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Aktuelle Themen Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????

olga64
olga64
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von olga64
als Antwort auf heijes vom 27.07.2009, 13:40:18
Da fahren ja meist auch Busse, wenn jemand innerhalb einiger Jahre mal in eine Kreisstadt muss.
Eine Rechtfertigung für Schwarzfahren mit dieser Argumentation würde also bedeuten, dass Menschen, die z.B. keine Lust haben ,sich Bahntickets auf irgendeine mögliche Art zu erwerben, das Recht zum Schwarzfahren haben, da die korrekten Bahnkunden diese Kosten ja im Rahmen von Preissteigerungen bei der Bahn mit übernehmen?
Und daran glauben Sie wirklich?
In solch kleinen Dörfern und Orten soll doch der Zusammenhang so immens toll sein - warum besorgt dann nicht z.B. ein jüngerer Mensch eine solche Bahnkarte?
--
olga64
rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von rolf †
als Antwort auf olga64 vom 27.07.2009, 13:55:08
Hier rechtfertigt keiner das Schwarzfahren, es muß aber jedem die Möglichkeit gegeben werden, ohne Aufwand eine Fahrkarte kaufen zu können.
Auch wenn er in einem kleinen Dorf wohnt, daß nur per Bahn bzw. Auto zu erreichen ist, keinen großen Bahnhof, sondern nur einen kl. Haltepunkt hat.
Wer mit der Begründung im IC erwischt wird, hat natürlich schlechte Karten - obwohl er gar keine Karte hat.
--
rolf
Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von mart1
als Antwort auf rolf † vom 27.07.2009, 13:59:49
Selbst, wenn ich im IC ohne Karte sitze, sollte ich die Möglichkeit haben, mit einem entsprechenden Zuschlag eine Karte kaufen und nicht von vornherein als Schwarzfahrer angesehen werden.

Oder gibt es so viele Züge ohne Schaffner, sodaß das Schwarzfahren blühen und gedeihen kann?

--
mart1

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heijes
heijes
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von heijes
als Antwort auf olga64 vom 27.07.2009, 13:55:08
Erstens fährt in diesem besagtem Ort kein Bus in die Kreisstadt, weil es die Bahn hat.
Zweitens muss diese Person 3x wöchentlich ins Krankenhaus zur Dialyse, hatte eine halbe Stunde Fussmarsch zum Bahnhof hinter sich und kein Handy dabei und am Bahnhof hatte es auch kein öffentliches Telefon. Ich kann sie aber beruhigen, diese Person ist nicht schwarz gefahren, weil ich zu diesem Zeitpunkt durch Zufall am Bahnhof war, um meinen Sohn dort abzusetzen und sie in die Kreisstadt gefahren habe. Aber es gibt leider Situationen in denen man gerne auch im Zug eine Fahrkarte nachlösen möchte, ohne gleich als Schwarzfahrer angesehen zu werden. Der Automat ging übrigens mehrere Tage nicht.
--
heijes

Edit: @ Mart: auf den Regionalstrecken gibt es sehr häufig keine Fahrkartenschaffner mehr, aber jede Menge Kontrollen
rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von rolf †
als Antwort auf mart1 vom 27.07.2009, 14:07:20
Schaffner?
Das ist doch bei uns inzwischen ein Fremdwort!
--
rolf
mulde22
mulde22
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von mulde22
als Antwort auf heijes vom 27.07.2009, 14:10:06
heijes
3x wöchentlich zur Dyalyse
OK kein zweifel!
Aber das zu Fuss in welchem Märchenland von
Deutschland gibt es das noch?
Jede betone Jede Dyalyse Station kann einen Transportschein für eine Taxe austellen
Alle Krankenkassen bezahlen die An+Abfahrt
Die Taxiunternehmen sind doch ganz erpicht auf eine
Dyalyse fahrt!
Das sorgar Im Leistungskatalog der kassen besonders
ausgewiesen!
ein Dyalysepatient nach rund 6 Std Behandlung ist
bildlich gesehen KO und kann kaum nch eine Bahnfahrt
und Fussmarsch machen!

--
mulde22

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heijes
heijes
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von heijes
als Antwort auf mulde22 vom 27.07.2009, 20:46:29
Mulde, diese Person ist nicht mehr die schnellste, will sich aber noch so viel wie möglich bewegen, die Heimfahrt erfolgt mit Familienangehörigen so viel ich weiss.
Ich brauchte für die Strecke zum Bahnhof 15 Min., ja auf dem Lande mußt du schon einen Fußmarsch unternehmen, da ist es nicht so wie in der Großstadt:-. Es gibt auch Orte 4000 EW, wo das einzige öffentliche Verkehrsmittel der Schulbus ist, da bist du ohne Auto aufgeschmissen.
--
heijes
eko †
eko †
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von eko †
als Antwort auf heijes vom 27.07.2009, 14:10:06
Wenn ich so lese, was für ein Unsinn hier verbreitet wird, kann ich nur mit dem Kopf schütteln!

Ich bin leidenschaftlicher Bahnfahrer und denke, dass ich mich ein bisschen auskenne.

Erstens einmal: Wieviel "flaches Land" gibt es denn überhaupt in Deutschland? Und soo ein großes Problem sind Automaten schließlich auch nicht. Mit ein bisschen Grips im Kopf ist es kein Kunststück, sich eine Fahrkarte zu lösen. Und sooo viele tatterige 75-jährige vom flachen Land gibts sicher auch nicht. Und wenn ein Automat mal versagt, wenn er wirklich versagt, denn in letzter Zeit sind sie meistens ziemlich perfekt, und man kann es glaubhaft begründen, steckt einen die Bahn auch nicht gleich in den Knast, sondern der Zugbegleiter (wer spricht denn heute noch von Schaffnern? tztztz!)stelt einem dann den Fahrschein aus. Aber man muss sofort nach dem Einsteigen zu ihm gehen! Alles eigene Erlebnisse!!

Und zweitens: Wer sich hier wortreich beschweren kann, hat einen PC und kann sich in aller Ruhe zu Hause seine Fahrkarte erstellen. Auch das ist nicht so schwierig und lässt sich erlernen. Ich habs auch erlernt und bin schon 78! Und sich eine Kreditkarte zulegen, was ist denn daran so furchtbar?

Ich habe mir vor zwei Wochen den sogenannten "Deutschland-Pass" gekauft, kostete € 299 (ja, ist nicht ganz billig! aaber..)der ist vier Wochen lang gültig und das nütze ich gnadenlos aus. Folgende Städte habe ich schon besucht: Hamburg, Stralsund, Berlin, Küstrin, Dresden, Leipzig, Frankfurt, Erfurt, Oberstdorf, Ulm, Stuttgart, Nürnberg. Und weitere werden noch folgen. Ich habe an einem Tag oftmals 5 Züge gewechselt und vor allen Dingen in den ICE und IC wurde ich regelmäßig kontrolliert. Etwas weniger oft war es auf dem "flachen Land" und ich habe immer sehr freundliche Zugbegleiter angetroffen.

Also, erzähl mir keiner was vom Pferd, es ist alles halb so wild, wie es hier bejammert wird.
--
eko
eko †
eko †
Mitglied

Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von eko †
als Antwort auf heijes vom 27.07.2009, 20:58:06
Sag mal heijes, in welchem Land lebst Du eigentlich, wo es angeblich Orte mit 4000 EW gibt, aber keinen ÖPNV ?.

Das musst Du mir schon beweisen!

Gerade in den letzen Jahren ist der ÖPNV sehr gut ausgebaut worden, ich kann mir nicht vorstellen, dass es so etwas wie von Dir beschrieben heute noch gibt.
--
eko
Re: Die Bahn ein Transportmittel oder ständiges Ärgerniss???????????
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mulde22 vom 27.07.2009, 20:46:29
Hallo Mulde.

Ich möchte dem zwar nicht widersprechen, aber etwas ergänzen, was die Taxifahrten angeht.
Nicht Dialyse, aber Chemo und Bestrahlung.
Fahrten wurden ordnungsgemäß beantragt, kostensparend wurde auch gefahren (eigenes Auto,Begleitperson war schon erforderlich für Chemo), Es kamen sagenhafte 80 Euro zusammen.
Da wird aber erstmal mindstens 5 Euro Eigenanteil berechnet, höchstens 10 Euro pro Fahrt.
Fazit: Entweder man zahlt alles selber oder kann nicht behandelt werden.
Es gibt Kassen, da zahlt man nur die erste und letzte Fahrt.
Was ich sagen will, man kann es vorher nicht wissen, wie dicke es kommt.
Wechseln kann man die Kasse schließlich auch nicht ständig.

ÖVM, da sind oft die Automaten kaputt, Vandalismus und Witterung.
Außerdem gibt es keine einheitlichen Automaten.
Selbst mir als Techniker fällt es manchmal schon schwer.

Die Lösung wäre sehr einfach.
So wie früher bei U-Bahn oder Straßenbahn.
Schaffner.
Und wer der schon nicht, ein oder zwei funktionierende Automaten einfacher Bedienung in dem
Verkehrsmittel.
Schließlich, wir sind doch die Kunden, nicht die Bittsteller.
Und es ist schon ein großer Unterschied für mich, in Hamburg zu fahren, im Speckgürtel von Hamburg zu fahren oder weiter davon entfernt.
Das muß man aber erlebt haben.
Zum Glück gibt es bei mir den Tauschring und damit Hilfe.
Und von Aufschlägen halte ich nichts, denn der zahlungswillige Fahrgast muß ja wohl nicht bestraft werden.
Die Bahn oder das Verkehrsunternehmen müssen schon geeignete Mittel finden, um Kunden und Schwarzfahrer zu unterscheiden.
Und das bitte nicht zu Lasten der Kunden.

Und zur Chemo und zurück mit ÖVM ?
Na, danke bestens.

--
nordstern

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