Wintertraum

Klirrender Frost, früh wird es dunkel,
die Sterne am Himmel funkeln,
der Mond mit seinem hellen Schein
lädt zum Spazierengehen ein.

Rein und klar ist die Luft,
alles ist gefroren,
Menschen mit roten Nasen und Ohren,
warm eingepackt in Zwiebeltracht
geht es hinaus in die Winternacht.

Schnee auf Wiesen, Wegen und Feldern,
glitzerndes Weiß auch in den Wäldern,
Eis bedeckt den See,
meine Schritte knirschen im Schnee.

Weiße Flocken tanzen im Wind,
wirbeln durch die Luft geschwind,
fallen wie Federn sanft und leise,
bedecken die Erde in schützender Weise.

Still ist es weit und breit,
Bäume im weißen Kleid,
Häuser tragen weiße Mützen,
die gut vor Kälte schützen.

Mein Hund – Begleiter durch die Nacht,
ich fühle mich sicher, gut bewacht,
steckt die Nase in den Schnee,
schnuppert Hase oder Reh.


Nun zieht er an der Leine,
schneller werden meine Beine,
er will partout nach Haus,
die Wanderung ist aus.

Rasch in das warme Haus hinein,
bei Kerzenschein ein Wunsch
Zeit für Tee oder einen Punsch.
Frisch, mit rosigem Gesicht
natürliches Rouge,
besser geht es nicht,
werde ich ein Liedchen singen,
lasse so den Tag ausklingen.


MB Nov2014
Laurette63

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Kommentare (4)

Willy Ich muss zwar ohne Hund spazieren gehen, aber was ich fühle - ist deiner Beschreibung ähnlich.

b.G.
W.
uschipohl Hallo Laurette,

gern spazierte ich ein Stückchen mit dir mit

herzliche Grüße
uschi
ladybird den winterlichen Abendspaziergang, lies sich im warmen Sessel gemütlich lesen....doch schöner ist er ganz bestimmt draußen in der gefrorenen Natur, vor allem danach ist der heiße Tee doch genußvoller,
meint ladybird-Renate
APet ein sehr schön beschriebener Abendspaziergang mit dem Hund. Man geht grad mit, erlebt die Stille, hört das Knirschen im Schnee, spürt die Kälte im Gesicht. Oft habe ich das auch so erlebt.
Danke für das schöne Gedicht, Agathe

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