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Aktuelle Themen Hinweis auf einen Kommentar von Norbert Blüm

Re: Ganz spontan ein Einwurf ...
geschrieben von klaus
als Antwort auf hugo vom 29.09.2008, 12:00:59
@hugo,
"Hat Marx diese Vorträge gehalten ? nein hat er nicht,,,"

Hat er doch ! Wir hatten einen Dozenten namens Marks. Na gut - die Schreibweise war etwa anders.

"Haben sich die Politiker der damaligen zeit an seine Thesen gehalten oder halten können ?? nein , haben sie nicht,,"

Sie hätten schon - aber sie haben es nicht und die kommenden "Marxisten" werden es wieder nicht tun. Sie werfen schon wieder mit den gleichen Parolen rum, verteilen das Geld, dass sie nicht haben, virtuell mit offenen Händen.
Und da, wo sie schon Mitinhaber der Macht sind, merken sie schnell, wie groß der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist.
Du weißt ja - "Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit".


--
klaus
dutchweepee
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Mitglied

Re: Ganz spontan ein Einwurf ...
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf klaus vom 29.09.2008, 17:14:42
zitat KLAUS: "...Sie hätten schon - aber sie haben es nicht und die kommenden "Marxisten" werden es wieder nicht tun. Sie werfen schon wieder mit den gleichen Parolen rum, verteilen das Geld, dass sie nicht haben, virtuell mit offenen Händen."

Klaus - bei deinen parolen kann einem zur zeit wirklich schlecht werden. da werden den turbokapitali$ten milliarden steuergelder vom staat geschenkt, die angeblich für "marxistische" sozialleistungen nicht zur verfügung gestanden hätten - allein letzte nacht zig milliarden euro deutsche steuergelder für die HYPO REAL.

deine argumentation, daß sozialisten und kommunisten geld verschleudern würden, klingt hilflos und albern im angesicht der derzeitigen, selbstverschuldeten, kapitali$ti$chen geldvernichtungsmaschine.

es gibt in deutschland mehr als eine million millionäre und zig milliardäre. sollen die doch für ihre eigenen schief gelaufenen kapitalgeschäfte bluten und nicht oma krause die weitere 10 jahre auf ne rentenerhöhung warten muss, und ihre enkeltochter, die keine kostenlose schulspeisung bekommt, oder studiengebühren zahlen soll.
Re: Ganz spontan ein Einwurf ...
geschrieben von klaus
als Antwort auf dutchweepee vom 29.09.2008, 17:27:28
@dutchweepee,
"Klaus - bei deinen parolen kann einem zur zeit wirklich schlecht werden. da werden den turbokapitali$ten milliarden steuergelder vom staat geschenkt, die angeblich für "marxistische" sozialleistungen nicht zur verfügung gestanden hätten - allein letzte nacht zig milliarden euro deutsche steuergelder für die HYPO REAL."

Dann erklär doch mal, wie die Marxisten an diese Milliarden herankommen wollen.
Die kapitalistische Geldvernichtungsmaschine wird mit den Marxisten doch ersetzt durch die sozialistische Planwirtschaftsverschluderungsmaschine. Da bleibt am Ende noch weniger übrig.

..."sollen die doch für ihre eigenen schief gelaufenen kapitalgeschäfte bluten und nicht oma krause die weitere 10 jahre auf ne rentenerhöhung warten muss, und ihre enkeltochter, die keine kostenlose schulspeisung bekommt, oder studiengebühren zahlen soll."

Du hast doch die gleichen populistischen Parolen zur Hand, die so herrlich einfach sind, aber leider so schwer durchführbar sind.
Oder frag doch mal den Finanzexperten und Chefpopulisten der Linken - Lafontaine, warum er als Aufsichtsratsmitglied der KfW nicht mitbekommen hat, wie die Milliarden verschludert wurden.
--
klaus

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dutchweepee
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Re: Ganz spontan ein Einwurf ...
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf klaus vom 29.09.2008, 18:04:34
@klaus

über 90% der weltweiten geldmenge dienen heutztage nur kapitalgeschäften und der akkumulation des kapital$ durch zinsen und kapitalgeschäfte. all dieses geld steht nicht der warenproduktion, dem handel, oder überhaupt sinnvollen anlagen zur verfügung. MARX hätte seine wahre freude, diese verhältnisse zu analysieren.

selbst SIEMENS erwirtschaftet nur 20% seines gewinns durch produktion und verkauf von waren und den rest durch kapitalgeschäfte. mitarbeiter nennen die firma deshalb auch BANK MIT ANGEHÄNGTER ELEKTROWERKSTATT. dem arbeiter bei SIEMENS hilft das allerdings herzlich wenig, wenn sein vorstand und die aktionäre durch geldgeschäfte reich werden und er wegen zu wenig arbeit entlassen wird.

diese verhältnisse sind hochgradigst unproduktiv - ja sie blockieren den fortschritt. das kapital bremst den unternehmergeist: wenn mehr geld mit zinsen und kapitalhandel zu "verdienen" ist, wozu dann noch innovativ sein?
adam
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Re: Eine kleine Antwort ....
geschrieben von adam
als Antwort auf niederrhein vom 28.09.2008, 21:41:59
D.h. auf die heutige Situation bezogen: Ist es geradezu naturgegeben, göttliches Schicksal, sonst irgendwie schicksalshaft, daß eine Minderheit von nicht einmal einem Prozent (oder laß es zwei, drei Prozent sein) den Rest der Menschheit ausbeutet und instrumentalisiert, um ihr Kapital weiter zu akkumulieren?



Meiner Ansicht nach kann diese Frage mit Ja beantwortet werden und zwar schon aus der naturgegebenen Selbsterhaltung des Menschen heraus. Der Mensch ist nicht zur Selbstlosigkeit geboren, sondern die muß ihm immer von denen eingeredet werden, die etwas von ihm wollen. Für das Teilen und Abgeben ist der Mensch nur, solange er weniger hat als andere. Sobald er mehr hat, ist schluß mit Abgeben. Dann wird das Geben zur Alibifunktion, um das meiste, was er hat, behalten zu können. In welchen System dies passiert, ist letztendlich gleichgültig.

Der Kapitalismus, mit einer sozialen Marktwirtschaft, war in den letzten Jahrzehnten erfolgreich, weil in ihm erkannt wurde, daß zufriedene Menschen mehr für das System zu arbeiten bereit sind. Besonders galt das, weil noch ein anderes System konkurrierte und die Masse der Menschen als Puffer zur Konkurrenz fungieren mußte. Je weiter die Konkurrenz des Kapitalismus zurückgedrängt wurde um so weniger sozial wurde er und durch die Globalisierung brachte er Abstand zwischen sich und die Menschen, mit denen er seinen Reichtum eigentlich teilen müßte.

Hätte der Mensch auch nur wenige, naturgegebene altruistische Wesenszüge, gäbe es weder schwindelerregenden Reichtum, noch Hunger und Armut auf der Welt.

Vielleicht ist die derzeitige Finanzkrise ein kleiner Anstoß zum Nachdenken für die, die der Meinung sind, daß Geld sich von alleine vermehrt, wenn man es nur geschickt umschichtet. Nach wie vor ist es jedoch so, daß Geld nichts anderes ist als der symbolische Handelswert einer Ware. Der Wert der Ware entsteht durch die Arbeit, die in sie investiert wurde. Wird der Wert der Arbeit immer niedriger gedrückt, verliert die Ware an Wert, auch wenn das Kapital (Z.B. eine Bank), den Wert festgelegt hatte. Mit dem Wertverlust der Ware sinkt auch der Wert des symbolischen Ersatzgutes Geld, zur Zeit zu beobachten am Kapitalmarkt, nicht nur in den USA. Der Kapitalismus ist durchaus in der Lage sich selber zu vernichten, wenn er seiner Gier nicht Herr wird.

--

adam
dutchweepee
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Re: Eine kleine Antwort ....
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 29.09.2008, 18:15:06
@adam

in meinen augen war die marktwirtschaft nur so lange "sozial", wie es den gegenpol des sozialistischen ostblocks gab. so wurde ein mäntelchen des "lieben kapitali$mu$" übergezogen. diese jacke braucht man nun nicht mehr.

vorerst!

ich gehe jedoch mit dir konform, daß profit nur durch arbeit entstehen darf. allein der begriff KAPITALMARKT ist ein verbrechen und menschenfeindlich, weil dazu kein mensch den finger krumm machen muss.

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Re: Ganz spontan ein Einwurf ...
geschrieben von klaus
als Antwort auf dutchweepee vom 29.09.2008, 18:12:34
@dutchweepee,
dein Vortrag zu Kapitalgeschäften ist leider richtig und bekannt.
Meinst du etwa, dass mir das passt.
--
klaus
adam
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Re: Eine kleine Antwort ....
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 29.09.2008, 18:21:15
@[

in meinen augen war die marktwirtschaft nur so lange "sozial", wie es den gegenpol des sozialistischen ostblocks gab......



Genau das habe ich doch geschrieben.

--

adam
dutchweepee
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Re: Eine kleine Antwort ....
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 29.09.2008, 18:30:28
@klaus + adam

da keiner von uns die DDR wieder haben möchte, ist der logische schluss, einen gegenpol in unserer jetzigen gesellschaft zu schaffen. DIE LINKE besteht schon lange nicht mehr aus betonköpfigen SED-funktionären und parteibonzen, wie uns das die konservativen medien weismachen wollen. das sind kluge köpfe mit guten ideen, was sie tagtäglich schon in der kommunalpolitik beweisen.

am letzten sonntag habe ich mit gewissem erfolg meine drei kreuze für DIE LINKEN in Wittstock/Brandenburg gemacht. am 15ten 10ten ziehe ich um nach NRW zur "lehmie" - dort sind auch bald wahlen. *lol*

p.s.: vielleicht finde ich auch mal wieder den mut und die zeit, selbst in der politik mitzumischen - dann aber im westen, wo noch soooo viel aufzuholen und aufzuklären ist.

p.p.s.: der Dr. Gärtner (CDU) war und ist ein guter bürgermeister für wittstock, der gut und gerne mit DEN LINKEN zusammenarbeitet. ich bin froh, daß er bürgermeister bleibt.

p.p.p.s.: warum berichtet eigentlich kein sender merklich über das wahlfiasko der CDU in brandenburg?

...nur über die bayern!

...sind die preußen sooooo unwichtig?

p.p.p.p.s.: Wittstock ist flächenmäßig die zweitgrößte, kreisfreie stadt deutschlands!
adam
adam
Mitglied

Re: Eine kleine Antwort, ein kleines off topic ....zu Wahlen in Wittstock
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 30.09.2008, 04:23:09

Du hast natürlich recht dutch,

so wie die Bayernwahl ihre Schatten bis nach Berlin wirft, ist der Ausgang der Wahlen in Wittstock eminent wichtig für Berlinchen und das wurde im TV sträflich vernachlässigt! lol)))

--

adam

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