Weihnachten in S A C H S E N


Weihnachten   in  S A C H S E N

 
Wie in jeder Region von Deutschland wird natürlich auch bei uns in Sachsen
das Weihnachtsfest sehr besinnlich begangen.
Ich möchte euch gern ein wenig davon erzählen, macht es euch bequem,
trinkt ein Gläschen Glühwein und hört mir zu was hier in Sachsen
Tradition ist.
 
Ganz bekannt für die gelebte Weihnachtszeit ist das „Arzgebirg“, so nennt
man sich im Erzgebirge. Das Kunsthandwerk mit den Rachermänneln, den
wunderschönen geschnitzten Engeln, dem Herrnhuter Stern, den man auch
Weihnachtsstern nennt, ist im Erzgebirge ebenso zu Hause, wie der
berühmte Schwibbogen der überall dort im Fenster steht.
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Bereits  im Jahr 1740 hat man in Johanngeorgenstadt den ersten Schwibbogen
hergestellt und als Zeichen von Licht, Wärme und Geborgenheit
ins Fenster gestellt. Es ist die Tradition der Bergleute, und stellt einen
Lichterbogen da. Die aufgesetzten Lichter sind ein Zeichen dafür, das die
Bergleute immer Sehnsucht nach dem Tageslicht hatten.
Ich selbst habe einmal ein solches Bergwerk besucht und muss sagen,
die Arbeit dieser Bergleute ist sehr schwer gewesen. Es war nicht nur dunkel im Berg, sondern überall  eng und die Luft ist auch sehr schlecht gewesen.
Den Lichtschein der Grubenlampen kann man eher mit einer „Funzel“
vergleichen als mit einem hellen Licht.
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Wer noch mehr über das Leben der Bergleute  wissen möchte, dem empfehle
ich unter der Rubrik Erzgebirge nachzuschauen. Es gibt noch viel Interessantes
über diese sächsische Region, ich möchte jetzt aber über die Köstlichkeiten
aus unserem Sachsenland erzählen.
 
Dazu gehören neben dem Dresdener Christsollen auch der Pulsnitzer Pfefferkuchen. Der Christstollen hat seinen Ursprung in Sachsen.
Er sagt aus, hier ist das Christkind, es ist liebevoll in weiße Tücher eingewickelt.
Der Urstollen wurde erstmals im 13. Jahrhundert in Sachsen aus dem
Ofen gezogen. Erstaunlich dabei ist, das Rezept ist noch immer das gleiche
wie vor 700 Jahren. So habe ich es jedenfalls aus dem klugen Internet
heraus gelesen. Urkundlich erwähnt hat man ihn dann 1329 in Naumburg an der Saale. Dieser Ort Naumburg gehört heute allerdings zu Sachsen-Anhalt.
Der spätere sächsische Landesfürst hat dann beschlossen an jedem zweiten
Weihnachtsfeiertag zwei Christstollen  von zweieinhalb Meter Länge
und 36 Kilo Gewicht auf seinem Schloß in Empfang zu nehmen.
Sachsen konnte sich einen solchen Luxus leisten, denn es war ein reiches Land.
Als Hinweis möchte ich noch hinzufügen, das man in Sachsen protestantisch
gewesen ist.
In den katholischen Regionen im Süden von Deutschland wurde gefastet.
Es wurde mit gewöhnlichem Rübenöl gebacken. Das hat absolut nicht
geschmeckt. Endlich wurde  im Jahr 1470 die Nutzung von Butter für
den Strietzel, so heißt der Stollen nämlich in Sachsen, erlaubt und
das Weihnachtsgebäck von Sachsen wurde berühmt.
 
Auf dem Strietzelmarkt, dem Weihnachtsmarkt von Dresden,
transportiert ein Bäckermeister diesen berühmten Riesenstollen mit der
bekannten Länge von zweieinhalb Meter und einem Gewicht von 36 Kilo
für die Besucher zum Verzehr.
 
Ich wünsche nun alle einen Guten Appetit und freue mich,
wenn Ergänzungen zu meinem kleinen Bericht kommen.
 
weihnachtlich Grüße
schickt velo 79


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Kommentare (9)

Komet

Danke liebe Hanni für deinen schönen Bericht.
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Ich kann mich noch sehr gut an eine Zeit erinnern, wo es wenig Zutaten zum Stollen gab und trotzdem hat er mir immer wunderbar geschmeckt.
Mutter fertigte ihn zu Hause - mit den Mitteln die es gab - an und brachte ihn anschließend zum nächsten Bäcker in den großen Backofen. Trotz Krieg und anschließend Besatzungszone war es für uns Kinder eine schöne Zeit.
Wir kannten nichts anderes und waren mit den wenigen Dingen glücklich und zufrieden.

Mit lieben Grüßen und ein besinnliches Weihnachtsfest wünscht dir deine Ruth.

velo79

Danke liebe Ruth, ich freue ich, dass ich dir etwas Erinnerung
in deine Gedankenwelt bringen konnte. Ja, ich weiß es war schwierig mit
der Stollenbäckerei, aber trotzdem ist es irgendwie schön gewesen.

Bei mir zu Hause hat es keinen Stollen gegeben, aber dafür in
jedem Jahr ein "Westpaket". Hat man  von außen die Nase dran
gepreßt, ist Weihnachten schon toll gewesen.
Sprengelschokolade, Kakao und Apfelsinen sind immer im Paket gewesen.
Für uns Kinder war es ja das Wichtigste. Das sind meine Erinnerungen
an die Weihnachtszeit der 50iger Jahre.

Ich wünsche dir eine besinnliche
und stressfreie Weihnachtszeit
sowie einen guten Start ins Jahr  2019

Herhzliche Grüße schickt dir deine Hanni

ladybird

Herzlichen Dank für Deinen so lebensnahen Weihnachtsbericht Deiner Heimat
liebe Hanni,
und ich schließe mich unbedingt den Eindrücken von Kristine an. Wir haben dieses Bundesland öfters und gerne besucht.
Jetzt in der Adventzeit stehen hier (ich denke bundesweit) auf den Weihnachtsmärkten die Marktstände mit den prachtvollen Schnitzarbeiten aus dem "Arzgebirg" und in den Fenstern kann man die Schwippbögen bewundern, die von Jahr zu Jahr mehr wurden. Nicht zu vergessen sind die Pyramiden, die sich mit der Kerzenwärme sogar drehen.
Wo kommt  eigentlich der "Baumkuchen" her.? Ich erinnere mich daran, dass er sich ebenfalls im Weihnachtspäckchen befand, was uns noch damals aus der DDR geschickt wurde.
Dein "Weihnachten  in Sachsen" war ein Erlebnis zu lesen
mit Wünschen für ein schönes Fest und angenehme Feiertage
herzlichst
Renate=ladybird

velo79

Liebe Renate,

danke für die netten Gedanken zum Bundesland Sachsen.
Ich freue mich, dass du so nette Erinnerungen daran hast.
Man könnte wirklich meinen es ist das Weihnachtsland, was natürlich
so nicht stimmt, denn jede Region hat etwas besonderes.
Schreib mir doch einfach mal, was bei dir so alles in dieser Zeit passiert.

Übrigens herzlichen Dank für den Denkanstoß mit dem Baumkuchen,
vielleicht schreibe ich mal über die anderen Leckereien von
Sachsen. Allerdings ist der Baumkuchen in Sachsen-Anhalt zu Hause,
das habe ich herausgefunden, aber gewußt habe ich es nicht.

Ich wünsche dir und deiner Familie
angenehme Festtage, sowie einen schönen Jahreswechsel.

Herzliche Grüße Hanni/velo79

werderanerin

Ja, deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen...und ergänzen..., Sachsen ist ein sehr schönes Bundesland und vor allem auch sehr reich an Geschichte.
Man schaue sich nur im Zentrum von Dresden um..., die Kunstmuseen und die klassische Architektur der wunderschönen Altstadt und natürlich die neu erbaute Frauenkirche sind immer wieder eine Reise wert.

Hinzu kommen ja auch noch, die an der Elbe gelegenen Städtchen wie z.B. Pirna mit seinem restaurierten Markplatz und den umliegenden Häusern...aber auch die wunderschöne Sächsiche Schweiz mit den beliebten Orten Wehlen, Rathen und Bad Schandau.

Nicht zu vergessen das schöne Städtchen Meißen mit dem berühmten Porzellan und den umliegenden Weingütern !

Ja, Sachsen vereint wohl vor allem Kulturgeschichte und wunderschöne Natur ..., zahlreiche Schlösser und Burgen kann man besichtigen aber auch entlang der Elbe auf dem wunderschönen "Elberadweg" radeln und die Natur genießen.

Die vielerorts zu sehenden Schwibbögen sind wunderschön und machen das Weihnachtsfest sehr sinnlich...man kann hier garnicht alles  aufzählen...einfach mal hinfahren und anschauen !   Santa Claus

Kristine 

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werderanerin

LIebe Hanni,

natürlich kann ich hin und wieder den Köstlichkeiten nicht wiederstehen aber zum Glück bin keine "Süße"...bin eigentlich ein Mensch, der genau hinschaut und immer die Augen auf hat...es gibt soviel Schönes und das muss ich in mich aufnehmen ! Menschen gehören unbedingt dazu !

Danke für deine lieben Wünsche, auch dir alles Gute !

Kristine

velo79

Liebe Kristine,

danke für den herrlichen Schibbogen. Man hat das Gefühl, die Gestalten
dort werden gleich zum Leben erweckt. Vielleicht passiert es ja auch
in der Nacht vom 23.12. zum 24.12. hast du es schon mal 
überprüft? G R I N S!
Danke auch für deine Zeilen, mit den vielen Sehenswürdigkeiten von Sachsen, die du hier ansprichst.
Bist du eigentlich auch jemand der sich von den vielen Köstlichkeiten
verführen läßt?

Ich wünsche dir auf jeden Fall eine schöne Weihnachtszeit
sowie einen tollen Jahreswechsel. Beides im Kreis von ganz lieben
Menschen.

Herzliche Grüße schickt dir Hanni  

Elbstromerin

Danke für diese interessante Geschichtsstunde aus Deiner Heimat.
Auch Dir wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest mit all diesen Köstlichkeiten.
Elbstromerin

velo79

Danke für deinen netten Kommentar. Wenn ich diese Köstlichkeiten
genieße, werde ich an dich denken.

Ein angenehmes Weihnachtsfest und einen tollen
Jahreswechsel wünscht dir 
 
velo79/Hanni


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