Aktuelle Themen gen-forschung.

plautus
plautus
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gen-forschung.
geschrieben von plautus
hallo, karl, und all ihr andern auch.
heute wieder ein artikel in der süddeutschen.
,,das öffentliche genom,,
bei allen diesen nachrichten werd ich ein übles gefühl nicht los.
es riecht mir so, als sollten da gedanken, die zu den wiederwärtigen blut-und rassenlehren der nazis führten, durch irgendwelche hintertüren neuerlicher
eingang in das allgemeine bewusstsein verschafft werden.
von dort ist kein weiter weg zu selektionen, wenn
derartige praktiken nicht schon weit verbreitet wären.
sollten wir nicht alarmiert sein, wehret den anfängen!
ich bin neugierig auf eure antworten

--
plautus
gila
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Re: gen-forschung.
geschrieben von gila
als Antwort auf plautus vom 30.08.2007, 15:05:16
hallo plautus,
die Ekelfleisch-Sache kannst Du nicht schon wieder Hitler unterstellen. Der hätte ganz anders reagiert, wenn das zu seiner Zeit passiert wäre (konnte ja gar nicht passieren, denn die Kontrolle war zu stark - und auch die Angst vor Sanktionen).
Warum - was soll das - immer Hitler ins Spiel bringen, wenn was schief läuft? Entschuldige, plautus, aber das ist doch irgendwie pubertär - wenn nicht kindisch?
Ich persönlich glaube eher, daß stalinistische Einflüsse das eher zustande kommen lassen könnten. Aber niemals der "Deutsche Michl" - lach. Rofl

--
gila
karl
karl
Administrator

Re: gen-forschung.
geschrieben von karl
als Antwort auf gila vom 02.09.2007, 20:51:46
Was hat jetzt "das öffentliche Genom" mit "Ekelfleisch" zu tun und wieso sind wir plötzlich bei Stalin?

Hallo Plautus,

wenn du eine konkrete Frage hast, können wir das gern unter "Naturwissenschaft und Technik" abhandeln. Dein Beitrag ist so pauschal gehalten, dass ich nicht antworten kann und den Artikel müsste ich wohl erst einmal lesen.
--
karl

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karl
karl
Administrator

Re: gen-forschung.
geschrieben von karl
als Antwort auf karl vom 02.09.2007, 22:05:32
Ich habe jetzt erstmal nach dem Artikel gesucht und ihn gefunden (s. Linktipp). Es geht um die Entschlüsselung vieler individueller Genome. Heutzutage ist vom Human Genom Project ja nur eine Sequenz des menschlichen Genoms vorgelegt worden, in Wirklichkeit besitzt aber natürlich jedes menschliche Individuum ein einzigartiges. Wissenschaftlich und auch medizinisch ist es von höchster Wichtigkeit die Variabilität der menschlichen Genome zu erfassen und herauszufinden, wo wir uns unterscheiden und vor allem, welche Veränderungen im Genom uns für Krankheiten anfällig oder resistent machen.

Das Wissen, das dabei gewonnen wird, ist zum Guten ausnutzbar, aber wie immer auch zum Bösen. Wissen kann aber nicht unterdrückt werden. Deshalb ist die Lösung nicht, danach zu schreien, den Wissenserwerb zu verhindern, sondern politisch notwendig ist eine Diskussion der Frage, was mit diesem Wissen gemacht werden darf und was nicht.

Diese Frage kann ich in diesem Beitrag zu diesem Zeitpunkt nicht ausführlich behandeln, aber wenn wir eine informative Diskussion führen können, werde ich mich gern morgen oder später weiter zum Thema melden.

Eine gute Nacht wünscht euch
--
karl
gila
gila
Mitglied

Re: gen-forschung.
geschrieben von gila
als Antwort auf karl vom 02.09.2007, 22:05:32
Sorry, war ein Versehen - verzeih -
--
Danke sagt
gila
plautus
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Mitglied

Re: gen-forschung.
geschrieben von plautus
als Antwort auf gila vom 02.09.2007, 23:00:10
hi, leute, da habt ihr wohl die zeilen verwechselt.
das thema ekelfleisch hab ich garnicht im visier gehabt,
und es wurde auchspäter hier eingestellt.meine frage geht in eine ganz andere richtung, nähmlich die befürchtung, dass mit den fortschritten der genforschung neue, gemeingefährliche techniken konstruiert werden, die es den herrschenden leichter machen, uns schon im kindesalter in gruppen einzuteilen, und, die guten ins töpfchen, die schlechten ins kröpfchen, von vornherein nur noch diejenigen zu fördern, die die passende genkombination besitzen.das weitere soll sich ein neuer orwell erfinden, für ein 2084
--
plautus

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karl
karl
Administrator

Gezielte Förderung wird möglich
geschrieben von karl
als Antwort auf plautus vom 03.09.2007, 15:25:07
Hallo plautus,


die Gefahr des Missbrauchs besteht wie bei jeder Technologie. Betrachtet man den Wissensgewinn durch die individuelle Genomanalyse aber positiv, dann könnte das auch bedeuten, dass jeder gezielt die Förderung (und medizinische Vorsorge) erhält, die für ihn am Besten ist. Zukünftige Generationen werden das Wissen um ihre genetische Konstitution besitzen. Was daraus gemacht wird, sollte bewusst und öffentlich diskutiert werden. Richtig ist es schon, dass auch Horrorszenarien möglich sind, die dürfen aber den Blick nicht für die Chancen verstellen. Wissensverweigerung kann/sollte es m. E. nicht geben.


--
karl
schorsch
schorsch
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Re: gen-forschung.
geschrieben von schorsch
als Antwort auf plautus vom 03.09.2007, 15:25:07
Deine Befürchtungen sind meiner Meinung nach nicht unberechtigt. Auch ich machte mir schon früh Sorgen, dass es der Wissenschaft dereinst gelingen werde, einer zahlungskräftigen Elite dabei zu helfen, dass sie sich nicht mehr mit dem "gemeinen Volk" kreuzen lässt. Oder anders ausgedrückt: Zweierlei Individuen werden geschaffen mit Genen, die es nicht mehr erlauben, das sich die beiden Gruppen kreuzen lassen. Oder nochmals anders: Es gibt eine Schicht aus Übermenschen und eine aus Untermenschen.

Und was die Natur in Jahrmillionen geschaffen hat, nämlich die Weichenlegung vom Affenartigen zum homo sapiens, könnte von den Forschern in ein paar Jahrzehnten erledigt werden.
--
schorsch
plautus
plautus
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Re: gen-forschung.
geschrieben von plautus
als Antwort auf schorsch vom 03.09.2007, 15:40:48
eben, das meinte ich, die neue herrenrasse aus dem reagenz-glas. oder auch wissenschaftlich bewiesene unter-
menschen, die???????
und bis zum heutigen tage ist noch jede wissenschaft von
skrupellosen verbrechern missbraucht worden.
--
plautus

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