Wo die Nordseewellen


An dem schönen Nordseestrand
auch im kühlen Herbst
lauf ich barfuss durch den Sand
in meinem Friesennerz.
Der raue Wind, die frische Luft,
und in der Nase den Nordseeduft,
auf meinen Lippen schmeck ich das Meer,
mich zieht es immer wieder hierher,
wenn Drachen in den Himmel steigen,
Surfer ihre Künste zeigen.
Ebbe und Flut wechseln sich ab,
dann geht´s mit Gummistiefeln durchs Watt,
bei Flut mit dem Schiff zu den Seehundbänken,
sollte man stets daran denken,
warme Kleidung ist hier Pflicht,
Kapuze auf, dann friert man nicht.

Ruhiger ist es hinter den Dünen,
Möwen schweben über dem Kamm.
Jetzt mit Schietwettertee verwöhnen,
denn meine Finger werden klamm.
In dem kleinen Friesendorf,
mit seinen reetgedeckten Häusern,
Boutiquen mit erlesenen Sachen,
da, wo die Betuchten Urlaub machen,
Hummer und Gänseleber verspeisen,
dorthin muss man gar nicht reisen.
Ein kleines Zimmer, gemütlich und rein,
ein gutes Frühstück, mehr muss nicht sein.

© C.G.

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Kommentare (9)

joan konnte ich Dein lebendiges Nordseegedicht entdecken,liebe Carola--ich bin sehr beeindruckt und werde es nachher nocheinmal lesen und dabei nocheinmal Bilder aus meiner Kindheit aufsteigen sehn "ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage" (Zueignung, Faust) Herzlich.Joan
elise52 gefällt es mir sehr gut an der Nordsee, dein Gedicht hat wieder das Fernweh
bei mir geweckt.

Danke und liebe Grüße Gerda

auch ich liebe die See...und habe Dein Gedicht mit einem Lächeln gelesen.

Lieben Gruß
Sigrun
Britt ist wirklich einladend. Es gibt ja Menschen, die sogar im Winter über Weihnachten Urlaub an der Nordsee machen. Der Kontrast zwischen Kälte und Wärme ist größer, die Beleuchtung ist anders und sicher gibt es erhebende Momente, wenn man müde nach einem langen Spaziergang sich ausruht bei einem heißen Tee mit Zucker und Sahne. Danke für das schöne Gedicht, für mich mit Erinnerungen verbunden, Britt
lotsin auch ich habe Dein Nordseegedicht in mir aufgenommen.Viele Jahre habe ich
meinen Urlaub,später auch viele Monate an der Nordsee NF verbracht.Auch im TV sehe ich
Gegende die ich kenne. Da nicht mehr hinzukönnen tut weh.
Schreib bitte weiter solche Gedichte.

LG Marion
ladybird ist haargenau, wie erlebt.Ein herrliches Gedicht, volles Lob aus Köln von Renate
wichtel danke, ....genau aus dieser Sehnsucht heraus ist das Gedicht entstanden.
Am liebsten würde ich ein paar Sachen packen und mir ordentlich den Wind um die Nase blasen lassen.
Liebe Grüße
Carola
meli da bekomm ich Sehnsucht nach Wind, Wasser und Weite.
Im nächsten Jahr vielleicht - es wird Zeit, Meer und Berge rufen ziemlich heftig in mir.
Es geht mir wie aghleh - Augen schließen, Sinne aktivieren, dann kann die Reise schon mal losgehen.
Danke für das schöne Gedicht
Liebe Grüße
dat Melilore
agleh ein wunderschönes Gedicht haste da geschrieben.
Wenn ich meine Augen schließe, kann ich alles vor mir sehen.
Lieben Gruß
agleh

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