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Aktuelle Themen Die Homoehe in Frankreich

schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Die Homoehe
geschrieben von schorsch
als Antwort auf vom 01.03.2013, 02:16:29
..........................

[b]Das beste wäre wohl, die Ehe als Institution ganz abzuschaffen.
Ein notarieller Vertrag vor Zusammenleben tut's doch auch?
Eine "Vertrags-Gemeinschaft" mit allen Rechten und Pflichten hätte zudem den Vorteil, dass,
je nach geänderten Umständen, der Notar-Vertrag leicht zu ändern ist.

Oder ist eine solche Überlegung Blasphemie?


Margarit
geschrieben von margarit


...oder ein interessierter neuer Partner könnte einen solchen Vertrag einfach übernehmen resp. loskaufen und zu seinem eigenen machen lassen. Da öffnen sich noch ganz neue Perspektiven, z.B. Gang an die Börse......
Re: off topic
geschrieben von meli
als Antwort auf schorsch vom 01.03.2013, 09:06:23
Schorsch,

manchmal gehst Du mir mit Deinem vermeintlichen Witz gehörig auf den Senkel!

Ich frage mich, warum Du eine durchaus ernstzunehmende Diskussion in dieser Form untergraben willst. Das muss ja Gründe haben.

Meli
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf pilli vom 28.02.2013, 22:50:31
nun alles über einen kamm scheren zu wollen, bleibt erlaubt; aber wird eventuell zu nicht schlüssigen erkenntnissen führen? solange ich nicht bereit bin, meine sichtweise jeweils neu zu überdenken, wenn ich bisher nicht gewußtes erfahren habe, hat es für mich keine fortschritte; sondern es bleibt bei mir ein flachwurzelndes irgendetwas, dass jeder leise gegenwind-hauch einstürzen lässt.


Hallo Pilli,
da schreibst du etwas Wahres.

Dieser thread ist für mich mit vielen Aussagen und Erkenntnissen gespickt, an deren Aufarbeitung oder Vergessen werde ich noch längere Zeit zu tun haben. Für mich habe ich eine Zwischenbilanz gezogen.

1) Obwohl in München lebend, bin ich ein Hinterwäldler, der tatsächlich nichts von den bereits real existierenden Gebärmutter-Fabriken und dem Vertrieb deren Dienstleistung über das Internet gewusst hat. Ich google relativ häufig, trotzdem war mir das noch nie über den Weg gelaufen.

2) Alle Diskutanten, in einem Fall bin ich mir nicht sicher, verstehen gleichgeschlechtliche Sexualität als etwas Gegebenes, als Teil unserer Gesellschaft.

3) Alle Diskutanten befürworten eine Adoption durch Homosexuelle, sofern es dem Wohle des Kindes dienlich ist. Für Männer ist dies gegenüber heterosexuellen Verbindungen eher eine Alternative zweiter Wahl.

4) Die Mehrheit der Frauen befürwortet eine 100 % gesetzliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher mit heterosexuellen Partnerschaften.

5) Eine weibliches ST-Mitglied ist der Meinung, es sei eine gefährliche Angelegenheit für kleine Kinder in heterosexuellen Familien zu leben. (Stammt aus dem Parallelthread)

6) Eine eindeutige Meinung ob Gebärmutter-Fabriken gewünscht sind konnte ich im Augenblick nicht erkennen. Zumindest bei Popstars wird dies von einigen Diskutanten für gut gehalten.
Ich selbst sehe hier bereits eine 3 Klassen Gesellschaft. Menschen mit viel Geld können sich eine Leihmutter in Amerika leisten, die mit weniger Geld lediglich eine in der Ukraine oder Indien, die mit noch weniger Geld gehen leer aus.

7) Leihmütter haben keine Gefühle für das heranwachsende Leben.

8) Diskutanten deren Meinung nicht genehm ist wird unter der Einschränkung „vermutlich“ unterstellt, das Gegenteil und Schlimmeres von dem zu tun, was sie schreiben.

10) Das Wort „Fremdscham“, es kommt ja auch in anderen threads vor, beschäftigt mich auch. Ich wundere mich allerdings darüber, dass man Fremdscham überhaupt kundtut, meinem Empfinden nach als beleidigendes Argument in einer Diskussion.

Fremdschämen

Ich bin gespannt ob es weitere Erkenntnisse für mich geben wird.

Ciao
Hobbyradler

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loretta
loretta
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von loretta
als Antwort auf hobbyradler vom 01.03.2013, 10:04:34
Ich finde es schlichtweg schade, was jetzt aus diesem Bedürfnis schwuler Paare nach einem Kind hier "gebastelt" wird.

Man nehme die Menschheit insgesamt und schaue sich an, wie viele Leihmütter es gibt. Es ist eine verschwindend geringe Zahl in Prozenten ausgedrückt und wird zum größten Teil aus einer Not heraus praktiziert.

Ich empfinde das hier konstruierte Wort "Gebärmutter-Fabriken" bösartig und so schäbig, dass es mir kalt den Rücken runterläuft.

Ich ziehe mich aus dieser Diskussion zurück, weil ich diese Ansichten abscheulich finde.

loretta
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf loretta vom 01.03.2013, 10:38:59
@loretta,
eine kleine Auswahl.

Link 1

Link 2

Link 3

Link 4

beliebig erweiterbar.
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Die Homoehe
geschrieben von eka231246
als Antwort auf vom 01.03.2013, 02:16:29
Guten morgen Margarit,

wir diskutieren hier über b]Einzelfälle [/b]und du hast recht, jeder soll Leben leben wie er will und kann!

Was E.J. und seine Familie anbetrifft, basieren die hier thread geäußerten Aussagen komplett auf Vermutungen. Wir wissen nichts über deren Motivation, geschweige denn, etwas über die Entscheidung warum eine Leihmutter und keine Adoption. Ich weiß aus der Familie, wie schwer es auch für Heteros ist ein Kind legal zu adoptieren. Auch in England wird das nicht anders sein.

Für Hobbyradler - Trotzdem, kann eine Leihmutter immer nur eine der letzten Möglichkeiten sein. Wieviele Paare (auch Heteros) in unserer Gesellschaft gibt es denn wirklich, die einen solchen Entschluss fassen und durchführen. Hier in D. leben ca. 80 Millionen Menschen. Vielleicht sind es 100 oder 200??? Das sind doch alles Zahlen, die Dunkelziffer eingeschlossen, die uns nicht bekannt sind. Die Menschheit wird deshalb nicht unter gehen!

Ich persönlich würde immer die Familie, bestehend aus Vater Mutter Kind, als Fundament unserer Gesellschaft sehen. Alles andere sind mögliche Lebensformen, die eine moderne Gesellschaft ohne -Wenn und Aber- akzeptieren und vor Allem respektieren sollte.

Eka

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hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Die Homoehe
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf eka231246 vom 01.03.2013, 10:52:39
Vielleicht sind es 100 oder 200???


1987 wurde die Zahl der Leihmutterschaften in Deutschland schon mit ca. 1.000 insgesamt geschätzt.

aus diesem Beitrag
clara
clara
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von clara
als Antwort auf hobbyradler vom 28.02.2013, 21:05:34
Wenn sich Frauen nur um des leicht verdienten Geldes wegen für Leihmütter hergeben, finde ich das ebenso traurig wie Du.

Hallo clara,

welchen Grund könnte es denn sonst geben, gesundheitliches Risiko an Körper und Seele auf sich zu nehmen?

Ciao
Hobbyradler

@ Hobbyradler,
ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich meine die Frauen, bei denen es nicht um existentielle Not geht, sondern z. B. darum, Luxus-Konsumgüter zu erwerben. Diese Beweggründe finde ich traurig, aber nicht erstaunlich. Was tun Menschen nicht alles für Geld!

Clara
eka231246
eka231246
Mitglied

Re: Die Homoehe
geschrieben von eka231246
als Antwort auf hobbyradler vom 01.03.2013, 11:08:23
Hobbyradler, selbst, wenn es jetzt 2000 wären, was ich für Deutschland bezweifele (wo kann man das nachlesen), wäre das eine verschwindende Zahl genenüber 80.000000.Das bringt m.E. nichts aus dem so geliebten moralischen Gleichgewicht.
Eka
clara
clara
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von clara
als Antwort auf pilli vom 28.02.2013, 22:50:31

Zitat: So unterscheidet z. B. Erich Fromm in Die Kunst des Liebens zwischen mütterlicher und väterlicher Liebe. Demnach erführe man die mütterliche Liebe bedingungslos, während man sich väterliche Liebe z.B. durch gute Zeugnisse oder herausragende sportliche Leistungen verdienen müsse. Dabei ist allerdings auch laut Fromm die mütterliche Liebe nicht der leiblichen Mutter vorbehalten, sondern gleichfalls eine Folge der gesellschaftlichen Organisation der Kindheit. Die Rolle der Mutter ist also auch bei Fromm ein Platzhalter für die Rolle der primären Bezugsperson des Kindes, die aber gleichwohl im Regelfall die leibliche Mutter einnimmt.


Sicherlich stimmt Vieles von dem, was Du zitiert hast, Pilli. Aber bei den "Feststellungen" von Erich Fromm, die väterliche Liebe betr. zweifele ich ein wenig. Der bedeutende Sozialpsychologe ist noch in eine Zeit hinein geboren, als die meisten Väter nur Erzeuger ihrer Kinder waren, alles andere den Müttern überließen. Aber schon damals konnte man dies nicht verallgemeinern.

Bei jungen Vätern habe ich die Erfahrung gemacht und erlebe es oft, dass diese väterliche Liebe nicht auf einer durch das Kind zu erfüllenden oder erfüllten Erwartungshaltung basiert, also nicht von Leistungen abhängt. Sicher gibt es so etwas noch, aber Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, hat ihren Namen nicht verdient.

Clara

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