Aktuelle Themen Glauben

senhora
senhora
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von senhora
als Antwort auf minu vom 07.06.2008, 05:37:47
Hallo minu,

wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du Probleme mit der Kirche als Institution, hältst aber dennoch an Deinem Glauben fest.
Wenn dies so ist, wärst Du ja nicht die einzige Gläubige, da gibt es viele bekannte Namen, wie Uta Ranke-Heinemann, Eugen Drewermann usw..

Niemand muss sich für seinen Glauben, oder seinen Nichtglauben (dazu gehöre ich) schämen, entschuldigen oder verteidigen und er darf auch nicht diskriminiert werden. Das steht doch schon im Grundgesetz und das weiß sogar ich, als Neu-Demokrat.

Ich sehe es wie eko, bei religiösen Themen geht immer die Post ab, keine Ahnung warum.


Gruß
senhora
maggy
maggy
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von maggy
als Antwort auf minu vom 06.06.2008, 16:53:13
minu, gottseidank darf in unserem Lande
jeder glauben, war er/sie möchte.

Allerdings würde ich das hier im Forum nicht
diskutieren, weil aus Erfahrung heraus es
sehr schnell zu einer unschönen Diskussion
führen kann.


--
maggy
cecile
cecile
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von cecile
als Antwort auf maggy vom 08.06.2008, 16:26:45
minu, gottseidank darf in unserem Lande
jeder glauben, war er/sie möchte.

--
maggy



Nicht gottseidank, Maggy, sondern menschseidank!

Ein Gott würde sich hüten, den Menschen Glaubensfreiheit zu geben....
--
cecile

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hema
hema
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von hema
als Antwort auf cecile vom 08.06.2008, 18:43:33
Ein Gott würde sich hüten, den Menschen Glaubensfreiheit zu geben....


Wie kommst du kenn auf diesen Unsinn?

Selbstverständlich gibt Gott Glaubensfreiheit.
ER zwingt doch nicht, sondern empfiehlt.

Du sollst nicht....

Außerdem viele Wege führen zu Gott (aber nicht alle nach Rom).


--
hema
cecile
cecile
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von cecile
als Antwort auf hema vom 08.06.2008, 20:08:53
Unsinn, Hema?

Zitat:
1. Gebot: Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben.


..und bitte antworte mir jetzt nicht: er hat gesagt du sollst - und nicht du darfst nicht.

Ein Gebot ist keine Empfehlung!
--

cecile
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf hema vom 08.06.2008, 20:08:53
manches, was hier so zum Thema Glauben und über Ungläubigkeit wieder einmal geschrieben wurde, erweckt mehr und mehr den Anschein (ich sags mal ganz vorsichtig) , als ob es den Gläubigen wirklich nur um Macht und Kontrolle hinter dem Deckmäntelchen ihres Gottes geht - egal wie sie ihn nennen. Und da unterscheiden Christen sich kein bisschen von Islamisten oder anderen Religionen.
--
angelottchen

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adam
adam
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von adam
als Antwort auf angelottchen vom 08.06.2008, 20:53:43
Ich schließ mich mal "ganz vorsichtig" an.

--

adam
eko †
eko †
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von eko †
als Antwort auf angelottchen vom 08.06.2008, 20:53:43
Zitat:"........als ob es den Gläubigen wirklich nur um Macht und Kontrolle hinter dem Deckmäntelchen ihres Gottes geht......"
Entschuldigung, aber das ist ja nun wirklich dummes Geschwätz!! Tut mir leid.((

Zunächst einmal: den Gläubigen oder die Gläubigen gibts erst einmal gar nicht. Sich so auszudrücken ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Wie überall im Leben kann man auch Gläubige nicht alle über einen Leisten ziehen oder über einen Kamm scheren.

Es gibt Menschen, die so tun, als seien sie gläubig und die in jeder Situation und für jede Lebenslage sofort einen frommen Spruch parat haben.

Es gibt Menschen, die so tun, als seien sie gläubig und dann hinterrücks ihre Mitmenschen übers Ohr hauen. Ja, die gibts leider auch!

Aber:

Es gibt auch Menschen, die ihr Leben lang um die richtige Einstellung zum Glauben mit sich ringen und immer wieder in Zweifel verfallen.

Es gibt auch Menschen, die durch ein bestimmtes Erlebnis eine tiefe Zäsur durchlebt haben und dadurch zu einem unerschütterlichen Glauben gekommen sind.

Und es gibt auch Menschen, die Fähigkeiten besitzen, die die so genannten "normal Sterblichen" eben nicht haben. Diese normal Sterblichen können dies auch nicht nachvollziehen, was in Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten vor sich geht. Sie, die so etwas wie Übersinnlichkeit besitzen, haben es mit am schwersten, weil sie sich ihren Mitmenschen nicht mitteilen können, ohne Kopfschütteln oder Verurteilung auszulösen.

Was es nicht gibt, ist der/die Einheitsgläubige, den/die man ungestraft verlachen, verhöhnen, verdächtigen kann.(und darf!)

Es gibt unter den Gläubigen genauso gute und weniger gute Menschen, wie in allen anderen Lebenslagen eben auch.

Aber Gläubige sind kein Freiwild, die sich alles bieten lassen müssen, weil sie sich ja nicht wehren dürfen, weil sie ja sonst angeblich keine echten Gläubigen sind.

Gottesglauben ist etwas, das jeder Mensch anders sieht und auch unterschiedlich damit umgeht.

Niemand hat das Recht, seinen Mitmenschen zu verlachen oder zu verhöhnen, nur weil der etwas tut, was man selbst nicht tut, nicht tun will oder nicht tun kann.

Niemand wird gezwungen - auch nicht von der vielgeschmähten Kirche ! - an Gott zu glauben. Es ist jedermanns/fraus ureigenste Angelegenheit, ob er/sie das tut oder nicht.

Es wird aber auch niemand dazu gezwungen, über Gläubige zu höhnen und zu lachen. Wer so etwas tut, verrät nur seine tiefe innere Unsicherheit und sein schlechtes Gewissen. Er/Sie fühlt sich angegriffen und provoziert, wenn sich ihm/ihr gegenüber jemand als gläubiger Mensch outet.

Es ist doch alles so leicht zu durchschauen!



--
eko
simba
simba
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von simba
als Antwort auf angelottchen vom 08.06.2008, 20:53:43
Könntst vielleicht ein bisserl genauer definieren, was du mit Macht und Kontrolle meinst? Gehts generell drum oder hier im Forum?
--
simba
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Glauben
geschrieben von bongoline
als Antwort auf simba vom 09.06.2008, 03:16:27
Irgendwo in diesem Themenstrang habe ich gelesen, man solle ja nicht mit dem Argument kommen, der Glaube sei anerzogen oder aufgezwungen.

also ich kann mir kein Neugeborenes vorstellen, das von vorneherein zu irgend einem Glauben hintendiert. Ergo sind es die Eltern, die das Kind in deren Glaubensrichtung erst mal einweisen oder zu dieser hinführen. Die Entscheidung, ob und für welche Glaubensrichtung man sich entscheidet, kann der Mensch erst treffen, wenn er mündig im Denken ist. Bequemlichkeit jedenfalls ist sehr oft ausschlaggebend, daß Erwachsene dann einfach bei dem Glauben bleiben, in dem sie getauft oder zu dem sie erzogen wurden.

Irgendwo gebe ich angelottchen recht, die Kirche kämpft um jede gläubige Seele, nicht um die Kirchen voll zu bekommen sondern um erst mal mit jedem Mitglied die Gemeinde zu vergrössern, zweitens um mit der Kirchensteuer sich auch finanziell weiterhin abzusichern. Ich habe mal anläßlich eines Totenmahles zu einem Pfarrer (der so über Spinnen lamentierte, die zwischen den Heiligenfiguren ihre Netze spannen) dass es um die katholische Kirche weitaus besser stünde, wenn man sich mehr um die Gläubigen als um die weltlichen Güter kümmern würde.

Ich habe meinen Sohn dahingehend aufgezogen, daß ich ihm nicht von Gott erzählte, sondern ihm als kleines Kind schon die Schönheit der Natur, der Tierwelt näher brachte mit der Umschreibung, das alles sei Schöpfung und das alles sei wichtig, daß dem Menschen überhaupt ein Überleben garantiert werden kann. Ich sagte ihm, er habe einen geraden Lebensweg zu gehen, den er jederzeit vor sich und vor anderen rechtfertigen könne. Klar wurde mein Sohn getauft, denn ich konnte mich nicht gegen den Rest des Umfeldes durchsetzen, daß er sich auch im denkfähigen Alter hätte taufen lassen können.

Kein Verein wird freiwillig auf Mitglieder verzichten, um sich dadurch schwächen zu lassen und die r-k. Kirchengemeinde weiß schon allein mit der Erbsünde und der reinwaschenden Taufe, wie sie ihre Schäflein ab Geburt in den Verein einbringen.

Glaube - meiner Meinung nach braucht jeder Mensch eine Art Glaube, etwas , das ihm Festigkeit oder auch mal nur Halt verleiht. Abgesehen von denen, deren Glaube einzig und allein am Geld hängt, darf man keinen Menschen belächeln, der einen Glauben hat und zu dem er sich bekennt.

--
bongoline

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