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Aktuelle Themen Die Kost-Fast-Nix-Kost

peter25
peter25
Mitglied

Re: Armutskonferenz fordert Anhebung der Sozialhilfe-Regelsätze
geschrieben von peter25
als Antwort auf pea vom 23.02.2009, 10:44:13
Das kann ich nicht genau beurteilen ,ob die Sozialhilfewarenkörbe--zumindest was das Essen betrifft zu hoch sind oder evtl. angemessen oder zu niedrig sind.(4 Euro pro Tag/120 Euro pro Monat)----------

Um nicht immer von der Theorie auszugehen,hab ich gestern mir für 20 Euro (für 5Tage) Lebensmittel gekauft.(Frühstück,Mittag-und Abendessen.Um mal zu testen ob ich mit dem Sozialhilfesatz zurecht komme.----Muß schon jetzt sagen,"Not"(mit wenig auskommen) macht erfinderisch und kreativ.


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peter25
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Armutskonferenz fordert Anhebung der Sozialhilfe-Regelsätze
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf peter25 vom 24.02.2009, 18:26:45
@peter25

Natürlich kann ich als Singel meine Mahlzeiten optimieren, Sonderangebote nutzen und leckere Speisen und Salate zu kleinem Preis zubereiten. Eigentlich sind die teuersten Zutaten meiner Mahlzeiten die Gewürze und die kleinen Extras (wie getrocknete/frische Pilze an den Soßen, edle Öle, Kräuter o.ä.). Aber ich bin von Haus aus geizig - meine Eltern stammen aus dem Schwarzwald. )))

Ein geschickter Hartz IV Empfänger kommt sicher mit den monatlichen Almosen aus. Ganz anders sieht das aber bei einer Familie mit Kindern aus. Dort beginnt die Not und die gesellschaftliche Ausgrenzung. Acht euro für eine Kino-Karte sind dann ein Luxus, da dies schon wieder eine Mahlzeit für die Familie sein könnte. Ein Familienbesuch im Theater? ...unerreichbar!

Diese Kinder wachsen als "underdogs" auf und haben einen Scheiß-Start ins Leben, der durch keine Fördermaßnahme wieder gut gemacht werden kann. Der psychologische Schaden der Benachteiligung dieser kleinen Menschen ist unabsehbar. Irgendwann fangen sie an, sich zu nehmen, was sie wollen, oder brauchen.
baerliner
baerliner
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Re: Armutskonferenz fordert Anhebung der Sozialhilfe-Regelsätze
geschrieben von baerliner
als Antwort auf peter25 vom 24.02.2009, 18:26:45
....

Um nicht immer von der Theorie auszugehen,hab ich gestern mir für 20 Euro (für 5Tage) Lebensmittel gekauft.(Frühstück,Mittag-und Abendessen.Um mal zu testen ob ich mit dem Sozialhilfesatz zurecht komme.----Muß schon jetzt sagen,"Not"(mit wenig auskommen) macht erfinderisch und kreativ.
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peter25


Genau das ist die einzige Möglichkeit, die jeder mal ausprobieren sollte. Ich war übers WE im Krankenhaus und beim Warten auf freie Betten unterhielten sich zwei Mitpatienten auch über die 4 €, die für die Ernährung reichen sollen. Eine dieser beiden war eine Rentnerin, die sich die Zeit genommen hat, nicht alles in einem Supermarkt zu kaufen, weil es bequem ist, oder das zu kaufen, worauf sie gerade Appetit hat, was aber teuer ist, sondern sie hat bewußt auf den Preis geachtet, aus den Reklameblättchen die Sonderangebote rausgesucht und ist auch mal etwas weiter gelaufen, um preiswert einzukaufen. Jedenfalls hatte sie keine Probleme, mit den rund 4 € auszukommen. Alles nur eine Frage der Organisation, wie sie sagte. Und wohl auch unausgesprochen eine Frage der Ansprüche, denn sie stammte aus der Generation der Berliner Trümmerfrauen.

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baerliner

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peter25
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Mitglied

Re: Armutskonferenz fordert Anhebung der Sozialhilfe-Regelsätze
geschrieben von peter25
als Antwort auf dutchweepee vom 24.02.2009, 19:06:24
@dutch
......was speziel dein Beitrag mit den Kindern betrifft,stimme ich dir voll zu--------

Und wenig ausgeben für eine Mahlzeit(sparsam sein)haben mir meine Eltern beigebracht------stammen nicht aus dem Schwarzwald (wie bei Dir) ,sondern aus der Rhön--- ))

peter25
peter25
peter25
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Re: Armutskonferenz fordert Anhebung der Sozialhilfe-Regelsätze
geschrieben von peter25
als Antwort auf baerliner vom 24.02.2009, 19:15:46
@baerliner
Dein Beitrag wie ich finde,trifft den Nagel auf den Kopf.
Die zwei Worte, Organisation und Ansprüche, da sollten manche mal darüber nachdenken.

Und Frauen(ältere Generation) kommen sicherlich eher zurecht mit einer Notsituation als Männer.Denn wenn ich immer so Fernsehberichte sehe, über "Suppenküchen",da fällt mir auf, das überwiegend männliche Personen
davon Gebrauch machen.

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peter25
morgensonne
morgensonne
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Re: Die Kost-Fast-Nix-Kost
geschrieben von morgensonne
als Antwort auf peter25 vom 22.02.2009, 13:27:58

pro Person bekommt der Hartz4 Empfänger allein 139 € fürs Essen, wie Du schreibst. Das sind bei einem 4 Personen Haushalt monatlich 516 €. (Falls es stimmt). Wenn ich das mit meinem Haushaltsgeld vergleiche reicht das. Da ist auch Fleisch dabei. Es müssen ja nicht Filets und Rumpsteaks sein.
Wenn allerdings jede Woche ein Kasten Bier und täglich eine Schachtel Zigaretten verkonsumiert werden, dann wird es eng. Meine Freundin hatte an Soialempfänger eine Wohnung vermietet. Früher bekam sie das Geld vom Sozialmat für die Miete überwiesen. Seit längerer Zeit ist das nicht mehr der Fall. Die Miete bekommt der Sozialempfänger; aber anstatt sie weiter zu leiten, wurde sie für andere Sachen ausgegeben. Seitdem nimmt die Freundin keine Sozialempfänger mehr. Ihr vorletzer Mieter schuldet ihr noch für 3 Monaten die Miete.
Meine Generation kann noch sparen, wir sind ja in einer armen Zeit aufgewachsen aber unsere Kinder haben aus dem Vollen geschöpft und können nicht gut verzichten. Ich kenne eine Frau, die ist auch Hartz4 Empfängerin (ca. 40 J.)- kauft einen Wagen voll ein - Alkohol darf auch nicht fehlen und lässt sich mit Taxi heimfahren. Da fasst man sich doch an den Kopf. Dabei wohnt sie nur einen km vom Kaufhaus entfernt. Wenn ich so das Geld verjubel, dann komme ich natürlich nicht damit aus.
morgensonne

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morgensonne
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Re: Die Kost-Fast-Nix-Kost
geschrieben von morgensonne
als Antwort auf morgensonne vom 24.02.2009, 20:09:05

sorry Peter die Antwort sollte an pea gehen. Sie schrieb das mit den 120 €.
morgensonne
astrid
astrid
Mitglied

Re: Die Kost-Fast-Nix-Kost
geschrieben von astrid
als Antwort auf morgensonne vom 24.02.2009, 20:09:05
Ja Morgensonne,
wir können noch sparen,grins und man lebt ja nicht
schlechter dabei,nur bewußter.Auch macht es sich
im Geldbeutel bemerkbar.

Warum kauft diese junge Frau (40)nicht mit einem
Einkaufsroller ein,anstatt mit dem Taxi?
Wenn die Geschäfte so nah sind,kann man außerdem
auch öfter hingehen,auch eine Möglichkeit.

Mußt mal sehen,was so alles beim Sperrmüll landet,
da staunt man so manches mal schon. Immer neu kaufen.
Sieht nach Wegwerfgesellschaft demnach,aus.
Aber das ist ein anderes Thema.

Lieben Gruß,Astrid
peter25
peter25
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Re: Die Kost-Fast-Nix-Kost
geschrieben von peter25
als Antwort auf morgensonne vom 24.02.2009, 20:09:05
@morgensonne
Gott sei Dank, steh ich nicht alleine mit meiner Ansicht.So wie Du seh ich das auch.Schon dein Wort Haushaltsgeld das kennt doch keiner mehr.
Haushalten mit dem Geld---------und so soll es sein.
peter25
loreley
loreley
Mitglied

Re: Die Kost-Fast-Nix-Kost
geschrieben von loreley
als Antwort auf morgensonne vom 24.02.2009, 20:09:05
Hallo Morgensonne. Irgendwie erinnert mich dein Satz (Zitat: Wenn allerdings jede Woche ein Kasten Bier und täglich eine Schachtel Zigaretten verkonsumiert werden, dann wird es eng.) an das, was vor ein paar Tagen Herr Mistfelder sagte.
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loreley

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