wird mein Warten belohnt


~


auch wenn ich nichts besitze

meine Statur nur noch zwergenhaft ist

so rage ich doch über euch hinaus

~

erkennt ihr meinen Namen

so tragt auch ihr mich im Herzen

wißt um meine Gesinnung

und ich werde ~ durch euch

zu neuer Größe gelangen

~

solltet ihr mich vergessen haben

aber Sehnsucht spüren

so findet ihr mich

unter dem Buchstaben „M“

im Buch der Liebe

dort stehe ich

nicht fettgedruckt

aber deutlich lesbar

zur Mitnahme bereit

~

warte auf euch

~

herzlichst
Menschlichkeit

~


( Urheberrecht Uschi Pohl )

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Kommentare (8)

uschipohl Hallo Elbstromerin,

manche leben scheinbar immer noch auf den Bäumen, denn anders ist ihr Verhalten kaum zu erklären...

Eine Hand reichen, ein Lächeln schenken, Mitgefühl zeigen, respektvoll miteinander umgehen, das alles scheint irgendwie in Vergessenheit zu geraten

traurig, traurig, traurig
würde Theo Lingen jetzt sagen


herzlichen Dank für deine Zeilen
uschi
ehemaliges Mitglied selten kleingeredet, dennoch oft zum Eigennutz verwendet.
Syrdal, ich stimme Dir in allem zu.
Tiere sind oft menschlicher als Menschen , das nehme ich in letzter Zeit sehr oft wahr.
Uschi, danke, an das Erinnern diesen Wortes, möge es seine Bedeutung nie verlieren.
Elbstromerin
uschipohl Hallo Mitmenschen,

ich schaue auf die Welt und was ich sehe, läßt mich schaudern. Es fehlt an vielem, aber am meisten haben die Werte gelitten. Wenn den Nachkommen nicht beigebracht wird, dass man eine gewisse Schwelle nicht überschreitet, dann wird es in der Zukunft kaum noch Menschlichkeit geben, denn sie ist jetzt bereits fast ausgestorben

~
der Weg zum Menschen
~

vom Tier zum Menschen

lang ~ der Weg

manch einer war zu schlapp

die ganze Strecke durchzusteh'n

verfehlt' das Ziel ~ ganz knapp

das letzte Stück

wo's Rücksicht gab

Liebe und Verstand

das wollten diese nicht mehr geh'n

und sie sich abgewandt

so kam es ~ wie es kommen mußt'

es wurde kalt auf Erden

denn um die Menschlichkeit zu sä'n

muß man erst menschlich werden

~

( Urheberrecht Uschi Pohl )


ich bedanke mich für eure feinen Gedanken
herzliche Grüße
uschi
Willy Ja, man kann nicht genug appellieren und die Hoffnung und Zuversicht nie aufgeben.

Und manchmal denke ich an B.Brecht;

Der Mensche wär' gerne gut
anstatt so roh
Doch die Verhältnisse
die sind nicht so ...

Lg
Willy
werderanerin welch ein "großes" Wort und es scheint, dass es in der heutigen Zeit so gar keine "Berechtigung" mehr hat.
Jeder ist sich selbst am wichtigsten, alles andere wäre eine Lüge !

Schauen wir uns doch mal um, es werden Kriege unerbittlich geführt und alle (!) schauen zu...welch eine Farce.
Aber nicht nur das, ist die Menschlichkeit in dieser Zeit viel zuoft einfach verschwunden, wird sie "ersetzt" durch Wegschauen, Gleichgültigkeit und Hass anderen gegenüber.

Was für eine kalte, eiskalte Welt ist das geworden...nur was kann man tun?
Vielleicht selbst nie die Liebe im Herzen verlieren, nie gleichgültig werden...das wäre schön.

Kristine
Tulpenbluete13 ich möchte mich Roxannas worten anschliessen. Für manche scheint es dieses Wort nicht zu geben. Und das ist sehr sehr traurig. Sehr treffend hat diesen "Zustand" auch Syrdal beschrieben-auch da kann ich mich nur anschliessen.Vielleicht kann man für sich selbst ein wenig mehr Menschlichkeit an den Tag legen indem man achtsam mit seinen Mitmenschen umgeht. Das ist sicher nur ein Tropfen auf den hessen Stein, aber wenn man im Kleinen nicht anfängt, kommt es bei den Grossen schon gar nicht an.
Danke für Dein Erinnern...
LG Angelika
Syrdal
Wir, die lebensgeprägten Alten, neigen beim Begriff „Menschlichkeit“ nur allzu gern und nahezu selbstverständlich zur guten Seite des zivilisierten Menschen, eben so, wie wir es gottlob zumeist in unserer unmittelbaren Lebensumgebung erfahren. Doch schaut man sich genau um, sieht man sehr bald enorm viel Unmenschlichkeit. Wieviele (meist alte) Menschen kramen in Abfallbehältern nach Verwertbarem, nach Pfandflaschen und anderen Dingen, wieviele Menschen sind obdachlos (und wirklich nicht immer selbstverschuldet!), wieviele Kinder leben in diesem reichen Land weit unter der Armutsgrenze, wieviele Alleinerziehende, Alte (Rentner), Arbeitslose und Sozialhilfebedürftige müssen die von Spenden abhängige Tafel in Anspruch nehmen, um zu überleben, Kinder von Hartz-IV-Empfängern erhalten pro Monat ganze 1.35 Euro (!) für Bildung, wieviele Pflegebedürftige vegetieren in unwürdigen Verhältnissen... ist das alles auch „Menschlichkeit“? – Aber die „schwarze Null“ ist dem ach so lautstark „menschlich“ denkenden Finanzminister einer christlich orientierten Partei heilig! Welch ein Zynismus! – Dabei werden Milliarden verschleudert für marode Banken, für die „Stütze“ verwirtschafteter EU-Länder, aber auch für meist blutjunge illegal Eingewanderte, die über Jahre und nicht selten auf Dauer „geduldet“ werden und mit tausenderlei Ausflüchten nicht abgeschoben werden... Und mehr noch: Die real existierende Umkehrung von Menschlichkeit hat sich in ihrer hässlichsten Form gezeigt im Zug nach Würzburg, am Einkaufszentrum in München, in der Fußgängerzone in Ansbach, zu Silvester auf dem Domplatz in Köln und ähnlich in vielen anderen Städten, in todbringender Weise in Paris, Madrid, London usw. und sie findet täglich statt in den Zuwanderungslagern, in die die Unmenschlichkeit mittelalterlicher Denkweisen importiert wurden... Ganz zu Schweigen von den Zuständen in den Ländern des nahen und fernen Ostens und anderer Regionen dieser Welt, z.B. in Afrika und Mittel- und Südamerika. – Wenn man ein wenig über den Begriff „Menschlichkedit“ nachdenkt, relativiert sich all das, was wir in edler Weise hierzulande darunter verstehen. – Beim Blick in die Welt scheint Georg Büchner leider nicht falsch zu liegen, wenn er in seinem Drama Woyzeck formuliert: „Der Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinab sieht!“ – Möge uns unser heiles Bild der Menschlichkeit erhalten bleiben und möge es sich in guter Weise überall in der Welt durchsetzen, wünscht
Syrdal

Roxanna an sie, die Menschlichkeit, kann nicht oft genug erinnert werden. In schöne Worte hast du das gefasst. Danke!

LG
Roxanna

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