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Aktuelle Themen Bestimmen die Rentner bald die Politik?

EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf seewolf vom 12.04.2008, 04:13:56
[quote=seewolf]Ich habe den Eindruck, daß hier KEINER auch nur einmal versuchen möchte, so ganz folgerichtig 1 und 1 zusammenzurechnen. Weil: wenn - dann könnte jeder heute nachvollziehen, was bereits in den 80ern von ernstzunehmenden Leuten veröffentlicht wurde.

Ich wills mal noch etwas deutlicher machen.
Ich habe den eindruck daß die meisten hier immer wieder und wieder mit dem kopf gegen die wand rennen und schreien ich will raus, obwohl der ausgang seitlich neben ihnen oder hinter ihnen liegt.
Wenn etwa 25 mio sozialversicherte beschäftigte mit ihren beiträgen und dem anteil der arbeitgeber die rente für ca 20 mio rentner aufbringen sollen, dann müßte auch dem des rechnen und denkens nur beschränkt fähigem langsam dämmern, das da etwas nicht mehr aufgehen kann.
Und wenn jetzt schon ein riesiger milliardenbetrag aus dem staatshaushalt aufgebracht werden muß, der sich jahr um jahr erhöht, um die rentenzahlungen und auch noch so geringe rentenerhöhungen finanzieren zu können, dann ist das kein dummes gequatsche wenn sich gestandene leute damit beschäftigen und vor den folgen warnen.
Insofern sind alle diskussionen über eine notwendige reformierung, wie auch immer, erstmal diskussionswürdig.
Und insofern ist jede forderung nach ich will mehr rente
egal wie und woher erstmal nicht sehr innovativ.

--
gram
pharaox
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von pharaox
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 12.04.2008, 09:07:55
Entschuldigung Gram,

dass ich nicht lesen kann! Aber Du scheinst nicht richtig hingeschaut zu haben! Denn
[Wieviele Milliarden sind denn von dem teuer erarbeiteten Geld zweckentfremdet verwendet worden? Warum müssen denn Politiker und Beamte nicht in die Rentenkasse einzahlen?]
das wollte ich damit herausarbeiten, nicht den Humbug eines Exbundespräsidenten, den er so von sich gibt, obwohl es ihn doch gar nicht betrifft! Vielleicht hilft ja eine neue Brille.
Denn, dass eine Rentenreform unausweichlich ist, wird nicht nur am demografischen Faktor deutlich und ist unumstritten.
Da gebe ich Pea schon recht, es macht wütend und Niederrhein trifft den Nagel auf den Kopf!
Und lieber Seewolf [Weiterschlafen: weitermeckern: weitermachen wie bisher, liebe Mitbürger/Innen (wie muß man eigentlich heutzutage Transsexuelle ansprechen, um das Gleichbehandlungsgesetz zu befolgen?]
will doch gar keiner, da legst Du aber niedrige Maßstäbe an!

pharaox
silhouette
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf EehemaligesMitglied58 vom 12.04.2008, 09:07:55
Die Bilanz könnte vielleicht nochmal zurecht gebogen werden, wenn die 25 Millionen Beitragszahler einen gewaltigen Produkivitätszuwachs aufbrächten. Seit dem Beginn der Industrialisierung war die Produktivität entscheidend, d.h. die Qualität der verrichteten Arbeit, und nicht die Quantität des Produkts oder der Arbeitskräfte.

Produktivität und Qualität setzt eine Spitzenleistung und somit eine überragende Bildung voraus. Gibt es die noch bei uns? Denn Massenarbeit leisten längst andere viel billiger. Wann hat Deutschland eigentlich begonnen, Spitzenleistung im Bereich Bildung und Forschung zu vernachlässigen? Als es hieß, Chancengleichzeit für alle, ohne dass dafür mehr Anstrengungen unternommen wurden als eine stufenweise Nivellierung nach unten?

Da haben wir doch wieder die schon öfter diskutierte Misere!
--
silhouette

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silhouette
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf pharaox vom 12.04.2008, 11:06:34
Schimpfst du nicht auch, und zwar über die Zweckentfremdung aus einer früheren Zeit? Die Empfänger dieser Sozialleistungen sind immer noch da und bekommen diese Leistungen noch immer. Wieviele Beitragszahler haben sie mitgebracht, als sie unter das Dach unserer Sozialsysteme aufgenommen wurden?
--
silhouette
pharaox
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von pharaox
als Antwort auf silhouette vom 12.04.2008, 11:13:51
Es kann doch nicht sein, dass jeder Politiker und Beamte sich aus dem großen Topf bedient, ohne etwas hinein zu tun! Das kann auch das beste Rentensystem nicht verkraften und das war schon immer so!

pharaox
silhouette
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf pharaox vom 12.04.2008, 11:22:46
Nein, Pharaox. Wenn Beamte und Politiker ganz doll bescheiden würden, wäre das Problem längst nicht gelöst. Ich habe in meiner Antwort auf deinen letzten Beitrag etwas ganz anderes angesprochen.
--
silhouette

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eko †
eko †
Mitglied

Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von eko †
als Antwort auf pharaox vom 12.04.2008, 11:22:46
Zitat pharaox:

"Es kann doch nicht sein, dass jeder Politiker und Beamte sich aus dem großen Topf bedient, ohne etwas hinein zu tun! Das kann auch das beste Rentensystem nicht verkraften und das war schon immer so!"

@ pharaox:

Ich würde Dir raten, Dich einmal näher mit der Beamtenbesoldung zu befassen, dann würdest Du garantiert keinen solchen Schrott mehr schreiben.

Und was die Politiker angeht, so würde ich mich - wäre ich ein solcher! - gegen diese unsachlichen Anwürfe mit allem Nachdruck verwehren. Ein Politikerleben ist kein Honiglecken, vor allen Dingen, wenn man sich solchen saudummen Vorwürfen ausgesetzt sieht. Und wegen der paar schwarzen Schafe, die es unter Politikern genauso gibt wie überall im Leben (sogar hier im ST!) braucht man ja nun wirklich keinen solchen Aufstand zu machen und alles über einen Leisten ziehen wollen.

Ich bin übrigens kein Beamter, wohl aber mit einer solchen verheiratet.
--
eko
pea
pea
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von pea
als Antwort auf eko † vom 12.04.2008, 11:59:52
Ein Politikerleben ist kein Honiglecken...
geschrieben von eko



Aber Mitleid sollte nicht aufkommen,
die wirklich Cleveren schaffen es in die freie Wirtschaft,
den anderen bleibt Freibier an der Basis und diversen kalten Buffets.


--
pea
eko †
eko †
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von eko †
als Antwort auf pea vom 12.04.2008, 12:11:49
@ pea:

Bitte nicht gleich alles ins Negative verdrehen, ja! Geh doch mal eine Woche lang mit einem Politiker und betrachte Dir sein Leben.

Das hat doch nix mit Mitleid zu tun!!

Und was hat dass alles mit Cleverness zu tun? In den ganzen Nachkriegsjahrzehnten hat es schon immer Fluktuationen gegeben. Mal ins Beamtentum, mal in die freie Wirtschaft. Das ginbg immer mal hin und mal her.
--
eko
hafel
hafel
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Re: Bestimmen die Rentner bald die Politik?
geschrieben von hafel
als Antwort auf arno vom 11.04.2008, 10:57:25
Eine kriegerische Wortwahl zur Beschreibung dieses Generationenkonflikts ist sicherlich (noch) unangemessen. Aber dass es Interessenkollisionen zwischen Rentnern und Erwerbstätigen gibt und geben wird, die in Zukunft eher noch zunehmen werden, ist äußerst wahrscheinlich. Jeder der einigermaßen 1 + 1 addieren kann weiß, dass spätestens wenn die „Baby-Boomer“, also die in den 50er und 60er Jahren Geborenen, im Ruhestand sind, sich die deutsche Bevölkerungspyramide auf eine Art und Weise verschoben hat, die bisher historisch beispiellos ist. Spätestens dann dürfte auch die heftige Kritik, die an Roman Herzog für seine Warnungen entgegenschlagen, verblassen. Mit welcher harten Wortwahl haben Seniorenvertreter den jungen Bundestagsabgeordneten Jans Spahn für seine Kritik an der außerplanmäßigen Rentenerhöhung abgestraft, kann erahnen, was alles noch kommen kann.

Dabei liegen die Ursachen darin, dass die heutigen Systeme nur zum Teil funktionieren, weil sie mit ungedeckten Schecks auf die Zukunft arbeiten. Deshalb sind auch Lösungen mit Parteien, die leichtfertige Abhilfe versprechen und dazu keine Kostendeckung vorlegen, absolut unbrauchbar. Das gilt ebenso für die Pflegeversicherung und Gesundheitsreform. Unsere Staatsverschuldung ist das Ergebnis einer Politik, die sich seit Jahrzehnten mehr an dem kurzfristigen Wahlerfolg, als an langfristiger Stabilität orientiert. Wieder sind Parteien auf Wählerfang, die nur kurzfristig dem Wähler Wohl versprechen, ohne jegliche Kostendeckung. Die Sparappelle vom Minister P. Steinbrück will wieder keiner im Parlament, wie in der Bevölkerung, hören. Jeder will nur mehr haben. Nur was ich ausgeben will, muss ich auch an anderer Stelle eingenommen haben, eine Regel, die sich mir jeden Tag im Supermarkt stellt.

Unsere Generation wird es nicht mehr erleben, aber bereits unsere Kinder werden sich die Augen wischen.
Es hilft uns nicht weiter, wenn wir hier einzelne Politiker beschimpfen. Wir müssen das marode und veraltete Rentensystem vollkommen umbauen. Das wäre eine hervorragende Aufgabe für die Große Koalition, die dafür die Mehrheiten für die Durchsetzung schaffen könnte. Ein neues Rentensystem, wo alle Berufsgruppen gleichmäßig einzahlen und daraus eine Grundversorgung erhalten. Diese Aufgabe, wo auch Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Beamte und und und, mit einbezogen werden, wird großen Widerstand der Betroffenen hervorrufen und benötigt viel politische Überzeugungskraft und Mut. Aber nur so, wird es eine gerechtere Verteilung der Renten- Ressourcen geben. Alles Andere wäre zu kurz gesprungen. Alles Andere ist Jammern am falschen Fleck.

Natürlich, und das steht außer Frage, hat sich unsere Generation einen erträglichen Ruhestand erarbeitet und somit auch verdient. Ein Leben lang wurde von dieser Seniorengeneration hart gearbeitet. Das wird zumindest von mir nicht bestritten. Aber unsere Kinder arbeiten auch hart! Unter ganz anderen Bedingungen als wir, mit der Angst um Arbeitslosigkeit und sehr einschränkenden Maßnahmen am Arbeitsplatz und zum Teil menschenverachteten Kontrollen. Auch sie haben nach Beendigung ihres Arbeitslebens das Recht auf eine erträgliche Rente und Altersversorgung!
Wir Senioren sollten nur einmal richtig zuhören, wenn unsere Kinder aus ihrem Arbeitsalltag erzählen. Wir haben noch unter weit erträglicheren Bedingungen unsere Brötchen verdient.

--
hafel

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