Wind im Silberhaar

Ein warmer Wind
zaust mir mein Haar
und flüstert lind
von dem, was war.

Einst war ich jung,
ein heißes Blut,
voll Lust und Schwung
und Lebensmut.

Ging meinen Weg,
auch schmerzerfüllt.
Auf morschem Steg
in Schutz gehüllt.

Habe gelacht,
geliebt, gegeben,
vor Angst gewacht,
gespürt mein Leben.

Nun schau ich weiter,
träume leiser.
Mein Herz, noch heiter,
hofft nun weiser.

Sanft streift der Wind
durchs Silberhaar
und kost das Kind,
das ich einst war.


Rosmarie Schmitt
17.3.12


Anzeige

Kommentare (18)

heide Deshalb soll der einzige Kommentar, den ich mir hier erlaube abzugeben, folgender sein:

Rosemarie, Dein Aussehen erinnert mich stark an Gabriele Krone-Schmalz, wobei als Ergänzung die kleine Mephisto ‘Haarspitze‘, sozusagen als I-Tüpfelchen zum Gesamtbild, Dich fast noch liebenswerter erscheinen ließe. (Bitte wachsen lassen)

Toll siehst Du aus, sehr ausgefallen...

Beste Grüsse
von Heide
floravonbistram die uns zeigen, wie der Lebensweg war.
"und kost das Kind, das ich einst war"
Wir haben es noch in uns.
Liebe Grüße
Flo
2.Rosmarie Lieber Ramires,

du glaubst gar nicht, wie sehr mich dein Erscheinen hier freut! Und deine freundlichen Worte natürlich noch viel mehr!
Schließlich weiß ich, dass sie von einem Dichter mit goethischen Genen stammen.

Leider habe ich ewig gebraucht, bis ich das Bloggen im ST erfasst hatte und das Gedicht einsetzen konnte... Bei so etwas stelle ich mich total bescheuert an.

Momentan kann ich vor lauter realen Lebensanforderungen kaum hier hereinschauen. Also bitte, bitte nicht böse sein, wenn ich alles mögliche Wichtige verpasse!

Vielen lieben Dank!
Rosmarie
2.Rosmarie Liebe Caminito,

dass dir meine Taktwahl auffällt, finde ich toll! Vor allem, wie du sie interpretierst und empfindest!

Vielen lieben Dank!
Rosmarie
ramires Du weißt, wie ich Deine Dichtkunst schätze und das auch "multi-lokalisiert" kundgetan habe!
Nun tue ich es gerne zum wiederholten Male zu und über dieses Dein Gedicht. Schön ist´s zu lesen und nachzuempfinden... LG *Otmar*
Caminito Ein schwieriges Versmaß hast Du hier gewählt, um den Jahren ein Trotzdem entgegenzusetzen. Die Zweiertaktzeilen bewirken ein Vorandrängen, ein fast heiteres Lassen, und zeichnet den Hauch des Windes auf filigrane Weise nach.
2.Rosmarie Liebe Anjeli,

ja natürlich. Es schwingt sogar viel Wehmmut mit...
Aber ich freue mich immer noch an jedem neuen Tag und seinen wunderbaren Geschenken.

Viele liebe Grüße
Rosmarie
2.Rosmarie Liebe Margit,

für mich ist es eine große Freude, wenn jemandem mein Gedicht gefällt! Danke für deine lieben Worte!

Liebe Grüße
Rosmarie
anjeli über vergangenen Zeiten in deinem Gedicht mit.

Du bist ein anderer Mensch geworden, wenn auch weiser, aber die Gefühle bleiben.

Schön, dein in poesie gefaßter Rückblick und schöne Erinnerungen sind Balsam für die Seele.

anjeli
kleiber ...ich mag dein Gedicht...
schön hast du es geschrieben .

Liebe Grüsse zu dir Von Margit
2.Rosmarie Liebe Samti,

danke für deinen wohltuenden Kommentar! Mit dem Schwung ist das aber so eine Sache...

Ganz sicher geht dein Bedürfnis nach Dichtpause irgendwann vorbei. Aber wenn einen nichts umtreibt, dann kann das ja auch ein gutes Zeichen sein!

Liebe Grüße
Rosmarie
samti ja, auch mir gefällt dein Gedicht sehr gut. Deinen Schwung hast du dir auf jeden Fall bewahrt, dachte ich als ich es las. Frischer Wind im Blog. Es grüßt dich Samti, der z.ZT. nichts einfällt. Alles schon im Blog gespeichert
2.Rosmarie Danke, liebe Inge!
Ob ich wirklich mit mir im Einklang bin, kann ich nicht recht sagen. Aber ich bemühe mich jeden Tag darum. Außerdem liebe ich mein Leben...

Ich finde es erstaunlich, was sensible Menschen alles aus so einem Gedicht über die Verfasserin erkennen können! Einfach toll!

Liebe Grüße
Rosmarie
inge43 liebe rosemarie dein gedicht gefällt mir. es klingt so zufrieden und ausgeglichen. ich denke, du bist mit dir und deinem leben im einklang.
weiterhin alles gute wünscht dir ingrid
inge 43
2.Rosmarie Liebe Immergrün,

danke für deinen feinfühligen Kommentar! So wie du empfinde ich das Leben auch...

Liebe Grüße
Rosmarie
immergruen was wir sind, ganz gleich wie wir uns äußerlich verändern.
Früher spürten wir den Wind im Haar auf dem Motorrad oder im Cabrio, heute gehen wir zu Fuß. Aber der Wind ist der Gleiche und das Haar auch, nur ist es jetzt grau oder silbern oder kurz oder lang.
Ein schöner Rückblick und ein schönes Resümee.
immergruen
2.Rosmarie Danke, liebe Traute!
Ich freue mich riesig, dass dir mein Gedicht gefällt!

Liebe Grüße
Rosmarie
Traute Welch ein schönes wahres und trotzdem verschmitzt gesehenes Gedicht.
Das hat mir sehr gefallen, ich freue mich auf das Nächste,
von dir.
Mit begeisterten Grüßen,
Traute
Traute(Traute)


Eine Prämie für Dich!

Anzeige