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Aktuelle Themen "Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel"

hugo
hugo
Mitglied

Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von hugo
als Antwort auf Medea vom 07.10.2008, 08:54:22
hallo medea,,"Schurkerei" solch ein Wort läßt sich Jahrzehnte danach leicht über die Lippen bringen
das hätte aber -und so ist es auch noch heute- zum Zeitpunkt des Geschehens niemals Jemand so gedeutet, im Gegenteil,,rolf hat ja schon einen Grund genannt,,Bündnistreue

Damals wäre es vermutlich unter den Beteiligten einerseits eine Schurkerei gewesen nicht mitzuhelfen die angestrebten Ziele (Einfluss der Amerikaner und Israelis auf den Nahen Osten nicht grenzenlos zuzulassen) zu erreichen und sich das Mühen der "Freunde" nur aus der sicheren Ferne anzugucken,,,Das wär einer echten Hilfe für den "Feind" nahegekommen, also eine Schurkerei gewesen.

Im Nachhinein und aus Sicht eines Freundes Israel und den USA sieht das sicher völlig anders aus, so wie wir heute die Vietnamkriege auch als Schurkerei ansehen und nicht als amerikanischen Befreiungskrieg.

Was hier wohl eher eine Rolle bei der Nachbetrachtung spielt ist die bisherige "Geheimniskrämerei",,und wenn dies als Geheim betituliert wird (egal wie geheim das auch war) bekommt es eben sofort einen völlig anderen, einen interessanteren, einen aufregenden und vorzeigbaren Touch für den TV Sender und seine Konsumenten und darauf kommts hier wohl an.

Hätte diese Nachricht (und etwas anderes wäre es zu DDR Zeiten ja kaum gewesen, die DDR-Politologen hätten es schon zu verpacken gewusst)
also hätte es diese Nachricht damals schon gegeben, Report München hätte sich mit keiner Silbe daran gemacht es auf den Sender zu bringen,,

auch ich kann momentan mir keinen Reim drauf machen das es eine "scheinbare oder echte" Ruhe zu diesem Aspekt so lange gegeben hat,,,entweder es war geheim (aus Gründen die ich absolut nicht nachvollziehen kann) oder es wurde nur (was ich eher annehme) nicht für wichtig, für außerordentlich, für nennenswert empfunden und deshalb entsprechend übersehen,,

das es in geheimer Mission organisiert wurde,,,ok, jede militärische Aktion wurde damals mit entsprechender "Aufmerksamkeit" oder mit entsprechender "Geheimhaltung" aus militärtaktischen, diplomatischen oder strategischen Gründen bedacht.

-mal sehen wie weit es demnächst noch Aufregung zum Thema geben, oder wie schnell es vergessen sein wird.

--
hugo
rolf †
rolf †
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Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von rolf †
als Antwort auf hafel vom 07.10.2008, 10:12:39
Da es kein Nato-Einsatz war, stellte sich die Frage der Bündnistreue garnicht.

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rolf
adam
adam
Mitglied

Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von adam
als Antwort auf rolf † vom 07.10.2008, 09:21:47
Dazu nur ein Wort: Bündnistreue
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rolf
geschrieben von rolf


Es ist mir neu, daß der Jom-Kippur-Krieg ein Bündnisfall für den Warschauer Pakt war.

Sei`s drum: Die USA haben den Israelis geholfen, die Sowjets den arabischen Staaten, vielleicht war es ja ein "Wunsch" der Sowjetunion an die DDR. Aber das ist Spekulation. Jedenfalls steht es schon in Wikipedia (Jom-Kippur), daß die DDR indirekt beteiligt war.

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adam

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Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von klaus
als Antwort auf hugo vom 06.10.2008, 23:21:32
@hugo,
"mich würde interessieren ob man aus dieser HP erkennbar den Termin, das Datum ihrer Erstellung und dern Zeitpunkt der Insnetzstellung herausfinden kann ?"

Was ist daran so wichtig ? Ändert das etwas an den Tatsachen ?
--
klaus
rolf †
rolf †
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Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von rolf †
als Antwort auf klaus vom 07.10.2008, 11:23:08
An den Tatsachen ändert es nichts, aber an der Aktualität der Reportreportage.
--
rolf
hugo
hugo
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Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von hugo
als Antwort auf klaus vom 07.10.2008, 11:23:08
na klar ist das wichtig klaus,, es macht einen gewaltigen Unterschied ob die Leute von Panorama tatsächlich etwas völlig Unbekanntes, für uns alle Neues, herausgefunden und nun erstmals veröffentlicht haben, oder ob sie nur einen alten Hut neu aufpolieren, eine Uralte Geschichte mit neuem Outfit versehen, an den Mann bringen,,

Der Fakt an sich, ok darüber kann diskutiert werden,,wird ja hier auch und wie wir sehen auch konträr (wie zu erwarten war)

Ihre Brisanz verliert solch eine Schlagzeile jedoch dann sofort, wenn,,,,,siehe oben.

mir liegt momentan gar nichts daran das DDR-Regime gegenüber Verdächtigungen bezüglich geheimer Operationen gegen Israel reinzuwaschen oder in Schutz zu nehmen,,mir gehts eher (und das dürftest Du bemerkt haben) um die Stimmigkeit und behauptete Aktualität der Sendungsmacher,,,nur daran hatte ich gezweifelt.

oh nun seh ich gerade, das rolf schon diesbezüglich eine inhaltlich fast gleichlautende Antwort gab.

wenn ich heute in der Zeitung lese: "Neue, bislang völlig
unbekannte Akten und Aussagen von Zeitzeugen belegen: Soldaten der Nationalen Volksarmee der DDR nahmen in einer völkerrechtswidrigen Geheimoperation auf syrischer Seite am Yom-Kippur-Krieg 1973 gegen Israel teil.

report MÜNCHEN mit Interviews und Dokumenten, die erstmals zeigen wie die DDR-Staatsführung Luftwaffensoldaten der NVA auf arabischer Seite in den Krieg schickte."

Also wenn ich sowas sehe
und beim kurzem Nachgucken im Internet finde ich als Laie mehrfache ältere Hinweise auf diese Thematik mit Zahlen und Fakten, dann hab ich nun mal Bedenken an der Seriösität solcher Sendungen und das wollte ich zum Ausdruck bringen.

--
hugo

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silhouette
silhouette
Mitglied

Re: Geheimoperation Aleppo - Erich Honeckers Krieg gegen Israel
geschrieben von silhouette
als Antwort auf adam vom 07.10.2008, 11:18:25
Vielleicht wäre es zu erklären mit dem, was wir Musterschüler-Verhalten oder vorauseilenden Gehorsam nennen?
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silhouette
niederrhein
niederrhein
Mitglied

Inszenierung medialer Wirklichkeiten
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf hugo vom 07.10.2008, 10:12:50
Inszenierung medialer Wirklichkeiten


[...] bekommt es eben sofort einen völlig anderen, einen interessanteren, einen aufregenden und vorzeigbaren Touch für den TV Sender und seine Konsumenten und darauf kommts hier wohl an. Hätte diese Nachricht (und etwas anderes wäre es zu DDR Zeiten ja kaum gewesen [...] [...] also hätte es diese Nachricht damals schon gegeben, Report München hätte sich mit keiner Silbe daran gemacht es auf den Sender zu bringen [...] -mal sehen wie weit es demnächst noch Aufregung zum Thema geben, oder wie schnell es vergessen sein wird. hugo
geschrieben von hugo


Wie bereits vorher geschrieben, hat mich diese Nachricht zunächst berührt ... aber das ist, auch das habe ich geschrieben, meine Reaktion.

Zur (für mich übrigens neuen) Tatsache selbst
Ich werde mich - nicht zuletzt dank der Hinweise hier; danke dafür! - weiter kundig machen.

Aber - und das ist kein zu vernachlässigender Aspekt! - die weitere Frage ist, wie weit wir nur Empfänger und/oder Opfer inszenierter medialer Wirklichkeiten sind?
Wenn wir uns vorstellen - und dafür sind nicht zuletzt hier die oft durchaus recht interessanten Beiträge ein Beleg! - , wie sehr das Fernsehen mit dieser inszenierten und in (meistens überflüssigen und oft sinnlosen!) Bildern präsentierten Wirklichkeit unser Bewußtsein prägt und/oder uns suggeriert: So ist die Wirklichkeit, das ist die Wirklichkeit. (Und wir, vom Sender Sowieso, haben Dir das gesagt, gezeigt, vermittelt, erklärt ...)

(Und oft dient diese schlagwortartige visuell-flüchtige Vermittelung mit Wörtern, die schnell vergessen werden [weil eben nur nebenbei neben den dominierenden Bildern wahrgenommen], und inszenierten Bildern dient dann als Ausgangspunkt, hier als Beleg und Beweis für die eigenen Argumente. Denn wer macht sich die Mühe, diese Informationen zu überprüfen, abzusichern etc.?)

Übrigens, das nebenbei bemerkt, ist ein Grund, warum ich persönlich kein Fernsehen habe. (Obwohl ich in den fünfziger und vor allem sechziger Jahren viele moderne Theaterstücke übers Fernsehen [zunächst] kennengelernt hatte.

Vielleicht - oder vermutlich - erweist sich jener gestrige Fernsehbericht in erster Linie als Quotenfüller und -knüller, der dieses historische Faktum nur schlichtweg isntrumentalisiert hat ...


Die Bertha
vom Niederrhein




hugo
hugo
Mitglied

Re: Inszenierung medialer Wirklichkeiten
geschrieben von hugo
als Antwort auf niederrhein vom 07.10.2008, 11:54:36
ok und danke Bertha,,,ich sehe das auch so, aber

: wir könnten ja auch beide irren und es stellen sich nachträglich tatsächlich noch Überraschungen bzw überaschende Wichtigkeiten ein,,,,ok, dann bleiben uns immer noch Möglichkeiten dies hier neu zu bewerten ohne das Jemand sein Gesicht verliert, nur, die Thematik ist dann eine andere *gg*

so, und nun mach ich das übliche Mittagsschläfchen, ehe der übliche tägliche Spaziergang fällig ist und der ST wieder unsicher gemacht wird.*g*
--
hugo
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Inszenierung militärischer Wirklichkeiten
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf niederrhein vom 07.10.2008, 11:54:36
kürzlich sah ich eine dokumentation auf PREMIERE DISCOVERY über ein amerikanisches kriegsschiff, das im mittelmeer während des Yom-Kippur-Krieges nachweislich von israelischen kampfjets ohne hoheitszeichen angegriffen wurde. dabei wurden viele amerikanische seeleute getötet und verletzt und das kriegsschiff musste manövrierunfähig nach zypern geschleppt werden.

das US-oberkommando vermutete zunächst einen angriff ägyptischer jagdflugzeuge und gab den befehl zum atomschlag gegen kairo. dieser konnte im letzten moment nach analyse der munitionstrümmer auf dem kriegsschiff abgewendet werden. diese (und eine analyse des funkverkehrs) ergaben den beweis, daß es israelische mirage kampfflugzeuge waren. dieser israelische schurkenschlag wird bis heute hochgradigst geheimgehalten und vor allem die angehörigen der opfer verlangen nach aufklärung und anerkennung ihrer toten als kriegsopfer.

nicht auszudenken, was international geschehen wäre, wenn Kairo und Damaskus atomar ausgelöscht worden wären.

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