Aktuelle Themen Broder vs. Augstein

miriam
miriam
Mitglied

Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von miriam
als Antwort auf eka231246 vom 10.01.2013, 11:32:11
Wie schön liebe Eka, dass du an das eigentliche Thema wieder anknüpfst!

All die Vorkommnisse der letzten Zeit Rund um das große Thema "Antisemitismus", scheinen mir im Grunde genommen als ein vielschichtiges Phänomen, welches zum Kapitel "Spätfolgen der Judenverfolgung in den vierziger Jahren" gehört.

Vielleicht hat man persönlich seinen Frieden mit diesem Kapitel geschlossen, vielleicht hatte man den Eindruck, dass man sich über manche Tragödien hinweg - wieder die Hände reichen kann – da lodert irgendwo wieder ein Feuerchen - und droht sich zum Flächenbrand zu entwickeln.

Dies meine Umschreibung zum Fall "Broder vs. Augstein".

Gruß von Miriam
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf miriam vom 10.01.2013, 11:43:39
Das Interview mit Micha Brumlik ist in der Tat sehr interessant ...danke für den Link.

Es ist für mich sehr erstaunlich, dass eine Kritik an der Politik Israels eine antisemitische "Gesinnung" darstellen soll. Wenn ich die Politik der chinesischen Regierung kritisiere, wird das niemals rassistisch empfunden und schon garnicht antiasiatisch. Was für ein Rassist ist man wohl, wenn man die Regierung Cubas kritisiert?

Ich denke, dass sich hier die Regierung Israels eine Sonderstellung herausnimmt, die keiner Regierung zusteht.
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von eka231246
als Antwort auf miriam vom 10.01.2013, 11:43:39
Liebe Miriam, vielen Dank! Es ist schwer, seinen persönlichen Frieden mit diesem Thema zu finden. Mir gelingt das nicht wirklich gut, zumal ich mich oft im Land aufhalte und viele Schicksale persönlich kenne. Meine Betroffenheit hat niemals nachgelassen und die Scham, die mich manchmal befällt, macht mich gelegentlich auch kleinlaut gegenüber dem, was mir gegen den Strich geht.

Trotzdem Dutch hat vollkommen mit seinem Hinweis recht. Die Empfindlichkeiten gegenüber Kritik sind, auch wenn sachlich formuliert wird und Kritik berechtigt ist, auf israelischer Seite enorm. Zweifel an der israelischen Politik werden schnell grundsätzlich bewertet. Warum das so ist -dafür gibt es viele Gründe, die man kennt, aber von hier aus nicht immer versteht.
Das wäre ein heikles und neues Diskussionsthema.

Eka

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ehemaligesMitglied67
ehemaligesMitglied67
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Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf dutchweepee vom 10.01.2013, 13:06:12
dein Beitrag zeigt, daß du das Thema überhaupt nicht erfasst hast.

Dazu zitiere ich mal Broder (wieder aus dem schwarzwaldblättle)

"Geht es etwas konkreter?
Hinter der ganzen Debatte steckt doch etwas ganz anderes: Augstein und seine Verteidiger segeln unter der Fahne Israelkritik. Und ich wiederhole wieder und wieder: Das hat mit Israelkritik nichts zu tun. Kritik muss auch nicht fair, sachlich oder ausgewogen sein. Sie muss nur etwas mit dem Gegenstand zu tun haben, den sie kritisiert. Es ist nicht Kritik, wenn Augstein und Grass sagen, Israel bedrohe den Weltfrieden. Es ist nicht Kritik, wenn Augstein sich bei Grass dafür bedankt, dass der ihn aus dem Schatten der Deutschen Geschichte geführt habe."


Natürlich darf man auch lt. Broder Israels Politik auch scharf und soger unsachlich kritisieren. Es geht um die Inhalte dieser Kritik.
clara
clara
Mitglied

Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von clara
als Antwort auf eka231246 vom 10.01.2013, 14:11:23


Trotzdem Dutch hat vollkommen mit seinem Hinweis recht. Die Empfindlichkeiten gegenüber Kritik sind, auch wenn sachlich formuliert wird und Kritik berechtigt ist, auf israelischer Seite enorm. Zweifel an der israelischen Politik werden schnell grundsätzlich bewertet.

Eka

Vielleicht ist dies auch der Grund, warum das israelische Außenministerium eine Kampagne startete, bei der Kommentarschreiber in europäischen und amerikanischen Internetforen finanziert werden, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen.

http://de.indymedia.org/2009/07/255504.shtml?print=on

Clara
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

[off topic]
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf clara vom 10.01.2013, 15:08:28
@clara

Sehr interessant der Link - Danke!
Vielleicht erklären sich ja so die "Schichtwechsel" im Schreibstil bei diesem offenkundigen Betrüger-Nick "pecado".

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olga64
olga64
Mitglied

Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von olga64
als Antwort auf eka231246 vom 10.01.2013, 14:11:23
Viel nachdenklicher als diese so betitelten "Empfindlichkeiten" macht mich das nach wie vor grosse Trauma, dem die Isreaelis ausgesetzt sind (es sind ja nicht die weltweit lebenden Juden). Erschüttert hat mich auch,dass jetzt die Enkelgeneration der wenigen, überlebenden Holocaust-Opfer sich die KZ-Nummern tätowieren lassen, um damit ihre Verbundenheit und Solidarität gegenüber ihren Verwandten zu zeigen, die so unermessliches Leid von uns Deutschen erfahren mussten. Olga
Re: [off topic]
geschrieben von marina
als Antwort auf dutchweepee vom 10.01.2013, 15:14:18
Du hast's erfasst, dutch!
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: [off topic]
geschrieben von pilli †
als Antwort auf dutchweepee vom 10.01.2013, 15:14:18
bissel erschrecken darf ich die ST'ler noch nach dem sehr guten hinweis von clara?

googelt mal zur "Shit-Liste"; vielleicht sind einige der bözen, bözen israel-kritiker dort schon neben sehr bekannten namen aufgeführt, vor denen gewarnt wird?

masada2000

webwandernd kann dazu in blogs gelesen werden, wie die freiwilligen und von Israel bezahlten kommentatoren in foren oder in form von leserbriefen geschult werden, was sie wie zu schreiben haben und worauf sich ihre argumentation stützen sollte...sehr tricky!

If anyone still wonders how the Holocaust against European Jewry could have ever happened, all he has to do is observe the behavior of today's "Judenrat" traitors. They run forth to an anti-Semitic world trying to prove that THEY are the good Jews --- not those arrogant Israelis! The Truth, however, is that these radical, leftist, academic, socialist, "progressive," enlightened know-nothings are not even worthy of the name "Jew."
geschrieben von masada 2000


tja...



---
pilli
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Zum Thema - ein Gespräch mit Micha Brumlik
geschrieben von eka231246
als Antwort auf clara vom 10.01.2013, 15:08:28
das ist ein super link Clara, kaum vorzustellen, dass sich die unabhängige Europäische Presse für so etwas hergibt. Offenbar aber doch!

Eka

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