zauberfee

Autor: ehemaliges Mitglied

zauberfee

im hohen grase saß malend der knabe
- sonnengelb, meeresblau, blutrot, algengrün -
waren seine liebsten farben

die klappergrasmücke sah neugierig
von exponierter warte aus luftiger höhe
im walnussbaum sitzend zu und
schmetterte beifällig

ununterbrochen schwatzend betrachtete
die gartengrasmücke das gelungene werk

liebesmelodisch pfeiffend gab die amsel
ihr gefallen kund
- sang vom liebestraum, der mit zarten strichen
von künstlerischer hand entstanden war

neben seinem werk lag schlafend
der knabe und der traum von der
zauberfee war wirklichkeit geworden

traumvergessen 14.06.2013

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Kommentare (3)

Bruno32 Wir schließen uns den Kommentaren an, denn du hast dieses Gedicht mit viel Fantasie und Gefühl geschrieben.

Danke und grüße Bruno und Tilli
Traute Ach wie oft geht es uns wie dem Knaben im Traum. All die Dinge die wir uns nicht wagen zu tun, weil wir uns nicht würdig genug finden, können wir im Traum. Selbst Fliegen.
Wir sind so in der Gemeinschaft eingebunden, die uns doch manches Tabu auferlegt, dass wir gar nicht probieren, ob wir in der Wirklichkeit zauberhafte Künstler sind und nicht nur im Traum.
So sehr achten wir die Sittenwächter des Anstandes und die für die Kunst. Ihr Spott-Urteil, oder Gehässigkeit, würde unser Selbstbewusstsein erschlagen.
So sehen wir weiter die Künste der Klassiker an und derer die sich wagen, Neues zu tun.
Wir sind dem schlafenden Knaben ähnlicher als wir zugeben.
Mit freundlichen Grüßen,
Traute
ehemaliges Mitglied Zeilen, lieber Gerd. Man fühlt sich mit verzaubert
und wie schön, dass der Knabe seine Zauberfee
gefunden hat.
Vielleicht hat er ja so eine schöne Rose
gemalt.
Für das schöne Gedicht sagt, DANKE

Monika


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