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Aktuelle Themen Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?

miriam
miriam
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Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von miriam
als Antwort auf karl vom 16.08.2009, 19:24:41
Sehr bedauerlich finde ich es Karl, dass du im Beitrag von Roxanne (die ich herzlich begrüße), nicht die Möglichkeit eines neuen Kurses dieser Diskussion erkannt hast.

Roxanne hat in Libanon gelebt - und als ich dies gelesen habe, hoffte ich auf Ansätze einer Diskussion so zu sagen stellvertretend, da ich ja, wenn auch nicht Israelin, doch längere Zeiten in Israel immer wieder verbracht habe. Wenn schon ein Dialog, ein richtiger Gedankenaustausch mit einem Araber hier nicht möglich war, dann wäre es doch interessant gewesen Informationen aus erster Hand zu bekommen von zwei die nah daran waren.

Ich bin selber ziemlich ratlos zur Zeit - und denke fast, dass die einzige Möglichkeit die uns bleibt diejenige vielleicht sei, eine Pause nun einzusetzen. Hier fortzufahren wird m.E. nichts bringen.

Wenn ich eine Pause nun als Notlösung vorschlage, dann aber bitte ohne der Schließung von Themen oder sogar Sperrung von manchen Usern.
Diese Maßnahmen haben nichts anderes, als eine Verhärtung der Fronten gebracht - da wo eigentlich Fronten mir sogar unlogisch und überflüssig erscheinen.
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miriam
karl
karl
Administrator

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von karl
als Antwort auf miriam vom 16.08.2009, 19:56:49
Aber Miriam,


Du hast doch gerade versucht, dieses interessante Thema zu schließen. Ich habe mich übrigens nicht von Roxanne provozieren lassen, sondern ich hatte einige Gedenkminuten an meinen Vater eingelegt und wieder sehr viel Trauer über den Verlust dieses Menschen empfunden. Der Kontrast der realen Existenz meines Vaters zu dem, was angelottchen versucht hat in die Welt zu setzen, hat mich verbittert. Es fehlt nur noch die Frage, ob ich mein Bild vom Vater auch beweisen könne. Nein, Roxanne wollte ich nicht so verbittert antworten. Sorry.
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karl
adam
adam
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 16.08.2009, 21:48:36
karl

Drei Tage ohne ST taten mal wirklich gut. Das lenkt von dem immer gleichen Larifari ab. Leider finde ich mich danach mit Gesamteuropa auf der Couch des Psychoanalytikers wieder. Diagnose von Dir, Karl: Unterschwelliger, snobistischer Rassismus, aufgesogen mit der Muttermilch. Individuelle Schuldzuweisungen? Neeiiiin! Du machst das pauschal! Alle ab auf die Couch! Schau einer an!

Weißt Du, was es für ein Gefühl ist, sich als Windmühle zu fühlen? Es kitzelt!))

Erspar es mir, Dir etwas über Rassismus und Muttermilch zu berichten. Du würdest Dich umgucken.

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adam

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miriam
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Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von miriam
als Antwort auf adam vom 17.08.2009, 10:21:36
Diagnose von Dir, Karl: Unterschwelliger, snobistischer Rassismus

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adam
geschrieben von adam


Hallo? Ich glaube, dass ich mich verirrt habe...
Wo geht es denn hier zum unterschwelligen, snobistischen Rassismus?



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miriam

karl
karl
Administrator

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von karl
als Antwort auf miriam vom 17.08.2009, 13:01:31
Tja, für diese Wortschöpfung ist allein adam verantwortlich. Ich weiß von Patienten, die ich kenne, dass eine Analyse sehr weh tun kann.
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karl
adam
adam
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Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 17.08.2009, 13:04:40
Ich kann die Aufregung nicht ganz verstehen. Es geht die ganze Zeit um rassistische Vorwürfe.

Das ist tief in unseren Hirnen eingebrannt, das merken wir eventuell gar nicht mehr. Wir haben diesen europäischen Snobismus mit der Muttermilch aufgesaugt.
geschrieben von karl



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adam

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miriam
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Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von miriam
als Antwort auf karl vom 17.08.2009, 13:04:40
Nun Karl, Adam habe ich nicht gemeint - er brachte ja nur auf dem Punkt, das was du einigen von uns hier tatsächlich mehr oder weniger offen - oder auch unterschwellig, vorwirfst: und das ist doch immer wieder Rassismus.

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miriam
karl
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Administrator

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 17.08.2009, 13:11:14
@ adam,


ich habe versucht, die Aggressionen aus der Diskussion herauszunehmen und zum Nachdenken anzuregen. Erlaubt? Es mag ja sein, dass Du findest, die Kolonialgeschichte hätte in unseren Köpfen keine Spuren hinterlassen. Das ist dann deine Einschätzung, aber nicht die meine. Gut ist, dass hier vielleicht einige zu denken anfangen, auf alle hatte ich sowieso nicht gehofft.
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karl
karl
karl
Administrator

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von karl
als Antwort auf miriam vom 17.08.2009, 13:11:52
@ miriam,


ob Du es Dir vielleicht nicht doch zu bequem machst mit Deinem Gegenvorwurf? Hälst Du Dich wirklich für immun gegenüber frühkindlichen Prägungen? Bemerken Du oder andere überhaupt noch, dass ich voller Absicht von "wir" rede und somit mich einschließe? M. E. ist es zu erwarten, dass die Haltung abwehrend ist, wenn Tabus angesprochen werden. Ich bin deshalb über die Reaktionen nicht überrascht. Eher fand ich schon bemerkenswert, dass anderen ganz ähnliche Gedanken gekommen sind wie mir (s. z. B. Wölfins Mann auf Seite 1).

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karl
miriam
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Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von miriam
als Antwort auf karl vom 17.08.2009, 13:22:12
Mir kannst du wirklich allerhand vorwerfen Karl, vielleicht hat manches auch mit der frühkindlichen Prägung zutun. Obwohl ich mir bewusst bin, wie privilegiert ich diesbezüglich gewesen bin.
Was später dazu kam und nicht immer als glorreich bezeichnet werden kann, ist eher auf dem eigenen Mist gewachsen - und auf dem treiben bekanntlich manchmal auch seltsame Blüten.

Es geht aber hier um etwas anderes: um den Vorwurf des Rassismus - und da reagiere ich halt sehr empfindlich. Warum? Weil mich dieses Land mit viel Toleranz oder Akzeptanz aufgenommen hat - obwohl wahrscheinlich einiges sehr fremdländisch erschienen ist.

Ich wurde fast nie mit Antisemitismus konfrontiert - Akzent auf fast.

Betroffen haben mich aber manche Beiträge von Abdu gemacht - und ich hoffe, dass einige hier ein wenig hinter die wiederholten Anspielungen auf zionistische Einflüsse, das häufige Abqualifizieren mittels des Stempels ZIONISTISCH, nachgedacht haben.

Eine Diskussion über einen User der sich verabschiedet hat, möchte ich natürlich nicht führen.
Leider bietet sich aber das Thema der Prägungen und was dahinter steckt dazu, es kurz zu erwähnen.

Freundliche Grüße

Miriam


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