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Aktuelle Themen "Alte Menschen als Experten fürs Leben"

ehemaligesMitglied23
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Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von ehemaligesMitglied23
als Antwort auf olga64 vom 18.10.2010, 17:17:08
Erfahrung ist leider nicht alles , was gesammelt wurde, im Laufe eines langen Arbeitslebens. Es gibt oft viel Routine, die nicht gern hinterfragt wird.
" So haben wir das immer gemacht". Wie oft habe ich mich als junger Mensch darüber geärgert. Auch habe ich einige Male erlebt, wie ältere Arbeitnehmer Zusammenarbeit verweigerten oder gar boykottierten, weil sie Angst hatten, man säge an ihrem Stuhl.
Zur Erfahrung muß dann auch Aufgeschlossenheit für neue Techniken kommen und da hapert es leider oft.
stellamaris
olga64
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Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von olga64
als Antwort auf ehemaligesMitglied23 vom 18.10.2010, 17:43:06
So ist es. Für manche Menschen scheint es schwer zu akzeptieren zu sein, dass ihr Wissen irgendwann veraltet und - wenn sie nicht versuchen, es zu erneuern - nicht mehr gefragt ist. Dann lassen sie diesen Frust an jungen Leuten aus, für die man dann zur Lachnummer mutiert.
Auch der Punkt mit der Technik erstaunt mich immer wieder und zwar dann, wenn in diesem Forum ältere Menschen stolz auf sich sind, dass sie "jetzt mit dem Computer umgehen können" - dazu hatten doch alle seit Mitte der 80er Jahre Gelegenheit in ihren Betrieben. Haben die sich alle davor gedrückt (wurde dies akzeptiert?) oder was war da? Olga
Marija
Marija
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Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von Marija
als Antwort auf olga64 vom 18.10.2010, 18:03:45
@Olga

Es geht nicht nur um Wissen, es geht um Erfahrung um Arbeitsabläufe, um Know How -
es geht um Führung - meiner Meinung nach.
Auch Opas und Omas haben noch was in der Birne ................

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old_go
old_go
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Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von old_go
als Antwort auf olga64 vom 18.10.2010, 18:03:45
mit dem Computer umgehen können" - dazu hatten doch alle seit Mitte der 80er Jahre Gelegenheit in ihren Betrieben. Haben die sich alle davor gedrückt (wurde dies akzeptiert?) oder was war da? Olga

Olga mal wieder auf Einbahnstrasse unterwegs

olga64
olga64
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Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von olga64
als Antwort auf old_go vom 19.10.2010, 08:32:36
[b]Olga mal wieder auf Einbahnstrasse unterwegs

Frau Gudrun - Sie "massregeln" mich mal wieder - wie schon so oft - ich würde das Leben nur aus meiner Perspektive sehen. Warum nicht - daraus resultieren ja meine Erfahrungen.
Oft und oft schildern Sie dann im Gegenzug, wie es bei Ihnen verlaufen ist. Leider berücksichtigen Sie zu selten, dass es im Leben nur eine wirkliche Konstante gibt: tempi passati - in anderen Worten, alles ändert sich ständig. Dies ist auch richtig oder möchten Sie wirklich, dass wir auch heute noch in räudigen Pelzen, in Höhlen lebend und mit einer Keule auf Nahrungssuche gehen?
Faktum ist auch, dass bereits bei unserem Altersunterschied, der eine knappe Generation umfasst, die (insbesondere weiblichen) Leben anders gelebt wurden. Zu Ihrer "aktiven" Zeit konnten Sie nicht (wie ich) auf die Antibabypille zurückgreifen, die Ihnen eine echte Wahl ermöglicht hätte, wie Sie leben möchten. Diesen Vorteil hatte ich und habe ihn auch vollständig genutzt.
Bevor Sie also mit klischeehaften Beschimpfungen mir gegenübertreten, bitte ich Sie herzlich, diese Punkte mal einer ruhigen Prüfung zu unterziehen. Grazie - Olga
nasti
nasti
Mitglied

Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von nasti
als Antwort auf olga64 vom 18.10.2010, 17:17:08
Ich kann eigentlich nur meine Anstellung zum Arbeit zeigen für meine Kinder, die Situation am Arbeitsmarkt und die Unterschiede zwischen Ost und West sind sehr krass, kann ich kein Vorbild sein. Was betrifft die Technik da bin ich eine wenig interessierte, obwohl erlerne ich alles sofort, trotzdem.
Als junge Mädchen lehnte ich alle gewöhnlichen und bekannten Wege zum einen Arbeit ab. Nachdem ich die Akademie in Bratislava verlassen hatte aus Familien gründen, landete ich automatisch in Ostslowakei ohne Aufnahmeprüfungen an Philosophischen Fakultät University Safarika Presov mit einer verrückten Kombination-Bildenden Künste und Russische Sprache. Nach dem Studium sollte ich eine Lehrerin werden. Ich sagte sofort—ich werde nieeeee eine Lehrerin werden, aber eine Illustratorin in Zeitungen. Von Dozenten und Assistenten , und meine Studenten Kollegen ..alle bekamen Lachanfälle mit Lach Tränen in Augen, und verlangten das ich weiter erzähle---was ich werden möchte noch, damit Sie gut lachen können über mich und meine Phantasien!!!
Nach 9 Monate Lehrerin Zeit, wo ich mich als Professorin an Gymnasium sonnen könnte als Elitäre *ggg*, bekam ich ein Telegramm von einer Redaktion in Bratislava, das ich kann als Illustratorin und Zeitung Gestalterin arbeiten. Schon als Studentin habe mich persönlich vorgestellt in ca. 12 Redeaktionen, und in mehrere Zeitungen Illustrationen gemacht.
So war meine Lehrerin Zeit nach 9 Monate / ein totes Geburt *grins*) beendet für ewige Zeiten. In Deutschland könnte ich sofort an Uni unterrichten für ein Lohn wie ehrenamtliches was, hab ich sofort abgelehnt, Status - Establishment interessierte mich nie einmal, was nur meine Kinder bereuen, ich nicht. Wäre ich schon lange in Rente, und eine gemobbte brrrr
So bin ich immer noch eine aktive, obwohl ich Rentnerin bin, nur als eine Arbeitswütige kann ich für meine Kinder aus Beispiel sein, und das bin ich auch.


Nasti


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hugo
hugo
Mitglied

Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von hugo
als Antwort auf olga64 vom 19.10.2010, 16:01:32
Zu Ihrer "aktiven" Zeit konnten Sie nicht (wie ich) auf die Antibabypille zurückgreifen, die Ihnen eine echte Wahl ermöglicht hätte, wie Sie leben möchten. Diesen Vorteil hatte ich und habe ihn auch vollständig genutzt. (olga)

und ?? olga ?? biste auch gaaaanz gaaanz sicher, das die Pille bei Dir absolut nix Bleibendes hinterlassen hat ?

hugo
schorsch
schorsch
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Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von schorsch
als Antwort auf olga64 vom 18.10.2010, 18:03:45
@: "...dazu hatten doch alle seit Mitte der 80er Jahre Gelegenheit in ihren Betrieben. Haben die sich alle davor gedrückt (wurde dies akzeptiert?) oder was war da? Olga..."

Das meinst du vielleicht - oder versuchst du es nur, uns einzureden, um uns ein schlechtes Gewissen zu bauen?

Du scheinst immer wieder zu vergessen, dass es nicht nur Privilegierte - wie dich zum Beispiel? - gab, sondern solche Menschen, die vor lauter Arbeit und Sorgen um die Familie und das Morgen, gar keine Zeit, Geld und Gelegenheit hatten, sich um Computer & Co zu interessieren.
olga64
olga64
Mitglied

Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von olga64
als Antwort auf schorsch vom 20.10.2010, 13:29:12

Du scheinst immer wieder zu vergessen, dass es nicht nur Privilegierte - wie dich zum Beispiel? - gab, sondern solche Menschen, die vor lauter Arbeit und Sorgen um die Familie und das Morgen, gar keine Zeit, Geld und Gelegenheit hatten, sich um Computer & Co zu interessieren.[/quote]

Seit wann ist jemand privilegiert, der sich darum kümmert, seine (Aus)-bildung stets auf den neuesten Stand zu bringen? Akzeptierten es früher die Betriebe wirklich, dass ein Mitarbeiter sich zuerst um die Sorgen in seiner Familie kümmert und dann um die Belange in der Firma, die ihn immerhin bezahlt? Computer werden in deutschen Betrieben seit Mitte der 80er Jahre eingesetzt und zwar in allen Abteilungen (auch in Produktionen usw.). Olga
Re: "Alte Menschen als Experten fürs Leben"
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 20.10.2010, 16:03:04
Es stimmt nicht ganz, dass alle seit Mitte der 80-er Jahre in ihrer Firma Gelegenheit hatten, den Umgang mit einem Computer zu erlernen.

Bei mir war es z.B. 1981. Mit sind Firmen bekannt, die erst in den 90-er Jahren PCs angeschafft haben, und - das allerletzte - im Jahr 2000 Umstellung auf Computer! So fortschrittlich sind wir dann doch wieder nicht in Deutschland

Es gibt auch Berufe, die bis vor wenigen Jahren nie etwas mit PCs am Hut hatten, das sind dann eben die Rentner, die sich später Computerkenntnisse aneignen. Und darauf, finde ich, können sie wirklich stolz sein!!

Es gibt durchaus Menschen, die schon im Alter von etwa 50 Jahren keine Lust mehr haben, Neues zu erlernen.

lg
spatzl

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