Aktuelle Themen Es tut weh,

Es tut weh,
geschrieben von mart1
wenn erkannt wird, dass Eltern nicht dem Bild entsprechen , das wir uns in unserer Kindheit von ihnen gemacht haben.

Es tut mir auch weh, wenn ich erkenne, wenn Staaten, die ich immer noch so gerne als rundum positiv ansehen möchte, sich für mich entblättern... das betrifft im besonderen die USA und Israel.

Ein Prozess des Erwachsenwerdens in Hinblick auf die Eltern. Auch als ganz normale Menschen mit ganz normalen Fehlern mag ich sie noch.

Der Verlust an Illusionen ist ein Prozess des kritischeren Blicks und der intensiveren Beschäftigung ... aber auch ein Prozess des Erkennens, in welchem Ausmaß Manipulationen und (edit: Unmenschlichkeiten) stattfinden .... aber ich mag sie noch, die USA und Israel, (Edit) das heißt die Menschen, die dort leben.

Und deshalb tut es mir sehr weh!


mart1

Nochmals edit: Ist die Gründungsphilosophie beider Staaten nicht eine andere?
eko †
eko †
Mitglied

Re: Es tut weh,
geschrieben von eko †
als Antwort auf mart1 vom 12.09.2009, 12:40:38
Zitat mart:

"Es tut mir auch weh, wenn ich erkenne, wenn Staaten, die ich immer noch so gerne als rundum positiv ansehen möchte, sich für mich entblättern... "

mart, was Du hier beschreibst, ist eine Ent-Täuschung, die Du Dir meiner Meinung nach selbst bereitet hast. Du hast zuviel hineinidealisiert....und nun musst Du erleben, daß Deine Ideale Dich getäuscht haben.

Ich denke aber, daß uns das unser ganzes Leben begleitet. Wir wünschen uns etwas, daß es so sein sollte, wie wir es gerne hätten.......und eines Tages müssen wir feststellen, daß wir uns ge-täuscht haben.

Ich würde das nicht so dramatisch sehen wollen, es ist der Welten Lauf und das hat absolut nix mit Gleichgültigkeit zu tun, sondern eher mit einem sich mehr in der Mitte bewegen.
--
eko
Re: Es tut weh,
geschrieben von mart1
als Antwort auf eko † vom 12.09.2009, 13:06:00
Stimmt natürlich,

aber ist es nicht vergleichbar mit der Ent-Täuschung vieler Nazianhänger?

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george
george
Mitglied

Re: Es tut weh,
geschrieben von george
als Antwort auf mart1 vom 12.09.2009, 12:40:38
Ich bin auf privater Ebene mehrfach herb und zuletzt extrem krass enttaeuscht worden. Wenn ich dazu nicht die Aufarbeitung, die Distanzierung gefunden haette, das haette ich weder persoenlich und vor allem noch beruflich ueberlebt.
Aber da sind Maennlein und Weiblein auch ein bischen verschieden.

Ich finde es gut, dass Du das Dich derart, so sehr Bedrueckende hier hinein geschrieben hast und kann mir vorstellen, dass Du Dich danach ein kleines bischen besser fuehlst, was auch immer fuer Antworten da noch kommen moegen.
Lieben Gruss
George
pippa
pippa
Mitglied

Re: Es tut weh,
geschrieben von pippa
als Antwort auf mart1 vom 12.09.2009, 13:09:42
Warum sollten Nazianhänger denn enttäuscht sein? Ist doch alles eingetreten, was Hitler vorher beschrieben hat. Nur das sie den Krieg Gott sei Dank verloren haben.... Meinst Du das als Enttäuschung?
--
pippa40
Medea
Medea
Mitglied

Re: Es tut weh,
geschrieben von Medea
als Antwort auf pippa vom 12.09.2009, 13:26:49
Beitrag gelöscht.
--
M.
eko †
eko †
Mitglied

Re: Es tut weh,
geschrieben von eko †
als Antwort auf mart1 vom 12.09.2009, 13:09:42
Stimmt natürlich,

aber ist es nicht vergleichbar mit der Ent-Täuschung vieler Nazianhänger?


Autsch, das ist ein Thema, bei dem man leicht ausrutschen kann. Trotzdem will ich versuchen, darauf eine Antwort zu geben.

Zunächst einmal, wo sind sie denn geblieben, all diejenigen, die so furchtbat laut "Heil" geschrien haben ? Betrachtet man sich alte Wochenschauen, dann sind es nicht nur ein paar Verrückte gewesen, die damals in ihrem "Führer" eine bessere Zukunft gesehen haben. Da gabs genug Frauen, die z.B. in ihrer Verzücktheit "dem Führer ein Kind schenken" wollten.

Die Nazis haben alles getan, um den deutschen "Volksgenossen" den Nationalsozialismus schmackhaft zu machen und als die große Zukunft Deutschland einzutrichtern.

Und sie hatten Erfolg damit!

Ich habe das selbst als 12jähriger "Pimpf" noch direkt miterlebt. Das war so "toll", daß ich damals mir die Frage stellte, was wohl werden würde, wenn Adolf Hitler mal stibt.

Wir haben uns alle getäuscht und waren nachher ent-täuscht. Und es war nicht einfach, nun von heute auf morgen zu erkennen, daß wir alle um unsere Ideale betrogen wurden. Und viele haben Jahre und Jahrzehnte gebraucht, davon loszukommen und manche habens auch nie geschafft.

Davon will heute niemand mehr was wissen und frag mal die Leute, da wirst Du stets gleichlautend zur Antwort bekommen, daß in ihrer Familie und in ihrem Bekanntenkreis stets alle gegen Hitler waren.

Die größte Lüge, die ich mir vorstellen kann!

Mich ekelt diese Feigheit an, sich nicht dazu bekennen zu wollen, daß man von den Idealen der Nazis nicht in irgendeiner Form angesteckt war. Das, was pippa schreibt, ist - pardon! - dummes Zeug.

--
eko
pippa
pippa
Mitglied

Re: Es tut weh,
geschrieben von pippa
als Antwort auf Medea vom 12.09.2009, 13:41:49
Doch, richtige Nazianhänger wollten und wollen immer noch über andere Menschen herrschen. Sie wollten und wollen immer noch einen großen Anführer haben. Eine Demokratie wollten und wollen sie nicht. Ein Deutschland von der Maaß b is an die Memel wollen sie doch heute noch. Wenn man sie lässt auch mit Waffengewalt. Ein überzeugter Nazianhänger wusste, was Hitler wollte, darum hat er sich ja diesem Verbrecher angeschlossen. All die Mitläufer meine ich nicht, meine aber, vieles wäre verhindert worden, hätten auch sie sich informiert.
--
pippa40

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