Aktuelle Themen Feige oder mutig?

dietrich_von_bern
dietrich_von_bern
Mitglied

Re: Feige oder mutig? (Suizid)
geschrieben von dietrich_von_bern
als Antwort auf monika vom 12.08.2009, 22:32:59
liebe Monika!

Mut war schon immer eine meiner Stärken, ich finde einfach, dass ich mit meinem Outing vielen
Leuten aus der Seele spreche und Ihnen vielleicht ein bischen Hoffnung geben kann.
Ja das mit dem Umzug nach Tirol wird mir sicher gut tun, komme ich doch nach über 40 Jahren in meine alte Heimat zurück.

Es grüßt Dich sehr herzlich

dietrich_von_bern bzw. Karl
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Feige oder mutig?
geschrieben von eleonore
als Antwort auf vom 11.08.2009, 11:15:15
Angeregt durch eine Geschichte, die ich eben im Blog las, möchte ich mal die Meinung
hier hören, ob ein Selbstmord feige oder mutig ist.

Die Geschichte, die outofspain im blog schrieb, hat mir sehr zu denken gegeben...............

(ich hoffe, die userin "outofspain" ist mir nicht böse deshalb?!)
karin2
geschrieben von karin2


nach durchlesen alle beiträge und diese geschichte, bin ich zu mein persönlichefazit gekommen.

ich meine, kein gesunde mensch kann es jemals nachvollziehen, was in ein kranken und verzweifelten mensch vor sich geht.

da können doktoren fuhrenweise pillen verordnen, therapieren bis gehtnichtmehr, manche krankheiten sind eben sehr wiederstands fähig.
ich persönlich würde es niemals wagen weder pro noch kontra zu urteilen, wenn jemand seinen leben ein ende setzt.

ob es ein kurzschluß handlung war, oder lang geplant.......ein mensch ist gestorben.

--
eleonore
adam
adam
Mitglied

Re: Feige oder mutig?
geschrieben von adam
als Antwort auf eleonore vom 13.08.2009, 08:57:07
ob es ein kurzschluß handlung war, oder lang geplant.......ein mensch ist gestorben.


Das sehe ich ganz ähnlich. Niemand ist am Ende eines Menschenlebens dazu in der Lage, dieses Leben zu reflektieren, zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Das wäre Anmaßung.

Deshalb darf der nötige Respekt auch nach dem Tod, gleich wie, nicht verweigert werden.

--

adam

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supi62
supi62
Mitglied

Re: Feige oder mutig? - weder noch -
geschrieben von supi62
als Antwort auf adam vom 13.08.2009, 09:09:14

Das sehe ich ganz ähnlich. Niemand ist am Ende eines Menschenlebens dazu in der Lage, dieses Leben zu reflektieren, zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Das wäre Anmaßung.
Deshalb darf der nötige Respekt auch nach dem Tod, gleich wie, nicht verweigert werden.
--
adam
geschrieben von adam


mir sagte mal jemand, das gegenteil von mut wäre angst...
vielleicht braucht es keine angst um für sich zu beschliessen, DIESES leben nicht mehr leben zu wollen...

ich glaube sogar, wenn man glücklich war und ist auf dieser welt, und man von sich sagen kann, dass keine wünsche mehr offen geblieben sind, ja man sogar mehr bekommen hat, als man je zu hoffen gewagt hätte, dann kann man getrost gehen...
dazu bräuchte es glaube ich weder feigheit noch mut
es wäre dann einfach.

--
s
Re: Feige oder mutig? - weder noch -
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf supi62 vom 13.08.2009, 09:37:08

--vielleicht hast du recht.
vielleicht kann man in einem gewissen alter auch für sich selbst beschließen: nun ist es genug!



karin2
Re: Feige oder mutig? (Suizid)
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf dietrich_von_bern vom 12.08.2009, 21:23:34

ja, mir geht es wieder gut. es ist ja schon ein jahr her, nur die emotionen kamen beim thema wieder hoch.
aber es ist nichts mehr zu ändern, es ist wie es ist.
man muss alles akzeptieren.

das leben - jeden tag so zu leben, als wenn es der letzte wäre - das geht einfach nicht.
niemand kann in die zukunft sehen. man kann sich nur bemühen, weitgehend die richtigen
entscheidungen zu treffen.

oder lebt irgendjemand so vorbildlich, daß keine zweifel am tun aufkommen?


karin2

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albaraq
albaraq
Mitglied

Re: Feige oder mutig? - weder noch -
geschrieben von albaraq
als Antwort auf supi62 vom 13.08.2009, 09:37:08
Du siehst das schon richtig Supi,
„DIESES Leben nicht mehr leben zu wollen..“

Denn für jedes Individuum stellt sich der Sinn seines weiter Lebens nach einem schweren Schicksalschlag anders dar, denn jeder hat andere Wertvorstellungen wo für es sich lohnt, danach weiter zu leben oder auch nicht.
Diese Frage stellt sich für jeden von uns vielleicht einmal in irgend einer Form.

Da gibt es Menschen deren Stolz es niemals zulassen würde,
unverschuldet - von Harz IV, Suppenküche oder aus der Mülltonne leben zu müssen,
oder Menschen
deren Lebensplanung durch, Missgunst, Verleumdung bis hin zum Rufmord (vor allem in Dörfern), von anderen zerstört wurde,
dann gibt es Mittelständler
hauptsächlich aus dem Baugewerbe, die unverschuldet ruiniert wurden, weil ihre Rechnungen nicht bezahlt wurden und sie mit einem riesen Schuldenberg dastehen oder sie als Subunternehmer tätig waren und in Treu und Glauben handelten und von Großauftragnehmern missbraucht wurden.
Dann die,
die ganz einfach nicht dahinsiechen wollen und als Versuchskaninchen der Pharmaindustrie und Ärzten dienen wollen,
dann wieder welche,
die nicht in Pflegeheimen fest fixiert mit Windel und Magensonde, der Willkür von überfordertem Pflegepersonal ausgeliefert sein wollen.
Dann gibt es auch Freidenker,
die ganz einfach keine Lust mehr haben, die ganz einfach ihr Recht in Anspruch nehmen – ihr Leben zu beenden.
Denn keiner wurde und wird gefragt, ob er überhaupt auf diese Welt will.
Ist man erst einmal da finden sich sofort welche die meinen, sie wüssten – was für dich das Beste wäre.
Solche Menschen wissen nur eines und das ganz genau, nämlich wie sie aus dir den höchstmöglichen Profit schlagen können.
Noch vor gar nicht so langer Zeit mussten Frauen,
die sich in Notlagen befanden noch zu sogenannten „Engelmacherinnen“ gehen. Viele sind jämmerlich und qualvoll zu Grunde am Pfusch gegangen. Bis endlich die Vernunft über kirchliche Dogmen siegte und diese Frauen endlich ärztlichen und psychologischen Beistand bekamen.

Vielleicht ist es auch eines Tages möglich, wenn endlich die weltliche Vernunft die Oberhand über diese uralten verdummenden kirchlichen Dogmen gewinnt, dass die Menschen, die nicht mehr leben wollen, aus welchem Grund auch immer, dann auch würdevoll, schmerzfrei und schnell gehen dürfen.
Das wäre in meinen Augen Humanistisch,
denn danach Betroffenheit und Krokotränen zu heucheln, wenn am Leben verzweifelte sich vor LKW oder Bahn werfen, von Brücken springen, sich ertränken oder Tabletten und Alkohol nehmen, vielleicht dann noch schwerstgeschädigt überleben, das finde ich verdammt grausam und unhuman .
--
Jala

Bevor es zu Missverständnissen kommt, mein letzter Absatz bezieht sich nur auf die Menschen - die wirklich nicht mehr leben wollen (egal aus welchen Gründen)!!!
Dann gibt es noch viele Facetten derer, die Aufmerksamkeit auf ihre Person lenken möchten mittels Selbstmordversuchen, weil sie sich zu wenig beachtet, geliebt usw. befinden.
adam
adam
Mitglied

Re: Feige oder mutig? - weder noch -
geschrieben von adam
als Antwort auf albaraq vom 13.08.2009, 11:35:15
Ich bin betroffen, wie leichtfertig Du hier Verständnis herbeischreibst über Entscheidungen, die möglicherweise bei Menschen anstehen, die Deine Zeilen lesen. Das Thema ist viel zu sensibel, um sich auszumalen, warum und mit welchen Mitteln Menschen ihrem Leben ein Ende setzen können. Kein Mensch kann in die Zukunft sehen, kein Mensch kann beurteilen, welche Möglichkeiten sich vielleicht schon eine Stunde nach dem Suizit ergeben. Wir sollten hier von der Hoffnung schreiben, versuchen Hilfeschreie zu erkennen, Mut zum Hinsehen und Helfen zu machen. Das wäre human.

Mit Deinem letzen Absatz begründest Du höchstens, warum Du die anderen nicht hättest schreiben sollen.

--

adam
nasti
nasti
Mitglied

Re: Feige oder mutig?
geschrieben von nasti
als Antwort auf olga64 vom 12.08.2009, 16:22:11
….Suizide auch sehr eogistisch ausgeführt werden:…..

Das stimmt Olga

Soll ich Dich duzen oder siezen? Mom. werde Dich so lange duzen, wenn du mich anschimpfst Es ist leichter für mich duzen, habe ich sowieso große Schwierigkeiten mit Grammatik.

Einige Menschen üben Suizid als Strafe für die hiergebliebene, Sie haben mehr erwartet oder so ähnliche Grunde. Mein Nachbarin, eine Kinderärztin vor viele Jahre hatte mit Ihre 10 Jährige Tochter Suizid geübt, die kleine, einziges Kind ist gestorben, Sie war gerettet. Sie spritzte für sich und Tochter eine tödliche Spritze. Ihr Ehemann, ein Krankenhausarzt möchte gerne die andere Frauen auch, obwohl Sie eine ausgesprochen schöne Frau war. Der Arzt war wirklich eine männliche Schönheit, wie aus Werbung für Jim Bim , groß, schlank, blond, mit harte aber sehr sympathische Gesichtszüge.
Er untersuchte mein Herz einmal und das sehr lange, guckte tief in meine Auge, inzwischen bekam ich weiche Knie, war ich nur eine 30 Jährige, könnte mich sofort an Ihn verlieben.
Seine Frau ist frei gesprochen worden, das war angeblich ein breitere Suizid, und dürfte weiter als Kinderärztin arbeiten. Das Kind ist aus egoistische Grunde und Rache der Mutter gestorben.- ich kann sagen nur: Pfui!!!!!

Nasti
pepa
pepa
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Re: Feige oder mutig? - weder noch -
geschrieben von pepa
als Antwort auf albaraq vom 13.08.2009, 11:35:15
ich bin ganz und gar deiner Meinung. Jeder Mensch sollte das Recht haben, seinem Leben ein Ende zu bereiten, wenn er des Lebens müde ist. Dazu braucht es keine unheilbaren Krankheiten, oder Schicksalsschläge usw. Wieso ist es denn egoistisch und rücksichtslos, wenn ich eine Entscheidung für MEIN Leben treffe? Wer so einen Schritt geht, der überlegt es sich lange vorher und ist sich auch bewußt, was es für die Hinterbliebenen bedeutet.
Dürfen wir als Außenstehende uns anmaßen, zu be- und zu verurteilen, uns zu entrüsten und aufzählen, wie gut es doch Derjenige eigentlich hat? NEIN!
--
pepa

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