Aktuelle Themen Broder vs. Augstein

hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Wann ist eine Argumentation rassistisch?
geschrieben von hinterwaeldler
Das Thema kann als beendet gelten: http://www.sueddeutsche.de/medien/nazi-vergleich-broder-entschuldigt-sich-halbherzig-bei-augstein-1.1571371

Wir können uns lediglich darüber unterhalten, weshalb Broder auf diesen ausgemachten Dummfug kam. Er sagt selbst:
Sein lapidarer Kommentar: "Das war vollends daneben."

"Jakob Augstein ist weder ein kleiner noch ein großer Streicher, er verlegt nicht den Stürmer, sondern den Freitag, er ist verantwortlich für das, was er heute macht, und nicht für das, was er in einem anderen Leben möglicherweise gemacht oder nicht gemacht hätte." Er habe solche Dramatisierungen bei anderen immer kritisiert, schreibt Broder. "Und nun bin ich in dieselbe Falle getappt. Dafür entschuldige ich mich. Und nur dafür."
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

[off topic]
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf marina vom 12.01.2013, 22:25:52
@marina

...oder "pecado" wird einfach wieder ausgewechselt.

:)

@hinterwäldler: doppelt hält besser

:)
adam
adam
Mitglied

Re: [off topic]
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 13.01.2013, 09:38:11
Naja dutch,

jetzt fehlt nur noch eine entsprechend milde Antwort von J. Augstein, im Sinne von "daß er die Empfindlichkeiten ja verstehe, aber.....!" und zwischen den beiden ist alles wieder im Lot.

Was mir an derartigen Diskussionen nicht gefällt ist, daß sich die wirklichen Rassisten nun wieder beruhigt zurücklehnen und sich im Windschatten der Israelkritik neu formieren.

Deshalb ist Abstand schaffen dringend erforderlich und der wird erreicht durch Vermeidung von Einseitigkeit.

--

adam

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hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: [off topic]
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf dutchweepee vom 13.01.2013, 09:38:11
Richtig, das eine war der Spiegel, das andere war die süddeutsche. Wer hat nun von wem abgeschrieben?
karl
karl
Administrator

Einseitigkeit?
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 13.01.2013, 10:04:26
Guten Morgen Adam,

wieder gehst Du bei dem Konflikt Broder vs Augstein von symmetrischen Grundvoraussetzungen aus. Das ist aber falsch. Auch wenn sich der Verleumder halbherzig entschuldigt, bleibt es ein verwerflicher Vorgang - und Du selbst stellst schon wieder den Bezug zur Israelkritik her, der den Antisemiten Windschatten biete. Willst Du also auch jegliche Israelkritik tabuisieren?

Menschenrechte gelten auf allen Seiten und wenn Palästinenser sie verletzen gehören sie angeprangert und wenn Israelis Unrecht begehen, ist es ebenso eine Pflicht, dies nicht zu verschweigen.

Zivilcourage bedeutet, sich nicht einschüchtern zu lassen von den Denunzianten.

Einseitigkeit herrscht vor, wenn Palästinenserkritik frei gegeben ist, aber bei Israelkritik die Schere kommt.

Karl
adam
adam
Mitglied

Re: Einseitigkeit?
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 13.01.2013, 10:16:23
Willst Du also auch jegliche Israelkritik tabuisieren?
geschrieben von karl


Guten Morgen,

nein, auf keinen Fall will ich, daß Israelkritik tabuisiert wird. Ich will, daß sie sich abgrenzt zu einseitigen Stellungnahmen, Verschweigen von Tatsachen und Theorien, die nicht haltbar sind.

Auch auf den Stil der Diskussion kommt es an. Es wird sich empört über die "Keule" Antisemitismus, es aber ganz gelassen akzeptiert, daß Diskutanten, die auch Kritik an der palästinensichen Politik üben, mit der Keule "islamophob" traktiert werden und auch schon als Rassisten beschimpft wurden.

Was mich anbelangt, wurde ich in diesem Forum schon dutzende Male als rassistischer, islamophobischer Lemming beschimpft, also als menschenverachtende, geisteskranke Wühlmaus. Dagegen hat sich bis heute kein Israelkritiker gewandt. Von mir, als Kritiker beider Parteien, wird aber verlangt, daß ich pauschal die Glucke für jede Israelkritik mache?

Es würde Zeit, auch darüber nachzudenken, anstatt jetzt eine Niederlage Broders zu feiern, die natürlich auch Rassisten wieder aus ihren Löchern krauchen läßt. Auch wenn Broder sich entschuldigt, wenn Israelkritik selbstverständlich erlaubt war, ist und bleibt, ist das noch lange kein Persilschein dafür, in alte Einseitigkeit zurück zu fallen.

--

adam

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Marija
Marija
Mitglied

Re: Einseitigkeit?
geschrieben von Marija
als Antwort auf karl vom 13.01.2013, 10:16:23

Zivilcourage bedeutet, sich nicht einschüchtern zu lassen von den Denunzianten.

Einseitigkeit herrscht vor, wenn Palästinenserkritik frei gegeben ist, aber bei Israelkritik die Schere kommt.

Karl
geschrieben von karl


So sehe ich das auch.

Aber. Karl,

Zivilcourage zu zeigen und zu bewahren, das erfordert unglaublichen Mut.
Und die Geschichte ist voll von Menschen, die für diesen Mut geopfert wurden.

Die Frage ist doch, wird eine berechtigte Kritik überhaupt als Kritik wahrgenommen, oder ist sie in den Augen des Gegenüber bereits Defätismus, irgend eine - phobie, ein - hass oder ein -ismus negeativster Art.

Ich persönlich bin es leid, hier im ST als "xyz" bezeichnet zu werden und bin nicht mehr willens meine Nerven zu strapazieren.

Die Absichten Broders waren klar.
Der thread war provokant angelegt.

Die Absichten pecados waren mir schon immer durchsichtig, und ich
hatte dich bereits vor zwei Jahren darauf angesprochen.

Marija
karl
karl
Administrator

Re: Einseitigkeit?
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 13.01.2013, 10:57:22
Das Abgrenzen zu einseitigen Stellungnahme ist ok, adam. Ich bin dabei! Ich habe mich leider im Kampf gegen islamophobe Tendenzen hier im ST ziemlich oft allein gelassen gefühlt und hätte dort auch auf mehr Unterstützung gehofft.

Sagen wir der Einseitigkeit an allen Enden den Kampf an, sehen wir Einseitigkeit nicht immer nur bei den anderen! Ich weiß, das ist eine schwierige Übung, aber es ist möglich, nicht nur den Splitter im Auge des anderen zu erkennen.

@ marija,

trotz der Schwierigkeiten, es bleibt mir keine andere Wahl. Ich werde hier ausharren.

Karl
sammy
sammy
Mitglied

Re: Einseitigkeit?
geschrieben von sammy
als Antwort auf Marija vom 13.01.2013, 11:17:05
Ich persönlich bin es leid, hier im ST als "xyz" bezeichnet zu werden und bin nicht mehr willens meine Nerven zu strapazieren.


wow, das liest sich ja wie eine "fristlose Vertragsauflösung" .....,und ich dachte immer hier kann jede(r) auf "freiwillige" Basis schreiben...oder auch nicht....

sammy
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Einseitigkeit?
geschrieben von eka231246
als Antwort auf adam vom 13.01.2013, 10:57:22
Hallo Alle, im Figaro vom 08.01. erschien ein interessanter Artikel, geschrieben vom früheren Chef des Amtes für Sicherheitsfragen im israelischen Innenministerium, Yuval diskin. Seine massiv geäußerte Kritik findet man unter -figaro, Netanyahou étrillé par un ancien chef du Shin Beth-

So etwas würde keine deutsche Zeitung wagen zu drucken!!

Eure letzten Beiträge finde ich total spannend und würde mich gerne einklinken, muss das aber Zeitgründen leider auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Eka

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