ich z.B. auch gut so. 

Schon der Einfluss von Menschen auf einem Lebensweg ist ganz entscheidend, welche Richtung ich einschlage und wenn sie nur kurz ist - sie kann Neues eröffnen, neue Gedanken hervor holen.

Letztlich muss man alles nehmen...aber kann immer Einfluss nehmen ! Aufgeben wäre für mich so gar keine Option..., weil das Leben schön ist !


Kristine

Christine62laechel

@werderanerin  

Das mag ich auch am meisten, liebe Kristine: Einfluss nehmen können. Früher konnte ich das nicht richtig erlernen, oder üben, denn es war nicht gerade gern gesehen, sowohl in der Öffentlichkeit, sozusagen, als auch in meinem Elternhaus. Verlernt also eher, und viel, viel später erst nachgeholt. Es muss aber nicht zu spät sein, egal im welchen Alter, etwas zu erreichen, danach man sich schon immer gesehnt hatte. Es handelt sich da natürlich im geringsten Sinne um das Materielle; es geht um wichtigere Angelegenheiten, und da kann ein Jeder selber entscheiden, was da gerade für ihn am wichtigsten wäre. Na ja, und wenn doch nicht erreicht - freue man sich über seine Fähigkeit, ganz mutig zu träumen. :)

Mit Grüßen
Christine

werderanerin

Es freut mich, dass du so manches nachholen konntest und das allein spricht für deine Stärke, liebe Christine - das kann nämlich nicht jeder. Viele "ergeben" sich doch ihrer Situation, wie furchtbar.

Kristine

Rosi65

Liebe Christine,

"Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln!" behauptet ein altes Sprichwort.
Zu meiner Verwunderung habe ich dieses Phänomen auch schon in der Realität erlebt. Warum das wohl so ist?

Viele Grüße
   Rosi65

Christine62laechel

@Rosi65  

Ach ja, liebe Rosi... Eigentlich werde ich selten neidisch, in dem Fall kann ich aber mal rot sehen. Wenn Leute, die sich nie welche Mühe gegeben haben, nie gerecht gelebt - sollte das einen "Preis" auch noch hier bringen, und nicht nur erstmal im Himmel - wenn die da mit Links alles erreichen, wovon man nach langen Bestrebungen immer noch nur träumen kann, da könnte ich auch mit den Zähnen knirschen. Was natürlich nichts daran ändern wird. :)

Mit lieben Grüßen
Christine

Manfred36

Früh, wenn die Hähne krähn
eh die Sternlein verschwinden,
muß ich vom Bett aufsteh'n,
den Tag anzünden.
Seh ich der Lampe Schein,
hab Tee getrunken,.
Schau ich noch lange drein,
in Leid versunken.
Plötzlich, da kommt es mir,
leuchtender Knabe,
dass ich die Nacht von dir
geträumet habe.
Träne auf Träne dann
Stürzet hernieder;
so kommt der Tag heran -
O ging er wieder!

Nach
Eduard Mörike


 

Manfred36

@Manfred36  
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Christine62laechel

@Manfred36  

So ein hübscher Junge, und dazu noch so ein sportlicher, der würde wohl schon sein Leben nach seinem Geschmack einrichten können...;) Tränen? Kaum zu glauben. 😁

Roxanna

Da bringst du ein Thema, liebe Christine, über das ich mir auch schon viele Gedanken gemacht habe. Warum wohl gibt es so viele unterschiedliche Schicksale. Die Einen führen ein relativ beschauliches Leben, es verläuft nach Plan und es gibt außer den Schwierigkeiten, die eben halt so auftreten können, nichts weiter, was über die Maßen belasten würde. Bei anderen schlägt das Schicksal zu, sie werden ordentlich gebeutelt, entweder gesundheitlich oder dass ihnen ihre Liebsten genommen werden und .... Ich glaube, das ist nicht wirklich zu beantworten. Die Buddhisten würden sagen, das ist Karma, wir hier nennen es Schicksal. Aber wer und warum wird uns was geschickt?
Ich glaube auch, dass es eine Temperamentssache ist, ob sich ein Mensch mit Mensaessen abfindet oder alles dafür tut, in einem edlen Restaurant zu speisen. Manchmal aber lässt sich trotz aller Bemühungen an Ereignissen im Leben nichts ändern, man muss sie tragen, hinnehmen, sich damit abfinden.

Leben ist ziemlich unberechenbar und vieles bleibt Geheimnis, warum auch immer.

Herzliche Grüße
Brigitte

Christine62laechel

@Roxanna  

Ja, liebe Brigitte, dass lässt sich nicht ermessen, inwieweit man doch einen Enfluss darauf haben kann, was da in seinem Leben geschieht. Ich habe hier schon mal bei einer anderen Gelegenheit behauptet, dass die Erfolgreichen meinen, die hätten alles nur sich selbst zu verdanken, und die Verlierer, dass da die Umstände nicht mitgespielt haben. Ändern kann man da wirklich kaum; selbst wenn mal fest davon überzeugt, dass man da gerade entweder etwas gewinnen wird, oder verlieren - in Wirklichkeit kann sich die Situation als ein Gegenteil erweisen... Na ja, Hauptsache, man kann wenigstens diese "Mensa" besuchen, und das genießbare aufessen. :)

Mit herzlichen Grüßen
Christine

nnamttor44

@Roxanna  
Eins war für mich immer wichtig, wenn "das Schicksal" mal wieder zuschlug - und es schlug öfter zu: Dann das Richtige tun, das der oder die Andere oder dein eigenes Kind gerade als Hilfe brauchte! 

Einen ganzen Winter lang jede Woche eines der Kinder (5 und 1/2 Jahr zu Beginn) mit unstillbarem Erbrechen jeweils dem Tod nahe ... Nachdem ich herausgefunden hatte, woran das lag, zogen wir noch vor dem 1. Geburtstag meiner Tochter auf's Land - und fortan gab es kein Erbrechen mehr! Und der "Große" nutzte weidlich die nachbarschaftlliche Natur, manchmal hatte ich das Gefühl, er kröche eher unter der Erde durch die Gegend als darüber! Aber beide blieben gesund ... bis zu den nächsten Einschränkungen.

Doch das führt hier zu weit.

💖lichen Gruß von Uschi


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