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Aktuelle Themen Debatte um Senioren-Tüv

oesiblitz
oesiblitz
Mitglied

Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von oesiblitz
Die Linken (Gruß an die Herren hier im ST die diese Partei so lieben und gleich lospoltern werden) und die Grünen aus NRW, wollen bei Autofahrern ab 65 Jahren die Fahrtauglichkeit überprüfen. Sie seien so wortwörtlich eine demografische Zeitbombe.

Wer so etwas fordert dem sollte man meiner Meinung bei der nächsten Wahl ein Dankeschön auf dem Stimmzettel verpassen.

Ich persönlich (über 65) fürchte so einen Tüv nicht. Ein Routine Gehör- Vorsorge- und Sehtest ist für mich normal und ab und zu gönne ich mir ein ADAC Fahrsicherheitstraining, das macht sogar Spaß.

Es sollte eigentlich jeder in unserem Alter selber wissen wie er fahrtechnisch und gesundheitlich noch drauf ist. Ein Diktat von oben finde ich falsch.
Weil wir "meistens" vorsichtiger fahren als so mancher junge Fahrer der in der Statistik sowieso mehr Unfälle baut.

Was meint Ihr dazu?

Apropos demografische Zeitbombe: Nun könnte ich ja schelmisch - wie ich ab und zu sein kann - sagen einige Damen hier im ST Forum sind eher noch demografische Sexbomben -, aber ich schreibe es nur. )

--
oesiblitz
fritz_the_cat
fritz_the_cat
Mitglied

Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von fritz_the_cat
als Antwort auf oesiblitz vom 22.07.2009, 21:57:51
Also, ich bin schon lange für eine Überprüfung. Natürlich nicht in der Art, daß man den Führerschein neu machen muß, dafür hat man genug Erfahrung gesammelt, um heil durch die Straßen zu kommen. Aber wenn die Sehkraft nachläßt, das Reaktionsvermögen auf Null sinkt, die Ohren auch nichts mehr hören und man einen Beifahrer braucht, der sagt, daß die Ampel auf Grün gesprungen ist, dann sollte schon etwas unternommen werden.
Gut (oder schlecht), die Fahranfänger machen mehr Fehler und Unfälle als "die Alten", aber wie man gerade in Menden gesehen hat, sind es gerade "die Alten", die uneinsichtig sind und sich dann noch nicht einmal zur Tat äußern wollen.
Jeder Unfall ist einer zu viel, und wie das Auto alle 2 Jahre zum TÜV muß, sollte auch jeder Fahrer ab einem bestimmten Alter einem Seh-, Hör-, Reaktionstest unterworfen werden, vielleicht auch mit Auflagen (nicht schneller als 100 km/h fahren z.B.).
--
fritz_the_cat
Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf fritz_the_cat vom 22.07.2009, 22:06:46
Es gibt natürlich die Senioren, die wie beschrieben gefahren sind.
Aber wenn ich meine letzten Fahrten so betrachte, dann waren es junge Leute, denen ich durch Vollbremsung oder Ausweichen ihr Fahrzeug erhalten habe.
Wie beschrieben, nicht mehr wissend, wo hinten und vorn oder links und rechts ist.
Es gibt in jeder Altersklasse solche FahrerInnen.
Es wäre wohl nicht schlecht, die Eignung zu testen.
Aber ich denke, das sollte man dann in allen Altersklassen tun.
--
nordstern

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rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von rolf †
als Antwort auf fritz_the_cat vom 22.07.2009, 22:06:46
Von einer altersabhängigen "Prüfung" halte ich garnichts, da einerseits das sog. biologische Alter bei vielen vom rechnerischen abweicht, andererseits die Kenntnisse und vor allem die Erfahrung stark von der Fahrleistung abhängt und davon, wann und wo jemand überwiegend fährt.
Eine generelle Pflicht zur Nachschulung, verbunden mit einem Sehtest, wäre da m.M.n. sinnvoller.
Auch junge Menschen können Sehschwächen bekommen, Hörtest bringt wenig, solange es keine Beschränkung der Krachmaschinen, genannt Musikanlage, im Kfz. gibt.
--
rolf
fritz_the_cat
fritz_the_cat
Mitglied

Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von fritz_the_cat
als Antwort auf vom 22.07.2009, 22:12:22
Bei den Jungen ist es meiner Meinung nach Übermut, Selbstüberschätzung, da hilft auch kein Test, da kommen sie glänzend durch. Und einen Idiotentest wolltest wohl auch du nicht alle 2 Jahre von allen Autofahrer/innen) verlangen.
--
fritz_the_cat
Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf fritz_the_cat vom 22.07.2009, 22:20:46
Oh nein.
Wenn mir ein junger Mensch vom Parkplatz, nach rechts sehen, in den fließenden Verkehr fährt,
also nicht mal schaut, ob da einer kommt, ist es Unerfahrenheit, aber nicht Selbstüberschätzung .
Ebenso, wenn mir auf meiner Spur in der nicht einsehbaren Kurve ebenso ein junger Mensch entgegenkommt, ich auf den Randstreifen ausweichen muß.
Das alles ist mangelnde Praxis, möchte nicht sagen, Unfähigkeit.
Das wäre verbesserungsfähig.
Sind nur zwei Fälle der letzten Tage, spontan beschrieben.
Ich weiß nicht, welchen Abstand man wählen sollte,um Fahrtüchtigkeit zu prüfen.
Aber nur am Alter kann man das vielleicht nicht festmachen.
--
nordstern

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rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von rolf †
als Antwort auf vom 22.07.2009, 22:27:56
Ich halte eine erste Nachprüfung/-schulung nach etwa 2 Jahren für sinnvoll, danach eine Nachschulung im Abstand von 5 - 10 Jahren.
Evtl. würde sich die Situation bei den Fahranfängern verbessern, wenn das begleitende Fahren, wie es jetzt für 17-jährige möglich ist, generell für alle Anfänger eingeführt würde.
Dies könnte problemlos auf freiwilliger Basis eingeführt werden, wenn die Versicherungen das mit einem Rabatt belohnen würden.
--
rolf
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf oesiblitz vom 22.07.2009, 21:57:51
Solange man eine Überprüfung nicht scheuen muss, ist daß doch okey. Mein 67 jähriger Bruder muss seinen LKW-Führerschein auch alle 2 Jahre erneuern und schafft das lässig. Andere ältere Menschen haben halt nicht diese Konstitution und rasen dann in Schützen-Fest-Umzüge rein.

Ich hatte zuletzt auch Angst mit meinem Vater mit zu fahren, weil er unaufmerksam und schusslig wurde. Autofahren wollte er aber trotzdem bis zum Tode, da er ja "so unheimlich viel Erfahrung" hatte.

Mal ganz abgesehen, von den vielen Medikamenten, die ältere Menschen zum Teil in sich reinstopfen - dagegen ist ein Joint ne Himbeerbrause.
hugo
hugo
Mitglied

Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von hugo
als Antwort auf dutchweepee vom 22.07.2009, 22:41:30
als ich mal den ersten Führerschein (Traktor)machte, da kamen in einer Stunde ca 5 Fahrzeuge entgegen und ich denke das höchstens 20% der Einwohner eine Fahrerlaubnis hatten.
ca 10 Jahre Später (zwar in einer anderen Gegend)als ich den LKW Schein machte, da war das Verkehrsaufkommen schon doppelt oder dreifach so dicht,,

naja und wenn ich an heute denke, dann gibts eine völlig andere Situation,,viel mehr Verkehrsteilnehmer, viel mehr ältere Fahrer(eine ganze Nachfolge-Generation mit Führerschein in der Tasche,,)
auch wenn die Strassen besser wurden, die Fahrzeuge bessere Bremsen haben, die Menschen sind nicht reaktionsschneller als früher, eher dicker, träger und,,hm naja eiliger hat an es heute auch *g*

Was fällt mir ein Stein aus der Krone wenn ich mich testen oder untersuchen lasse?
Wenn das regelmäßig passiert dann hab ich sogar bessere Anhaltspunkte über den Trend meines Hör-, Seh-, Reaktionsvermögens usw,,und kann selber -so ich selbstkritisch genug wäre- mitentscheiden was zu tun und/oder zu lassen ist.

aber wenn ich merke das es mal wieder nur eine Abzockmasche der Ulla ist um Geld in die Kassen zu spielen,, nee dann lieber nicht *g*

--
hugo
Re: Debatte um Senioren-Tüv
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf rolf † vom 22.07.2009, 22:36:30
Den Vorschlag finde ich akzeptabel,da kann jede Altersgruppe mit leben!
--
benjamin

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