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Aktuelle Themen Herzlichen Glückwunsch, Israel!

Maranatha!
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf jo vom 08.05.2008, 13:47:17
@ Frankie

Der menschliche Verstand ist es, der Ge-Recht-igkeit fordert. Der Geist ist es, der die Decke, die noch über dem prophetischen Wort liegt, enthüllt.
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gitana
hugo
hugo
Mitglied

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von hugo
als Antwort auf klaus vom 08.05.2008, 19:06:40
klaus danke für deinen Beitrag,,da hab ich aber mal eine Nachfrage bezüglich Deiner Aussage zu den Aktionen der Juden und den Enteignungsdingsda,,
wer könnte da etwas genaueres wissen, wen könnte man da befragen?

Eigentlich hätte ich gedacht das da z.B gysi mit seinen familären Banden etwas wissen könnte, aber vielleicht war er so sehr integriert und anderweitig beschäftigt -auch sein Vater- das ihn solche Dinge weniger tangierten.

Aber es muss doch Betroffen geben

nur soviel, die paar Leute mit jüdischer Verwandtschaft oder Abstammung die ich kannte/kenne waren alle fleißige Arbeiter oder Intelligenzler, sehr engagiert für den Staat DDR -sogar teilweise auch Parteiarbeiter-

Zwei gingen auch in die Schulen und hielten Vorträge über die KZ-Zeiten, was stets sehr emotional wurde, aber auch gut bei den Schülern ankam.

Ich glaub die wurden gegenüber anderen ODF und VVN Leuten aber nicht bevorzugt, sie bekamen eben ihren Zusatzurlaub ihre Renten usw wie viele andere auch,,

einen interessanten Beitrag mit Angaben und Zahlen fand ich unter: siehe Link

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hugo
Medea
Medea
Mitglied

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von Medea
als Antwort auf silhouette vom 08.05.2008, 19:30:18
Das, Silhouette, ist eine Masche der Marina.

Der 1948 neugegründete Staat Israel sollte den überlebenden Juden des Holocaust eine Heimat geben, die UNO-Resolution 181 machte es möglich. Kaum gegründet, brach der israelisch-arabische Krieg aus, in dessen Folge ca. 750 000 Araber flüchteten oder aber vertrieben wurden. 1949 kam es zum Waffenstillstand, doch zur Ruhe kam Israel nicht.
Nichtsdestotrotz gelang es dem Land und seinen Bewohnern, zu einer großen Wirtschafts- und Militärmacht aufzusteigen, obwohl ständig Kriege gegen die halbe arabische Welt, die den Israelis das Existenzrecht absprachen, zu führen waren. Die Vernichtung Israels wird nach wie vor offen von der Hamas, der Hisbollah und Ahmadinedschad (Präsident des Irans) angestrebt, mit dieser nicht nur verbalen Bedrohung lebt die Bevölkerung seit vielen Jahren. Die Forderung nach einem "Staat für alle Bürger" mit "Rückkehrrecht"
für sämtliche palästinensischen Flüchtlinge plus Nachkommen ist für Israel nicht akzeptabel meiner Meinung nach. Eine Zwei-Staaten-Lösung allerdings findet meine Unterstützung. Zur Zeit leben ca. 76 Prozent Juden, ca. 20 Prozent Muslime und der Rest Christen in dem Land. Die Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung des Palästinenserproblems muß von beiden Seiten vorangetrieben werden, anderenfalls wird es dort im Nahen Osten nicht zur Ruhe kommen.

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jo
jo
Mitglied

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von jo
als Antwort auf karl vom 08.05.2008, 15:20:21
Karl schrieb: „Gerade weil ich Israel aus vollstem Herzen Glück wünsche, kann ich es nicht erlauben, dass wir die Augen vor dem Unglück der Palästinenser verschließen.“

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!

Was mir allerdings etwas unverständlich ist, sind einige Befindlichkeiten hier. Die Sorge, dass die „Gnade der späten Geburt“ auch die Tür zu einer rechten Gesinnung aufstoßen könnte, ist sicher berechtigt, doch meine ich, dass es überwiegend andere Dinge sind, die dem Rechtsextremismus Zulauf sichern und die alte braune „Gesinnung“ erhalten. Dieses Thema wäre sicherlich einen eigenen thread wert.

Was mich erstaunt ist zunächst die Vehemenz, mit der Marina versucht, mich in die rechte Ecke zu reden, ohne mich zu kennen. Natürlich kann man, wenn man will, in jedes geschriebene Wort das hineininterpretieren, was einem in einer Diskussion nützlich scheint. Ob das eine brauchbare Strategie ist – fürs eigene Ego sicherlich.
Obwohl es mich beruhigt, dass meine Meinung auch als ausgewogen empfunden wird, kurz noch einmal meine Einstellung, bevor ich hier noch als Nazi dastehe oder (seltsamerweise auch) als jemand, der Israel irgendwo reinkriecht:

Du wirst mich leider in keiner Ecke finden, Marina, und Du wirst es auch nicht schaffen, mich in eine hineinzuinterpretieren; von der linken bin ich weit entfernt, um Lichtjahre weiter aber noch von der rechten – und die so genannte „Mitte“ meide ich. Ich halte nichts von Ideologien jeglicher Couleur, sie haben genug Elend über die Menschen gebracht, und missionarischer Eifer bis hin zu Fanatismus liegen mir nicht. Ich habe auch nicht die Moral gepachtet und kein Vorkaufsrecht auf Ethik und Empörung. Die einzige Ideologie - wenn man das denn so bezeichnen kann - , die für mich einen Wert hat, ist jene, die vor 2000 Jahren der Sohn eines Zimmermanns vertreten hat, und auch dazu brauche ich weder Kirche noch Religion.

Was ich über Israel und Palästina weiß, Marina? Nein, ich werde hier mein Privatleben nicht ausbreiten. Was sollte ich denn wissen? Was weißt Du denn außer dem, was Du als Linktipp hier eingestellt hast?
Wäre es nicht fair gewesen, auch auf Bilder zu verlinken, die von Bomben zerfetzte israelische Schulbusse zeigen? Zum Beispiel?

Ich verurteile die Gewalt auf beiden Seiten und wünsche eine befriedigende Lösung für beide Seiten! Was ist falsch daran?
Und was, beim Geier, meinst Du mit „Laudatio“? Wer hält hier eine für wen, und wer verwechselt hier Kritik mit Hass und Antisemitismus? Ist es Antisemitismus, wenn ich sage, dass auch für die Palästinenser eine Lösung gefunden werden muss, dass Israel sich souverän und großzügig auch den arabischen Minderheiten gegenüber verhalten sollte?

Fragen über Fragen … und eine Erinnerung:
Als ich 11 war, wurden wir in der Schule knallhart mit Fotos aus Konzentrationslagern konfrontiert, die nach der Befreiung aufgenommen wurden. Sie ließen mich nie mehr los.
@ Vera: und seit damals arbeite ich wohl gezwungenermaßen an dieser Sache mit der Decke …
@ Karl: Merke gerade, dass ich hier hauptsächlich Marina anspreche, obwohl ich auf Deinen Kommentar geantwortet habe.
Sorry.
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jo
Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von marina
als Antwort auf jo vom 08.05.2008, 23:24:27
Du hast mich auf ganzer Linie missverstanden, aber so durch und durch, dass es keinen Sinn hat, es richtigzustellen, ist mir einfach zu mühsam.
Viel Spaß weiterhin.
--
marina
adam
adam
Mitglied

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von adam
als Antwort auf marina vom 08.05.2008, 16:14:07
Wenn ich im Eingangsbeitrag lese: ". . . gibt es immer noch Menschen, die den Antisemitismus pflegen; auch hier" oder
". . . immer wieder auflodernden Judenhass auch hier", dann weiß ich schon einmal, dass ich mich an dieser Diskussion, falls es eine solche und nicht nur eine Laudatio werden sollte, nicht beteiligen werde. Denn das zeigt mir deutlich, dass er von jemandem geschrieben wurde, der wieder einmal Kritik mit Hass und Antisemitismus verwechselt. Auf derartige undifferenzierte Simplifizierungen lasse ich mich gar nicht erst ein.
Im übrigen: Was weiß Jo eigentlich über Israel und Palästina?


--
marina


Was du da schreibst, marina, ist ziemlich hochnäsig und unüberlegt. Du wirst immer mißverstanden werden, weil du mißverstanden werden willst. Eine Meinung setzt Ausgewogenheit voraus und das fehlt deiner Aussage. Ob es dir gefällt oder nicht, du bist nicht die Richtige, um für die Palästinenser zu sprechen. Dieser Konflikt braucht alles, nur keinen permanenten Zorn, sondern eine beschwichtigende Stimme.

Versuch mal nachzudenken und aus deiner "fundamentalistischen" Träumerei raus zu kommen! Dann kannst du vielleicht was ausrichten.


--

adam

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karl
karl
Administrator

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von karl
als Antwort auf jo vom 08.05.2008, 23:24:27
Hallo jo,


marina hat sich an deiner Formulierung gestoßen (ich übrigens auch), "gibt es immer noch Menschen, die den Antisemitismus pflegen; auch hier".

Antisemitismus würde ich hier im Forum nicht dulden und diesen hier finden zu können, halte ich deshalb für eine suggestive Behauptung, für den du einen Beleg zumindest benötigt hättest. Marina empfindet sehr stark, dass schon alleine die Vertretung der Sache der Palästinenser von manchen Eiferern als Antisemitismus ausgelegt wird, obwohl sich auch viele jüdische Israelis dieser Sache der Palästinenser annehmen. Das Ganze erinnert mich oft daran, dass eine Kritik an der Bundesrepublik früher quittiert wurde mit einem "Dann geh doch nach drüben". Viele Menschen können einfach nur schwarz-weiß denken. "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich" scheint ja auch durchaus von höchster Stelle legitimiertes Denken zu sein. Das jedoch führt oft in die Sackgasse und ich würde mir eine differenzierte Sicht auf die Situation im Nahen Osten wünschen. Ich persönlich bin froh, dass es auch Menschen wie Marina gibt, die nicht nur die Opfer einer Seite betonen. Ich schätze sehr, dass sie mir und anderen die ungeschönten Berichte von Amnesty International über die Lage im Nahen Osten zugänglich macht.

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karl
silhouette
silhouette
Mitglied

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von silhouette
als Antwort auf karl vom 09.05.2008, 09:14:15
Damit, Karl, hast du einen weiteren Stichwortgeber vertrieben, so fürchte ich. Macht nichts, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen ist auch noch eine Möglichkeit, ein Forum zu führen.
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silhouette
Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von klaus
als Antwort auf hugo vom 08.05.2008, 20:19:16
@hugo,
"Nachfrage bezüglich Deiner Aussage zu den Aktionen der Juden und den Enteignungsdingsda..."

Mich irritiert dein Begriff "Enteignungsdingsda". Der zeigt mir eigentlich, dass du nicht wirklich um Aufklärung bemüht bist.


Nach der Wende gab es etwa 48.000 Rückübertragungsansprüche von Juden in der DDR.
Das heißt also, dass es sich hier um Besitz von Juden handelte, der durch die Nazis enteignet und unter den Kommunisten dann "nochmal" einteignet wurde, indem er nicht zurückerstattet wurde.

Hast du dir nie die Frage gestellt, warum der Besitz von Juden, die unter den Nationalsozialisten leiden mussten - wie nie eine Bevölkerungsgruppe in der deutschen Geschichte zuvor - genauso enteignet wurden, wie andere, die z.B. am Krieg, an der Vergasung der Juden... verdient hatten?

Es gibt im Internet einige Veröffentlichungen von Betroffenen. Du wirst viele Dokumentationen, Familiengeschichten u.ä. im Internet finden.(Z.B. unter "Enteignung jüdischen Besitzes in der DDR".)
( etwa 20.000 Seiten bei Google).

Es gab in der DDR nur reichlich 4000 Juden- also eine äußerst geringe Anzahl. Warum es so wenig waren, kannst du dir sicher selbst erklären. Diese Anzahl von 1946 halbierte sich bis 1961 nochmal.

--
klaus
hugo
hugo
Mitglied

Re: Herzlichen Glückwunsch, Israel!
geschrieben von hugo
als Antwort auf adam vom 09.05.2008, 00:49:21
hall adam,,interessante Ansicht, vonwegen: "Dieser Konflikt braucht alles, nur keinen permanenten Zorn, sondern eine beschwichtigende Stimme."

nun hab ich mal lang und beit ein wenig überlegt, was adam da wohl gemeint haben könnt,,,wer wen beschwichtigen sollte,
Ich glaube beschwichtigen können wir uns hier gegenseitig um nicht auszurasten oder übertrieben hart oder weich zu argumentieren, um nicht beleidigend zu werden usw,,

aber,,die Hisbollah, die Hamas, die Israelis oder gar die Amis beschwichtigen zu wollen, die bei diesem Problem die Fäden in der Hand halten, halte ich für völlig daneben, total unangebracht und der Sache nicht dienlich,,sogar dir UN hat dutzendemal Beschwichtigungen angemahnt (Resolutionen verfasst)

Ich denke Du meinst mit Deiner Bemerkung, das kein künstliches Aufbauschen erfolgen, kein zusätzliches Öl ins Feuer gegossen werden soll,,,

Den Schlüssel für eine schnelle Lösung mit beiderseitigem -ach was, vielseitigem- Einverständnis und der Zustimmung aller Parteien hat wohl keiner in der Hand, vielleicht -ich sagte es schon- die USA mit Ihrem Einfluss, ihrer geballten Kraft,

aber da hab ich meine Bedenken, das aus dieser Richtung stets Israelbevorzugende Lösungsvorschläge kommen und deshalb für die Palästinenser eine gewaltig unannehmbare Drucksituation entsteht.

hast Du eine Idee was die Amerikaner zu ihrer so permanent gegen UN-Beschlüsse agierenden Nah-Ost-Politik treibt ?

sollte es tatsächlich Erdöl sein oder strategische Einflussnahme?

und deswegen werden hunderttausende Menschen all ihrer Menschenrechte beraubt, vertrieben und wie Tiere im Käfig gehalten und abgefüttert,,,?

Soll ich den USA sowas zutrauen ?? oder gibts noch andere Gründe andere Triebfedern für dermaßen verhalten ?

Wenn ich Palästinenser wäre, der damals über Nacht vertrieben wurde und nie mehr die Heimat sah, absolut keine Hoffnung mehr hätte, von Hilfsorganisationen abgefüttert würde, die Kinder und Enkel in einem Lager verkümmern sieht,,

,ob ich den Israelis ein angenehmes, geruhsames Leben, dauerhaft im Wohlstand auf meinem Land in meiner hoffnungslosen Situation zubilligen könnte und sogar bereit wäre auf Beschwichtigungen (vielleicht nochmal viele Generationen lang) zu hören ?,,,ich weiss nicht.

Auch die Israelis haben mittels dem Rückhalt ihrer "Freunde" aus Übersee ein -wenn auch offensichtlich recht gutsituiertes Leben- aber übles Nachbarschaftsproblem wie wohl kaum anderswo auf dieser Erde, sie leben unnötig unsicher und haben sich auf die Position "das Unrecht des Stärkeren" begeben.

Wie lange das noch so gut geht auf Kosten der Nachbarn, wieviel Frust und Wut und Hass sich damit ansammelt und wie sich dieser Druck eines Tages entlädt,,,ich weiss nicht,,,

Beschwichtigen ??? ok, sogar mit der Peitsche beschwichtigen,,kann einige Zeit gut gehen aber,,

klaus,,,, das was ich jetzt kenne und was jetzt bekannt ist, hab ich so damals nicht gewußt und konnte es auch nicht so werten, das dürfte Dir ähnlich ergehen, also hab ich mir damals auch andere Fragen gestellt und falls Du schon früher was ahntest ok, ich hatte keine detailierte Informationen über Judennachlässe und ihren Umgang durch die SED,,,,
--
hugo

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