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Aktuelle Themen Ethikrat zur Organspende

ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
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Ethikrat zur Organspende
geschrieben von ehemaligesMitglied451
Der Ethikrat möcht jedem Toten Organe entnehmen lassen, der nicht schriftlich in Form einer Verfügung widersprochen hat.

Etwas salopp übertragen auf Spenden allgemein: Eine gemeinnützige Organisation kann eine Spende von Deinem Konto abbuchen, es sei denn Du hast vorher bei Deiner Bank die Abbuchung von Spenden schriftlich untersagt. Schön wärs!

Ich verweise zunächst auf den Link.

Die Vorschläge des Ethikrates zur sog. Widerspruchsregelung wurden von der Politik vielfältig abgelehnt. Ich persönlich finde auch den Vorschlag dieses "Ethik"Rates unangebracht und gefährlich.

Das Für und Wider ist in dem Zeitartikel gut dargestellt.





donaldd
Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 13.06.2007, 11:15:18
Organspende ist nach meiner Ansicht ein Akt der Nächstenliebe. Nächstenliebe ist aber immer freiwillig!
--
ursula
Medea
Medea
Mitglied

Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von Medea
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 13.06.2007, 14:05:54
Ethikrat hin oder her -
meine Organe bleiben da, wo sie jetzt sind, nämlich bei mir.....
Ebenso wenig bin ich selbst an Organverpflanzungen zur Rettung meines Lebens interessiert.
Die "bewußte" Niere, die lebensrettend für meine Tochter wäre, ist die rühmliche Ausnahme,
das stände außer Frage.

Ich bin gegen ein Gesetz, in dem ich ausgeschlachtet werde, nur weil gerade meine entsprechende Erklärung dagegen nicht gleich zur Hand ist und Ärzte somit stillschweigend meinen, aus mir eine Organspendebank machen zu dürfen.

Medea.





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dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf Medea vom 13.06.2007, 15:07:02
ich finde die regelung ausserordentlich gut. viele menschen sind einfach zu faul, sich einen entsprechenden organspender-ausweis zuzulegen, oder beschäftigen sich garnicht mit der problematik. so wandern viele millionen wichtige spenderorgane auf den kompost - sprich ins grab.

wer absolut in einem stück vermodern will, kann sich ja einen entsprechenden zettel zulegen. machen wir uns doch nichts vor: 90% eurer organe sind für transplantationen sowieso ungeeignet. wer baut sich denn einen 60 jahre alten auspuff ins auto ein?
vitaraw
vitaraw
Mitglied

Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von vitaraw
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 13.06.2007, 11:15:18



mir gefällt dieser vorschlag des ethikrats auch sehr ....genau wie dutch bin ich der meinung das viele nur aus bequemlichkeit keinen organspendeausweis bei sich tragen .

wenn genug organe bereit stehen würde , hätte die organhandelmafia auch keine chance mehr auf gute verdienste .
die 700 verschwundenen neugeborenen in einem krankenhaus in russland , wo weiß ich leider nicht mehr , von denen vermutet wird das einige zwecks organentnahmen sterben mussten , wären wohl auch kein so großes rätsel mehr .

mit ist es wurscht ob ich an einem stück , oder gar nicht irgendwo versenkt oder verstreut werde.

und ich bin auch nicht der papst , hab gelesen johannes paul wurde sogar sein durch das attentat entnommene stück darm mit in den sarg gegeben , und hoffe der liebe herrgott erkennt mich auch wenn ein paar teile fehlen bei mir .
--
vitaraw
vitaraw
vitaraw
Mitglied

Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von vitaraw
als Antwort auf vitaraw vom 13.06.2007, 16:29:15




wieder zu schnell geklickt .

mein vorschlag wäre ein vermerk auf der krankenkassenkarte , ob man sich als organspender oder nicht zur verfügung stellt.
--
vitaraw

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ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
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Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf vitaraw vom 13.06.2007, 16:29:15
es gibt da eine SF-Story (James E. Gunn, leider weiß ich mom den Titel nicht , weil das Paperback irgendwo auf dem Boden in einem Umzugkarton steckt):

einige Komponenten der Story:
Das Elixier für das eige leben wurde erfunden. Es gibt Schutzzonne um riesige medizinische Centren, die von minder previligierten Wegelageren und Obdachlosen umschwärmt und belagert werden (95% der menschen vegetieren am Existenzminimum). Außerhab der Schutzzonen machen Mörderbanden sog. Leichenfledderer Jagd auf alles was Organe liefert. Sie töten ihre Opfer nicht, sonder lähmen sie, um sie als lebendiges Ersatzteillager zu verwenden.....

Nun will ich nicht behaupten, daß das irgendwie mit unserer Realität was zu tun hat, SF eben. Aber irgendwie läuft der Denkansatz der Ethik Kommission in Richtung Ersatzteillager. Ich gaube, daß die gefahr besteht, daß die Tür Richtung Organhandel aufgestoßen wird.
donaldd
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von schorsch
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 13.06.2007, 11:15:18
Ethikrat? Was ist daran noch ethisch? Wenn ich ein Organ spenden will, will ich den freien Willen dazu haben.
--
schorsch
schorsch
schorsch
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Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von schorsch
als Antwort auf dutchweepee vom 13.06.2007, 15:26:17
dutch, was glaubst du, wie viele solcher "Zettel" "verschwinden" würden!?
--
schorsch
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Ethikrat zur Organspende
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf schorsch vom 13.06.2007, 17:33:09
schorsch

ich habe mit meinem beitrag meine meinung kund getan und keine allumfassende wahrheit über das system, indem ihr alle so gerne lebt und in dem ich mich nun zurecht finden muss und kann. wenn nichtmal IHR altgedienten bundesbürger vertrauen zu eurem gesundheitssystem habt, wie sollen wir "neukapitalistischen" das dann?

mir ist es absolut egal, was mit meinen organen passiert, wenn ich hirntot bin. sollte irgendein zipfel meines körpers dann noch brauchbar sein, um anderen menschen zu helfen, so soll mir das recht sein. DAS ist mein denkansatz.

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