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Aktuelle Themen Die Elterngeneration in Afrika stirbt aus

angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Eine Frage am Rande ...
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf niederrhein vom 03.12.2007, 19:00:31
wieder eine kleine Erziehungsmassnahme a la bertha?
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angelottchen
Re: Eine Frage am Rande ...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf angelottchen vom 03.12.2007, 19:27:26
war auch schon etas rudiratlos
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plumpudding
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Eine Frage am Rande ...
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf vom 03.12.2007, 19:28:23
na hauptsache, "sie" hat ihren senf dazugegeben...
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angelottchen

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niederrhein
niederrhein
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Anmerkung und Hinweis
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf luchs35 vom 01.12.2007, 23:17:41
Vielleicht ist es unüblich – dennoch riskiere ich es und danke der Initiatorin dieses Ausgangsbeitrages für den ausführlichen und berührenden Beitrag!


Meine Nebenbemerkung mag dem einen oder anderen deplaziert erscheinen bzw. heute, im Zeitalter sexueller Libertinage und der Sexualisierung und Pornographisierung von Gesellschaft und Öffentlichkeit, antiquiert und überholt wirken – dann bitte ich um Verständnis, Takt und Toleranz einem alten Menschen gegenüber.

Aber ist es nicht so, daß – abgesehen von dem Fall der Infektion der Kinder durch die aidskranke bzw. HIV-infizierte Mutter, der Vergewaltigung und der Armutsprostitution – HIV-Infektion bzw. Aids eine Frage der persönlichen Verantwortung, ein Problem des verantwortlichen Umgangs mit der Sexualität ist?

Der Begriff der/einer (verantwortlichen) Sexualmoral ist vermutlich heute passé ... dennoch – bereits in den achtziger Jahren wurde (nicht nur im SPIEGEL, ein an sich nicht gerade prüdes Organ), als die Aids-Problematik hierzulande in allen Medien, an den Universitäten, in den Schulen und sonst in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, die Frage nach einer Sexualmoral gestellt.

Damals wurde u.a. auch darauf hingewiesen, daß Promiskuität, eine andere Sexualmoral und -praxis in manchen Gesellschaften – und somit besonders in etlichen afrikanischen Gesellschaften, mit für die schnelle Ausbreitung von Aids verantwortlich seien. (Diese Verantwortlichkeit würde sich, so damals im SPIEGEL, sich nicht nur auf die Verwendung von Kondomen erstrecken.)
Offenbar gibt es diesbezüglich auch einen Zusammenhang mit sich auflösenden Gesellschaften, Armut und anderen gesellschaftlichen Problemen.

In diesem Zusammenhang
Heute in der ARD/ Das Erste eine Gesprächsrunde

http://community.seniorentreff.de/storage/pic/userbilder/a30f1d57825f100a5a9ba38c76fffe20/berthasbilderarchiv6/33735_1_Berthas_Bilderarchiv_6.jpg[/img]


[i]Die Bertha
vom Niederrhein


P.S. Anthropologen, Ethnologen etc. weisen darauf hin, daß die Domestizierung, Sozialisierung, Kulturation und Zivilisierung der Sexualität Aufgabe und Problem aller menschlichen Sozietäten (von der Familie, Sippe, Stamm ... bis zu unseren Großgesellschaften) gewesen war und offenbar immer noch ist; alle Formen der Gesellschaft mußten gleichsam Spielregeln für den Umgang mit der Sexualität entwickeln und praktizieren. (Auch das 6. und 9. Gebot des Dekalogs muß in diesem Zusammenhang verstanden werden!) Mythen und (alte) Märchen geben über die archaische Problematik darüber sehr anschaulich Auskunft.

P.P.S. Bezüglich der z.T. recht idyllischen Beschreibungen des Sexuallebens etlicher Ethnien in der Südsee (Samoa u.a.) von der Ethnologin Margaret Mead hat sich herausgestellt, daß jene von ihr beschriebenen Sachverhalte so nicht stimm(t)en.
luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Anmerkung und Hinweis
geschrieben von luchs35
als Antwort auf niederrhein vom 04.12.2007, 17:06:46

Vielen Dank, Bertha vom Niederrhein, für den Hinweis auf die Maischberger-Sendung. Ich werde sie nicht verpassen, denn ich schätze diese Journalistin /Moderatorin sehr.

Zum Thema selbst möchte ich anmerken, dass das Pendel betreffs der übersexualisierten Gesellschaft langsam zurückschlägt, und man kann nur hoffen, dass es ein gewisses gesundes Mass einhält und nicht wieder der Prüderie das Tor öffnet. Das wäre auch ein fataler Umkehrschluss.

Vor allem viele junge Menschen sind so angewidert (nicht nur sie), dass sie es wieder vorziehen, unberührt in die Ehe zu gehen.
Das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber verständlich ist es. Auch das verpönte Wort "Treue" nimmt im Denken wieder Einzug.

Vielleicht ist es ja wirklich ein Weg, um aus dem Teufelskreis Liebe- Sexualität - Aidsgefahr rauszukommen.

Den Afrikanern wird es allerdings nicht helfen.

luchsi35
mart
mart
Mitglied

Re: Anmerkung und Hinweis
geschrieben von mart
als Antwort auf niederrhein vom 04.12.2007, 17:06:46
Aha "Keuschheit anstatt Porno"!


mart

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niederrhein
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Danke für deine schnelle Reaktion und Antwort ...
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf luchs35 vom 04.12.2007, 17:32:54
Danke für deine schnelle Reaktion und Antwort ...

Beim Lesen der Beiträge (mit einigen weiteren guten und für aufschlußreichen Hinweisen - dafür gebührt den Schreibern natürlich auch Dank!) wurde mir bewußt, daß mein Hinweis nur einen Aspekt berührt, den ich zwar auch für sehr wichtig halte, aber daß natürlich die menschliche und soziale Tragödie gerade der Aids-Waisen im Vordergrund steht. (Die Frage der Verantwortlichkeit ist wohl in diesem Zusammenhang eher eine zukünftige Frage ...)

In einem anderen Zusammenhang las ich bereits von dieser Problematik ...
Daß nämlich auch viele afrikanische Staaten ihr demographisches Problem hätten. Aufgrund des auch in Afrika ansteigenden Sterbealters würden dort immer mehr Menschen älter. Aber während die Menschen in Europa ein mehr oder weniger gut funktionierenden System der staatlichen Altersvorsorge entwickelt hätten, würde die in Afrika bisher existierende, eben familiäre Altersversorgung zusammenbrechen ... eben weil die mittlere Generation gleichsam aufgrund der Aidserkrankung und Aidstoten ausfällt. Dazu käme - so weiter meine Quelle - , daß die bisher mehr oder weniger streng hierarchische Agrarordnung und Stammesordnung aufgrund der sich rapide verschlechternden wirtschaftlichen Situation der Bauern und Viehhalter (diese können mit der kapital- und profitorientierten Landwirtschaft in Afrika und gegen die hoch subventionierten Agrarimporte nicht nur der EG) viele junge Menschen in die Stadt flüchten; auch verlockt von der Illusion eines westlich orientierten Konsumlebens, an dem sie irgendwie in den Städten teilzunehmen glauben.
Opfer sind - neben den alten Menschen, vor allem Frauen - natürlich die Kinder.

Die Bertha
vom Niederrhein

niederrhein
niederrhein
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Re: Anmerkung und Hinweis
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf mart vom 04.12.2007, 17:41:08
Aha "Keuschheit anstatt Porno"! mart
geschrieben von mart


Abgesehen davon, daß doch nicht nur diese Alternative nicht zur Debatte steht (so vermute ich doch) - aber die Frage der persönlichen Verantwortlichkeit läßt sich wohl umgehen. Wie sie jede/r wahrnimmt, ist dessen persönliches Problem bzw. dessen persönliche Aufgabe. (Für einen alten Menschen wie mich nicht mehr ein primäres Problem ...)

Die Bertha
vom Niederrhein
mart
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Re: Anmerkung und Hinweis
geschrieben von mart
als Antwort auf niederrhein vom 04.12.2007, 18:05:53
Keuschheit anstelle von Porno

Na ja, meiner Meinung ist und war Keuschheit eine Forderung von patriachalischen Gesellschaften und patriachalischen Religionen, die natürlich nicht an männliche Geschlechtsgenossen gerichtet war, sondern an die Frauen/Jungfrauen, die "unbefleckt" in die Ehe eingehen sollten - mit einer Reihe von grausigen Konsequenzen, wenn nicht.

Na, und nirgends ist der Zugriff auf Pornoseiten (insbes. Hardcore Porno) größer als in denjenigen Ländern, in denen Pornographie von Gesetz und Religion her streng verboten ist.

Wobei ich aber durchaus unterscheide zwischen denjenigen Pornodarstellungen, die Frauen als passives Objekt männlicher sexueller Begierden darstellen, und anderen Pornos und Darstellungen des Körpers, die es durchaus ebenfalls gibt.
Da die Grenzziehung zu einem Porno durchaus fließend sind, sehe ich zusätzliche Problem - die Frau im Minirock - der nackte Fuß - .... ja durchaus klar, diese Unkeuschen gehören zumindest gefedert, wenn schon nicht ärger bestraft - selber schuld, wenn sie vergewaltigt werden - warum müssen sie auch männliche Begierden herausfordern.


Keuschheit versus Porno rettet nicht die Welt vor Aids, meine ich.
angelottchen
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Re: Anmerkung und Hinweis
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf mart vom 04.12.2007, 19:41:28
..wobei Sexualität und freizügige Sexualität in den Völkern Afrikas noch eine ganz andere Rolle spielt - sorry aber berthas Kommentar kommt mir ein wenig wie das Geschwafel der Frau Thurn und Taxis vor, die ja mal gemeint hat, dass die Schwarzen so viel schnackseln tun und deshalb haben die so an Problem mit dem Aids" ....

Original:
"Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gern."
Friedman: "Soweit ich weiß, schnackseln Weiße auch gern."
Gloria: "Aber wo das Klima wärmer ist, schnackselt man noch lieber". (Gloria bei "Friedman")

Wenn Männer mit vielen Frauen und Frauen mit vielen Männern Sex haben, hat das nichts mit Pornographie zu tun .. so ein Quark
--
angelottchen

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