Was wirst du tun?






Was wirst du tun?

Was wirst du tun in der neuen Zeit,
wonach hast du dich am meisten gesehnt
in den Wochen beschränkter Freiheit,
was hat dein Herz bis zum Weinen gequält?

Hattest du Angst vor der Infektion,
littest du unter der Kontaktferne
mit Anwandlungen zur Depression,
wie sehr fehlte dir menschliche Wärme?

Worüber machtest du dir Sorgen,
was haben Nachrichten in dir bewegt,
sehntest du dich nach jenem Morgen,
an dem dich endlich kein Bangen erregt?

Wolltest du dir nicht mehr vertrauen,
hattest die Orientierung verloren,
konntest auf deine Kraft nicht bauen,
hast dich mit Angst und Zweifel verschworen?

Du! Glaub' fest daran, es geht vorbei,
wach fröhlich auf aus der Kleingläubigkeit,
atme das Leben, entscheide jetzt frei
was du nun tun wirst in der neuen Zeit.

© Syrdal 2020

 

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Kommentare (18)

werderanerin

Diese Zeit der Einschränkungen wird Jeder anders empfinden, je nachdem, was man im Leben so macht, denke ich. Ich persönlich versuche diese Zeit so zu nehmen, wie sie eben ist. Wir hatten im Brandenburgischen ja seit Beginn das Glück, raus zu dürfen und allein darin sehe ich eine große Erleichterung.
Man ist nicht so eingesperrt in seinen 4 Wänden, hat genug Freiheiten und oftmals lernt man eben wieder, sich auf das zu besinnen, was notwendig ist. Dieser immense Überfluss...wer braucht den letztlich...eigentlich niemand, denke ich. Ich schränke mich ein und habe dennoch nie das Gefühl, dass mir etwas fehlt.
Wir haben aber das Glück, einen Garten zu haben, der ist groß genug, sodass nie Langeweile o.ä. aufkommt. Gut, sich abzulenken.

Ich spüre aber auch etwas Positives..., bin mit meinem Partner noch mehr zusammen gerückt ..., man weiß ja, es kann einen auch treffen und vielleicht braucht man auch deswegen etwas mehr Nähe und Jemand zum Reden.

Was mich wirklich bedrückt ist, dass unsere ganzen Familienfeiern, Geburtstage einfach so dahin gegangen sind, ohne zu feiern.
Am meisten aber vermisse ich meine Enkel und die Nähe zu ihnen. Das ist alles fast weg, bis auf kurze Ausnahmen. War schon froh und glücklich, als ich beim Mittagessen behilflich sein konnte. Aber auch hier weiß ich, es kommen wieder bessere Zeiten, wo Kontaktverbote wegfallen werden. Geduld ist angesagt !

Ich erlebe aber auch mit, dass gerade die Familien sehr belastet werden. Mein Sohn und seine Freundin haben immerhin 3 Kinder (teilweise sogar 5) zu Hause, die im Homeschooling unterstützt werden müssen und das seit 8 Wochen !!!
Das zehrt mächtig an den Nerven, auch wenn sie versuchen, es sich nicht anmerken zu lassen. Ich sehe es ihnen aber an und weiß, dass sie alles möglich machen, man stößt aber irgendwann ganz einfach an Grenzen.
Ich bewundere sie wirklich, denn einfach ist das alles absolut  nicht..., zumal die "Großen" arbeiten gehen müssen und sich so einrichten, dass ab Mittag einer zu Hause ist. Alles sehr schwierig !

Fazit für mich..., man wird bescheidener !

Ja, lieber Syrdal, wer weiß, wie lange das noch alles gehen wird...bleib gesund !

Kristine

nnamttor44

Wie Recht Du hast mit all Deinen bei vielen Menschen vorhandenen Ängsten, lieber Syrdal.

Ich habe schon so viel überstanden, bewältigt, diese C-Krise ängstigt mich persönlich eher nicht. Wenns mich treffen soll, dann ist das so. Darüber zu reden, vermeide ich in Gegenwart meiner Tochter, meines Enkels.

Viel mehr bedauere ich von ganzem Herzen, dass mein achtjähriger Enkel von den fast nicht vor ihm zu verheimlichen täglichen Corona-Nachrichten nachts Albträume hat, wieder zu seinen Eltern ins Bett kriecht, weil er sonst nur tränenüberströmt die Nacht verbringt ... Auch wenn er tagsüber fröhlich spielt, zuhause die Hausaufgaben der Schule verrichtet - für seine Albträume kann er nichts.

Das schmerzt mich persönlich am meisten! Er ist nicht das einzige Kind in seiner Klasse, das so reagiert. Ich hoffe, er - und alle Kinder - überwindet/n es irgedwann, vielleicht sogar schnell ...

 

Syrdal

@nnamttor44

Leider spüren die Kinder sehr genau, was die Eltern bewegt und mit welcher Ohnmacht manche der ganzen Situation ausgeliefert sind. Das lässt sich auf Dauer nicht vertuschen… Das Fernsehen ist voll von diffusen Berichten und täglich neuen Meldungen über Infizierte und daran verstorbene Menschen. Dass da vor allem Kinder Ängste entwickeln, ist kaum zu vermeiden. Deshalb ist es m.E. ganz, ganz wichtig, sofort die Schulen und Kindergärten wieder zu öffnen, damit die Kinder nicht Dauerschäden erleiden, die ihr ganzes Leben beeinträchtigen können.
Ach ja, zu wenig Personal…! Mitnichten! Es könnten z.B. die vielen protzig-starken Fussballmillionäre ehrenamtlich mit kleinen Kindergruppen spazieren gehen und in den Kindergärten das Geschirr abwaschen und die Toiletten reinigen. Da könnten sie sich nutzbringend für die Gesellschaft einbringen, statt in einem leeren Stadion wild herum zu rennen, um mit Füßen auf einen einzigen Ball einzudreschen, was momentan nun wirklich niemand braucht.
Und manch ein „Hochstudierter“, der momentan aufgrund von Betriebsschließung ohne Arbeit ist, könnte sich in Schulen engagieren und dort sein Wissen einbringen im Deutsch- oder Mathe-Unterricht. Das ging ja nach dem Krieg auch mit den damaligen „Neulehrern“, wenn es auch nur behelfsmäßig war, aber es ging und es gab Schulunterricht. – Wo ein Wille ist, ist ein Weg!

Mögen die „lenkenden Kräfte“ sich auf das nächstliegend Machbare besinnen!

...hofft mit Grüßen zu dir von
Syrdal
 

Komet

Lieber Syrdal,
ich muß gestehen, dass mir doch so einiges fehlt. Es ist nicht lebensnotwendig, aber es fehlt. Aus meinem kleinen Dorf gibt es nirgendwohin eine Verbindung, kein Lädchen, kein Arzt.......usw.
Außer nach 2 km ein Schulbus, der wegen der Schließung der Schulen auch nicht mehr fährt.
Sohn weit weg......Schwiegertochter verstorben.....keine Enkelkinder.
Deshalb werde ich allerdings nicht in Depressionen versinken oder unter Angstzuständen leiden. Auch vor der Zukunft nicht.
Mein Jahrgang hat schon so einiges überstanden und wird es auch weiterhin tun.

Herzliche Grüße in einen sonnigen Sonntag und weiterhin nicht vom Virus einholen lassen.
Ruth

Syrdal

@Komet
 
Liebe Ruth, all dies, was uns alle jetzt betrifft, wird sehr unterschiedlich erfahren und ebenso unterschiedlich bewältigt.
Ja, wir nicht mehr so ganz jungen Leute haben vieles erlebt in all den Jahren und erinnern uns auch an die schweren Zeiten nach dem Krieg. Wir haben es damals überlebt und werden nun auch zurecht kommen, auch wenn derzeit der Schulbus nicht fährt und die Familie weit weg ist… Dies alles kenne ich nur zu gut. Meine Kinder und Enkel leben im Ausland.

Gottlob aber kann ich noch Auto fahren und bin somit weiterhin mobil. An anderer Stelle bei den älteren Nachbarn bringen sich junge Leute helfend ein und kümmern sich rührend um Alte und Einsame. Das muss man wirklich hoch anerkennen!

Aber auch in der Stadt ist es für viele nicht einfach. Ich denke nur an Familien mit Kindern in kleinen Wohnungen ohne Balkon. Und bislang waren sogar die Spielplätze gesperrt… Nicht auszudenken, was sich da mitunter abspielt.

Langsam nun gibt es Entspannung und man darf hoffen, dass sich das Leben für viele wieder erleichtert. – Dies wünsche ich allen Menschen und freilich auch dir…

...mit optimistischen Sonntagsgrüßen von
Syrdal
 

Gitte1709

Also mir hat nichts gefehlt. Ich hatte weder Einsamkeit,  noch Not, noch Zweifel  Angst oder gar Depressionen.

Meine Familie , meine Kinder, meine Enkelkinder waren da für mich wie eh und je. Warum sollten es auch anders sein?
Ich habe weder  das Vertrauen zu meinen Nächsten noch das Vertrauen zu mir selbst verloren.

Das einzige was ich mir sehnlichst wünsche ist,  dass dieses, mittlerweile unerträgliche Wort "Corona",  nicht mehr unsere täglichen Nachrichten in Medien und Fernsehen  füllt. 

Eine "Neue Zeit?".
Wir werden sehen, ob es die geben wird.
Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, dass viele Menschen darauf nur warten, und dieses Corona am Ende noch feiern werden,  wie der Neubeginn einer heiss ersehnten neuen Ära. 

 

Syrdal

@Gitte1709  

Viele kommen recht gut zurande mit den gegenwärtigen Einschränkungen, vor allem, wenn sich Kinder und Enkel um all das kümmern, was man selbst nicht tun kann oder meiden sollte. Aber es gibt auch viele Menschen, vor allem einsame ohne Familie in der Nähe, die sich schwer tun mit all diesen Veränderungen. Sie benötigen Hilfe, Zuspruch und Aufmunterung…

Das Wort „Corona“ wird uns erhalten bleiben… Jahre… immer und es wird lange Zeit die Nachrichten bestimmen, ob wir wollen oder nicht.
Und eine „neue Zeit“ wird es geben, denn nichts wird künftig noch so sein, wie es einst war. Wobei man über manches nicht unbedingt trauern muss. Aber:

Jedem Anfang liegt ein Zauber inne...“

...meint auch hier
Syrdal

 

Gitte1709

@Syrdal  

lieber Syrdal, Dankeschön für deinen Kommentar. 
Aber ich habe meine Kinder und Enkelkinder, die noch sehr klein sind, gesehen, ohne, dass ich ihr Hilfe hätte in Anspruch nehmen müssen. Wir haben uns gesehen, um uns nahe zu sein,  so wie schon immer.

Natürlich gibt es einsame Menschen, aber ich denke, dass sie auch vor Corona schon einsam waren. 
Ich verstehe nicht so ganz, welche erweiterte Einsamkeit durch Corona sonst noch entstanden ist, wenn wir sie uns dann nicht selbst auferlegt haben, aus grosser Angst vor Ansteckung und der Panik, in der viele geraten sind?

Und genau aus diesem Grund wird für diese Menschen das Wort Corona niemals vergessen sein, da gebe ich dir gerne  recht.
Angst und Panik werden Spuren hinterlassen.
Das ist die neue Zeit, die viele jetzt erwartet.
 

indeed

Lieber Syrdal,
Wir (meine Generation) sind bereits durch so einige Täler gegangen und teilweise auch durch sehr tiefe. Wir sind immer noch da. Das hilft mir daran zu glauben, dass auch unsere nachfolgenden Generationen es schaffen werden. Man sollte vielleicht mehr Vertrauen in sie setzen. Unsere Ängste würden ihnen überhaupt nicht helfen und alle müssen ihren eigenen Weg gehen. 
Ansonsten gehe ich mit lillii absolut konform. 
Ganz liebe Wochenendgrüße zu dir und genieße deine Erdenzeit so gut es eben geht.
Ingrid

 

Syrdal

@indeed

So ist es, liebe Ingrid, wir haben so manch tiefes Tal durchschritten und dennoch ging es lange Zeit – wenn auch langsam – immer ein wenig aufwärts. Freilich werden die etwas jüngeren Generationen auch ihren Weg gehen, auch wenn er mitunter dieses oder jenes Opfer abverlangt. Aber mit festem Gottvertrauen geht es immer weiter, bis...
...doch bis dahin bleiben wir froh und heiter und genießen jeden Erdentag, ob trübe oder sonnig.

Liebe Grüße schickt dir hoch in den Norden
Syrdal
 

kleiber

Lieber Syrdal ...

viel Gedanken werde ich mir nicht machen ...Denn es kommt wie es kommt...

Dann werde ich versuchen mich anzupassen ...und das "Beste" drauss zu machen!

Liebe Grüsse zu dir ...herzlich Margit

Syrdal

@kleiber

Es ist wohl so, liebe Margit, dass ein jeder seine ganz eigene Form findet, mit all dem „Auferlegten“ umzugehen und klar zu kommen.
Dass dir nur Gutes zukommt, wünscht dir

...mit lieben Grüßen
Syrdal
 

ladybird

Lieber Syrdal,

Du! Glaub' fest daran, es geht vorbei,
wach fröhlich auf aus der Kleingläubigkeit,
atme das Leben, entscheide jetzt frei
was du nun tun wirst in der neuen Zeit.

Danke für diesen, Deinen bereits vorbereiteten Vorschlag, für die "neue Zeit"...
bis dahin versuche ich zuversichtlich und optimistisch zu bleiben und manches mit Humor zu sehen und zu nehmen....siehe Foto:
IMG_20200428_165223.jpg
Mit Dank und Freude aufs "andere" Leben dann mal endlich ohne Mundschutz...
herzlichst
Renate

Syrdal

@ladybird

Liebe Renate, Humor ist ein guter Ratgeber in dieser etwas belasteten Zeit, in der wir uns erst zurecht finden müssen.
Aber toll: Du bläst frischen Wind durch die Türme des ehrwürdigen Doms, sozusagen den Odem des neuen Lebens. Ja, so muss man es angehen…

...lobt mit einem kleinen Schmunzeln zum Wochenende
Syrdal
 

Tulpenbluete13

Ja lieber Syrdal

ich bin nachdenklich- m einfachsten ist zu beantworten was mir am meisten gefehlt hat und noch gaaanz sehr fehlt:. Das sind zwei meiner Enkel die ich gar nicht sehen und spüren kann..
als Schutz für mich... die andren beiden habe ich zwar gesehen aber man durfte sich nicht "nahe" kommen... Das ist eine Quälerei..

Da meine Kinder beide in systemrelevanten (was für ein Wort) Berufen tätig sind ist die Gefahr einer Ansteckung natürlich immer latent vorhanden.

Das hat mich schon öfters traurig gemacht..vor allem weil auch die Ablenkung in sportlicher Hinsicht fehlte (Yoga, Zumba usw)so blieb mir nur das Laufen..

Ganz nebenbei habe ich im Haus und Garten so viel erledigt wie schon lange nicht mehr. Das was unter die Rubriok fiel: Was ich mal mache wenn ich viel Zeit (und im besten Fall auch noch Lust) habe....!!??

Ansonsten habe ich viel gelesen und Musik gehört.

Auf 2 Kurzurlaube musste ich verzichten (Du weißt es)..aber das hat mir so viel eigentlich nicht ausgemacht.

Was ich in der "neuen" Zeit mache? Wann kommt sie? Jetzt wo alles wieder gelockert wird?
Es wird nie mehr so sein wie es mal war. Die Lockerheit wird fehlen. Irgenwie wrd uns immer das Virus wie ein Damoklesschwert begleiten... aber vielleicht gewöhnen wir uns auch daran.??

Ich zähle mich zu den genügsamen Menschen: Ich habe es auch zuhause schön.. und ich habe ja auch ein Telefon...lach..und einen PC und ein Smartphone undundund...

Und ganz wichtig ich bin immer noch gesund und darüber bin ich sehr dankbar...
(sonst könnte ich jetzt hier gar nicht schreiben...grübel..)

Ja und deprimiert bin ich nur ganz selten.....aber ich ziehe mich an meinem Schopf wieder heraus...

Ich danke Dir für den Gedankenanstoß und wünsche Dir ein schönes Wochenende
ganz liebe Gruß
Angelika

Syrdal

@Tulpenbluete13


Liebe Angelika, es wird sich derzeit wohl ein jeder so seine eigenen Fragen stellen… so wie du ja auch. Aber zugleich schreibst du, wie gut du es hast mit einem schönen Heim, Garten, Telefon, PC und und und…
Freilich werden wir lernen, mit der veränderten Situation umzugehen. Wir lebten bisher ja auch mit vielen Viren und sonstigen Erregern, also wird es auch jetzt gehen. Es ist nun an uns, die Dinge realistisch zu erfassen, sie zu gestalten und neue Lebensformen zu finden.

Dass alle, die den Alltag ganz bewusst und aktiv in neuer Ordnung angehen, nunmehr darin auch eine lebendige Erfüllung erfahren, wünscht

...verbunden mit sonnigen Grüßen
Syrdal
 

lillii

All diese Fragen
muss ich sie stellen?
Zetern und Zagen ­­­-
können nur prellen!
Ich werd es wagen
will mich dem stellen
werde nicht klagen ;
denn Gottes Quellen
sprudeln für immer....
seh' Hoffnungsschimmer!

es kommt... wie es kommt...

mein  Gottvertrauen ist unbegrenzt.


denn ,...ich bin schon so häufig übriggeblieben... warum auch immer.. es muss ja einen Griund dafür geben

Gruß
Luzie

Syrdal

@lillii
 
...und mit weiterhin ungetrübtem Gottvertrauen wirst du auch jetzt „übrig bleiben“. Über den Grund muss man sich da nicht kümmern...

...meint mit Gruß zu dir
Syrdal
 


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