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Aktuelle Themen Generali Altersstudie 2013

david
david
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Generation "Edelstahl"
geschrieben von david
Eine neue Studie des Zukunftsfonds der Generali Versicherung und des Instituts für Demoskopie Allensbach macht einige sehr interessante Beobachtungen: "Das Bild vom alten Eisen bedarf einer energischen Korrektur". Auch das Schreckensbild der Alten, die die Reserven der Jungen aufbrauchen, wird von der Generali-Atersstudie gründlich widerlegt.

"Die Befunde sind insofern überraschend, weil sie gründlich mit Stereotypen aufräumen und zudem das Bild einer historisch einzigartigen, aktiven Generation zeichnen. Geboren in schlimmen bis harten Zeiten, eint sie ein mehrheitlich optimistisches Lebensgefühl, wozu Krankheit und Verlusterfahrungen durchaus gehören. Doch insgesamt ist diese Generation nicht nur gesünder als behauptet und politisch sogar interessierter als Jüngere, sondern auch großzügiger, gebildeter und weniger einsam." (FAZ)

bf
JuergenS
JuergenS
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Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von JuergenS
des wunderd mi ned.
david
david
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Generali Altersstudie 2013
geschrieben von david
als Antwort auf JuergenS vom 29.11.2012, 19:23:10
Pardon, ich habe den Thread umbenannt. Ich fand den von der FAZ übernommenen Titel "Generation Edelstahl" beim zweiten Hinsehen total irreführend und auch ein wenig martialisch...

Eigentlich geht es hier ja um die Generali Altersstudie 2013. Diese wurde vom "Generali Zukunftsonds", einer Einrichtung der Generali Deutschland Holding AG, dem mit rund 16,2 Mrd. EUR Beitragseinnahmen und mehr als 13,5 Millionen Kunden zweitgrößten Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt, gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach am 28. November 2012 herausgegeben.

Der entsprechenden Pressemeldung ist dazu Folgendes zu entnehmen:

"Die Generali Altersstudie liefert eine fundierte Basis, um die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Diskussion zum Thema Altersbild und Alterspotenzial anzustoßen und zu beleben - vor dem Hintergrund der drängenden Herausforderungen des bevorstehenden demografischen Wandels unserer Gesellschaft. Für die repräsentative Studie wurden mehr als 4.000 ausgewählte Personen der Altersgruppe 65 bis 85 Jahre persönlich-mündlich (face-to-face) befragt. Prof. Dr. Renate Köcher und Dr. Oliver Bruttel vom Institut für Demoskopie Allensbach sind die Autoren der Generali Altersstudie. Die renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Rolf Heinze, Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Prof. Dr. Thomas Klein sowie Prof. Dr. Gerhard Naegele haben als Wissenschaftlicher Beirat bei der Konzeption des Fragebogens mitgewirkt und die Studienergebnisse in weiterführenden Kommentaren in den gesellschaftlichen Kontext eingeordnet."



In den Medien wird immer wieder gerne das Klischee des "einsamen Rentners auf der Parkbank" bedient. Mit Produktionen wie »Oma will nach Thailand« wird suggeriert, die Älteren wollten nur noch weg, weil hier alles so schrecklich teuer und das Leben einsam sei...

Hier eine kleine Kostprobe der Studienergebnisse, die damit schon mal aufräumt:


© Generali Deutschland


Die für die Presse freigegebenen, teils wirklich erstaunlichen Umfrageergebnisse, habe ich in einem Blogartikel in den Lebensbereichen zusammengefasst. Ist diese Studie auch für Euch repräsentativ?

Die Generali Altersstudie ist im Buchhandel erhältlich: »Generali Altersstudie 2013 - Wie ältere Menschen leben, denken und sich engagieren«, Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 978-3-596-18935-9, 19,99 Euro.

bf

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Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von ozimmi
als Antwort auf david vom 29.11.2012, 18:40:37
Geboren in schlimmen bis harten Zeiten, eint sie ein mehrheitlich optimistisches Lebensgefühl, wozu Krankheit und Verlusterfahrungen durchaus gehören. (FAZ)

geschrieben von buchfreund


... und genau das wird sehr oft vergessen, auch in der Politik.
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von schorsch
Zu diesem Thema irgendwie passend:

Heute steht in den Schweizer Zeitungen, dass die Reichen schon wieder xxx Millarden gespart hätten.

Da frage ich mich: Gespart? Müsste es denn nicht eher heissen "angehäuft"? Weil nämlich Sparen für mich bedeutet, dass man sich etwas nicht leisten konnte/wollte, weil man sich das Geld dafür für unsichere Zeiten und das Alter sparen wollte. Haben denn diese Milliardäre wirklich auf etwas verzichten müssen, dass sie weitere Milliarden "sparen" konnten?
Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von meli
Mich hat verwirrt, dass hier wieder zu den Blogs mit Kommentarfunktion verlinkt wurde.
Mein Kommentar steht unter den Blogs und nicht hier.
Vielleicht wäre es möglich, ein Thema nur einmal einzusetzen.

Schade!

Meli

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olga64
olga64
Mitglied

Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von olga64
als Antwort auf schorsch vom 30.11.2012, 10:44:56
Sparen kann man auch, in dem man weniger Steuern bezahlt. Dies betrifft arithmetisch natürlich in grösserem Umfange die "Reichen". Das müssten SChweizer aber doch sehr genau wissen und auch akzeptieren? Sie exportieren ihre steuersparenden Tips ja viel und gerne in z.B. benachbartes Ausland. Olga
david
david
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Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von david
als Antwort auf meli vom 30.11.2012, 10:46:37
Sorry für die Verwirrung. Da Forumsdiskussionen oft nach kurzer Zeit wieder verschwinden, war der Gedanke, die Daten unabhängig als Blog in der Rubrik "Alter" dauerhaft bereitzustellen, quasi als Quelle, auch für andere Diskussionen. Vielleicht kann dieser Thread die Diskussion im Blog ja dennoch ein wenig befeuern?

bf
Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von meli
als Antwort auf david vom 30.11.2012, 18:56:34
Ich habe jetzt einfach die Antwort aus dem Blog kopiert und setze sie hier noch einmal ein.

Eine interessante Studie,
von der ich allerdings glaube,dass sich die Angaben bei einer anonymen Befragung verändert hätten.
Wenn ich mir den Anteil der Rentner anschaue, denen es offensichtlich gut geht, frage ich mich, welche Kriterien angesetzt wurden.

Wurden Frauen berücksichtigt, die von der Rente ihres Ehemannes mitleben und deren Anteil sich nach dem evtl. vorzeitigen Ableben des Ehemannes verändert?
Wie hoch ist der Anteil dieser Witwen, der Alleinerziehenden?

Das hat nun wirklich nichts mit Neid zu tun, aber ich denke, da hätte man splitten müssen.
Ein Rentner, der noch eine volle Miete bezahlen muss, steht einfach wirtschaftlich völlig anders da als ein Rentner, der ein bezahltes Haus sein eigen nennt.

Also, mir fehlt da eine Differenzierung.

Es ist sicherlich richtig, dass die Menschen, die noch die "schlechten" Zeiten, also Krieg und Nachkriegszeit erlebt haben, ein anderes Lebensgefühl entwickeln konnten.
Nach Ende des Krieges ging es wirtschaftlich nur bergauf.

Ich bin mir mit meinen alten Schulfreunden völlig einig, dass wir keine Schwierigkeiten hatten, Lehr- oder Ausbildungsstellen zu finden. Ein guter Abschluß reichte immer für einen Arbeitsplatz.
Als Nachkriegskinder kennen wir noch die Entbehrungen, können uns zum Teil an Hunger erinnern und trugen zu große oder zu kleine Schuhe, froh, überhaupt etwas an den Füßen zu haben.

Diese Zeit nimmt bei unseren immer häufiger werdenden Treffen einen hohen Stellenwert ein, es war unsere Jugend und Kindheit, die wir ganz offen durchleuchten.

Und letztlich bleibt mir die Frage, wer hat diese Studie in Auftrag gegeben und wer bezahlt sie?
Dann kommen wir der Zielsetzung für diese Studie näher.

Meli
olga64
olga64
Mitglied

Re: Generation "Edelstahl"
geschrieben von olga64
als Antwort auf meli vom 30.11.2012, 19:15:32
Ein Rentner, der noch eine volle Miete bezahlen muss, steht einfach wirtschaftlich völlig anders da als ein Rentner, der ein bezahltes Haus sein eigen nennt.

Also, mir fehlt da eine Differenzierung.

Nach Ende des Krieges ging es wirtschaftlich nur bergauf.
Als Nachkriegskinder kennen wir noch die Entbehrungen, können uns zum Teil an Hunger erinnern und trugen zu große oder zu kleine Schuhe, froh, überhaupt etwas an den Füßen zu haben.

Diese Zeit nimmt bei unseren immer häufiger werdenden Treffen einen hohen Stellenwert ein, es war unsere Jugend und Kindheit, die wir ganz offen durchleuchten.

Und letztlich bleibt mir die Frage, wer hat diese Studie in Auftrag gegeben und wer bezahlt sie?
Dann kommen wir der Zielsetzung für diese Studie näher.

Meli
geschrieben von meli


Ich finde solche Studien und deren ERgebnis immer interessant, zu lesen - es ist mir dann relativ egal, wer sie in Auftrag gegeben hat. Irgendjemand tat es (und bezahlte dafür); wenn nicht, gäbe es sie nicht - denn Neutralität dürfte hier nicht möglich sein.
Es ist richtig, dass Rentner in der eigenen Immobilie vermutlich günstiger leben. Aber auch diese müssen Nebenkosten bezahlen und für viele steht derzeit eine teure, energetische Sanierung an, wenn sie ihre Kosten in den Griff bekommen wollen.
Dazu kommt auch das PRoblem, wenn diese Immobilie in einen infrastrukturschwachen GEbiet steht, lässt sie sich weder gut vermieten, noch gut verkaufen, wenn der ERlös mal die Kosten eines Pflegeheimes decken soll.
Bei Mieten ist es wichtig, dass jemand der z.B. im billigeren Osten eine Wohnung bezahlt mit seiner Rente besser auskommen kann als jemand,der die teuren Münchner Mieten zu berappen hat.
Was nun uns und unsere beruflichen Chancen anbelangt, so sollten wir uns nach so vielen Jahrzehnten nicht mehr bei irgendwelchen Nachkriegserlebnissen aufhalten, sondern froh und glücklich darüber sein, dass wir als erste Generation beste berufliche Chancen hatten, nie Hunger leiden mussten, nur Frieden erlebten u.v.m. Und das alles, nachdem Deutschland Kriege anzettelte und die auch noch verloren hatte. Hier sollte Dankbarkeit angesagt sein für ein solch gutes Leben, das uns ermöglicht wurde. Es beweist sich ja auch in der Tatsache, dass wir immer älter werden und das Alter oft auch fit und gesund erleben dürfen. Olga

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