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inspiritosankto
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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von inspiritosankto
als Antwort auf gila vom 17.09.2009, 22:47:17
Ja es ist schrecklich wie entmenschlicht die gesellschaft heute ist.
Wie kalt.
Wie gefühlslos.
und wie innerlich leer die menschen sind.

Abgesehen durch immerwährende Manipulation der menschen durch Kriege die unter irgendwelchem Vorwand hervorgerufen wurden ist meiner meinung nach vorallem der mensch und die technik schuld an dieser kalten leeren Entwicklung.
Früher sind Eltern mit ihren Kindern wandern gegangen haben fussball gespielt oder sind zusammen Picknicken gegangen. Es war zwar auch nicht immer alles "Gold" aber die menschen sind anders aufeinander zugegangen. Und sie hatten vorallem noch Inhalte und werrvorstellungen die heute allesamt nicht mehr zählen.
Echte freundschaft - Kamaradschaft - treue - Liebe -Religeon - was auch immer es wird heute doch nur mit den Füssen getreten .
Wen wundert es dann wenn die oft alkohol und drogensüchtigen Jzgendlichen ihrem Frust freien Lauf lassen ???
Wir selber haben ihnen nicht genug Inhalt gegeben und wiir alle sind ein Teil dieser gesellschaft - in der Summe leider eine negative Ebtwicklung mit falschen Moral und Wertvorstellungen! Es ist zu befürchten dass gewaltvideos - Pornografie und Drogensucht noch viel mehr solcher Amokläufe in den nächsten Jahren bewirken wird - leider - weil die menschen den Glauben an Gitt und auch an die menschlichkeit langsam immer mehr verloren haben.....

LG
--
inspiritosankto
karl
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Administrator

Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von karl
als Antwort auf gila vom 17.09.2009, 22:47:17
@ gila,


auch wenn diese Meldungen furchtbar sind und dringend diskutiert werden müssen: Unsere Gesellschaft heute ist weniger von Gewalt geprägt als diejenige unserer Vorfahren. Das ist ein Faktum!

Bist Du auf einem Waldweg einmal einem Auto begegnet? Das stinkt fürchterlich!! In der Innenstadt nimmst Du den Geruch eines einzelnen Autos nicht wahr.

Jede Gewalttat bekommt heute mit gutem Recht eine große Presse, in der Vergangenheit war dies der Alltag. Gewaltfantasien wurden kollektiv im Krieg und beim Militär ausgelebt und in der Familie.
--
karl
schorsch
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Mitglied

Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von schorsch
als Antwort auf gila vom 17.09.2009, 22:47:17
Es liegt in der Natur aller Lebewesen, dass sie in Zeiten der Not und der Ungewissheit aggressiver werden. Die Jugend sieht heute täglich, dass eine Zeit der ungewissen Zukunft auf sie zukommt. Sie, die Jugend kann noch nicht so real denken wie wir Erwachsenen: "Es kommt schon wieder besser". Denn diese Jugend hat noch keine Zeit erlebt, da es "besser" war.

Natürlich kann und darf dies kein Grund sein, solche Exzesse ungestraft zu lassen. Im Gegenteil muss solchen aggressiven Menschen mit aller Härte gezeigt werden, dass es für Schlägereien bis zum Tod keinen Platz hat und dass jede Untat gesühnt werden muss.

--
schorsch

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inspiritosankto
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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von inspiritosankto
als Antwort auf karl vom 18.09.2009, 08:32:52
Lieber karl das ist eine sehr beschönigende darstellung die inhaltlich an der tatsache vorbeigeht dass unsere Gesellschaft insgesamt immer gewaltbereiter wird. hemmschwellen werden herabgestzt und gewalt wird exzessiv ausgelebt. Auch wenn die gute alte zeit nicht immer gut war - es gewalt in der familie gegeben hat, Kriege etcetera so gibt es diese Entwicklungen leider doch - sie totschweigen ist keine Lösung und beide Augen vor der realität zumachen auch nicht.
Die Gewalt und Kriminalitätsstatistiken sind sicher nicht das non plus ultra sprechen aber doch eine klare Sprache !
--
inspiritosankto
garwall
garwall
Mitglied

Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von garwall
als Antwort auf inspiritosankto vom 18.09.2009, 08:50:34
Ich arbeite seit Jahren sehr viel mit Kindern im Vor- und Grundschulbereich, verbunden mit einer intensiven Elternarbeit. Diese kleinen Wesen sind offen, kreativ, lebendig, aufsässig, fragend, neugierig bis zum Anschlag, hoch motiviert und motivierbar. Dann treffe ich sie in der Regel in der siebten/achten Klasse wieder (intensive Elternarbeit kann dann oft nur noch durch eine recht provozierende Einladung von mir initiiert werden). Aus den quicklebendigen Wesen sind oft "coole", desinteressierte, abgenervte, gelangweilte, desillusionierte, aggressive, unglückliche junge Menschen geworden. Was könnten mögliche Gründe dafür sein? Was ist schief gelaufen in der Zwischenzeit?
Sicherlich, die Pubertät tobt durch Körper und Gemüt. Ein sehr beliebtes Argument der Erwachsenen. Oder die neuen Medien sind Schuld dran. Die Beteiligung an Elternabenden nimmt rapide an Quantität und Lautstärke zu, wenn dieses wunderbar entlastende Argument in den Raum kullert. Ich glaube und traue all diesen und anderen so einseitig Schuld, oder besser Verantwortung, zuschreibenden Erklärungen nicht. Sie mögen ihren Anteil haben, sicher.
Aber, und dieses Aber ist ein dickes, ist es nicht vielmehr auch so, dass die fragenden, neugierigen, vertrauensvollen Kinder von damals inzwischen klug genug sind unsere Spiele, unsere Inkonsequenzen, unsere Lügen, unsere gelebten und verdrängten Widersprüche zu durchschauen? Haben sie uns inzwischen nicht gemessen an den Ansprüchen und Werten, die wir ihnen vor Jahren so wunderschön abends vor dem Einschlafen über Geschichten und Märchen und in Gesprächen vermittelten? Müssen sie nicht unendlich verwirrt und enttäuscht sein, wenn sie feststellen: wir sind nicht was wir sagen und die Welt ist es schon gar nicht.
Haben wir ihnen Handlungsmuster an die Hand gegeben, mit denen sie mit diesen Widersprüchlichkeiten umgehen zu können gelernt haben? Sind wir Vorbilder in Selbstkritik, Reflexion, Zivilcourage? Haben sie von uns, durch unser Handeln, Wohlwollen, Mitgefühl, Liebe gelernt? Haben sie außer Regeln und Pflichten auch gelernt, dass man manchmal die Konsequenzen von Regelbrüchen bewusst in Kauf nehmen muss, einfach weil es das wert ist und dass man neben Pflichten, gleichwertig, auch Rechte hat? Haben sie erfahren, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen - ich meine real da, nicht nur am Telefon, über den Messanger oder nach Terminkalender? Haben sie erlebt, dass es unsere Aufgabe ist, uns zu kümmern und zu sorgen und zwar ohne jeden Anspruch auf Gegenleistung? Haben wir ihnen oft genug gesagt, dass sie gewollt und geliebt sind, ohne Wenn und Abers? Lassen wir los, wenn Lossagen angesagt ist und legen wir unsere Arme zärtlich und schützend ohne zu erdrücken um sie, wenn sie straucheln?
Oh ja, ich könnte so weiter und weiter schreiben. Nein, es gibt bestimmt keine eindimensionalen Erklärungen und die Verantwortlichkeiten sind vielschichtig verteilt. Nur werde ich traurig und immer öfter wütend, wenn ich die Sprüche von der schrecklichen heutigen Jugend und all dem höre. Da ist nichts Schreckliches. Da ist nur solch eine brennende Sehnsucht, schmerzende Einsamkeit, solch eine abgrundtiefe Hoffnungs- und Hilflosigkeit und nicht mal ein Hauch von Lösungskompetenz bei so vielen.
Und nein, ich entschuldige damit gar nichts und wiegle auch nicht ab. Kriminelle Jugendliche gehören auf den heißen Stuhl und haben die Konsequenzen ihres Verhaltens zu tragen. Nur, sollten wir nicht einen klitzekleinen Augenblick innehalten und uns fragen: Wenn wir nicht rückgängig machen können, sollten wir dann nicht jetzt und sofort bei nachfolgenden Generation anders?

Liebe Grüße
Garwall
silhouette
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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von silhouette
als Antwort auf garwall vom 18.09.2009, 08:56:54
Dafür einen Sympie von mir. Sonst keinen Kommentar, es wird für meinen Geschmack zu wenig auf einander eingegangen und zu viel aufeineander eingeschlagen in solche Foren.
--
silhouette

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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von marina
als Antwort auf inspiritosankto vom 18.09.2009, 08:50:34
Lieber karl das ist eine sehr beschönigende darstellung die inhaltlich an der tatsache vorbeigeht dass unsere Gesellschaft insgesamt immer gewaltbereiter wird. hemmschwellen werden herabgestzt und gewalt wird exzessiv ausgelebt. Auch wenn die gute alte zeit nicht immer gut war - es gewalt in der familie gegeben hat, Kriege etcetera so gibt es diese Entwicklungen leider doch - sie totschweigen ist keine Lösung und beide Augen vor der realität zumachen auch nicht.
Die Gewalt und Kriminalitätsstatistiken sind sicher nicht das non plus ultra sprechen aber doch eine klare Sprache !
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inspiritosankto


"Die Gewalt und Kriminalitätsstatistiken sind sicher nicht das non plus ultra sprechen aber doch eine klare Sprache !"

Dann solltest du diese Statistiken auch zur Kenntnis nehmen und nicht einfach aus dem Bauch heraus argumentieren. Die Kriminalität in Deutschland ist nämlich tatsächlich zurückgegangen - besonders bei Jugendlichen. Bei jeder solcher Gewalttat, die schrecklich ist, ich bin darüber genauso entsetzt, wird laut geschrieen, dass alles schlimmer geworden ist. Haben schon unsere Vorfahren anno dunnemals getan. Stimmt aber trotzdem so nicht, Karl hat recht.
Zitat aus dem unten verlinkten Artikel vom 15.6. aus der SZ:
"Die Gewaltkriminalität ist erstmals seit neun Jahren zurückgegangen, die Zahl der registrierten Diebstähle sinkt auf ein Rekordtief. Zugleich gibt es aber immer mehr gewaltsame Übergriffe auf den Straßen in Deutschland. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag gemeinsam mit dem Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in Berlin vorstellte.
[. . .]
Als besonders erfreulich bezeichnete Schäuble den Rückgang der Gewalttaten, die von jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 18 Jahren verübt wurden. Die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen sank um 4,2 Prozent auf 265.771, die Zahl der tatverdächtigen Kinder um 0,6 Prozent auf 101.389. Die meisten von ihnen wurden beim Ladendiebstahl erwischt."

Ich empfehle, ausnahmsweise einmal einen verlinkten Artikel zu lesen, auch wenn das hier normalierweise nicht üblich ist.
--
marina
inspiritosankto
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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von inspiritosankto
als Antwort auf garwall vom 18.09.2009, 08:56:54
Wie du schon schreibst die Gründe sind vielschichtig und wir alle sollten uns immer betroffen fühlen und ein reflektieren der eigenen Kindheit, der Erziehung unserer eigenen Kinder (so wir welche haben) bringt uns wohl ein Stückchen weiter.
Die traditionellen rezepte der Pädagogik haben sich mit der Gesllschaft verändert und so bleibt mitunter kein Stein auf dem anderen. Man kann über Montesory denken wie man will - über gender mainstreaming im Kindergarten oder manch anderes aber ich selbst glaube doch dass es auch so ist dass es besobders wichtig ist in der erzeihung kongruent zu sein und wenn Kinder das durchschauen dass man sie ständig nur anlügt oder mit ihren gefühlen spielt dann verlieren sie logischerweise den respekt und das Vertrauen.
Eine "heile familie" (ohne Anspruch das jetzt genau zu defenieren oder defenieren zu müssen sagen wir mal so eine kongruente Familie mit einem liebevollen Miteinander) ist aber doch ein wesentlicher Grundstein um ein leben da draussen als Jugendlicher auch ohne gewalt meistern zu können denke ich ...
LG
--
inspiritosankto
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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von inspiritosankto
als Antwort auf marina vom 18.09.2009, 09:20:34
wie gesagt sind Statistiken nicht das non plus ultra....
Anbei Auszugsweise offizielle statistik 2007 und 2008 des Bundeskriminalamtes...
Von einer Abnahme der gewaltbereitschaft kann weder in der BRD noch in unseren nachbarländern gesprochen werden - solche Statistiken gibt es nämlich nicht - allerdings sind Statistiken manipulativ - man will ja dem Bürger vorspielen wie sicher er doch ist - weniger beamte sollen heute mehr Fälle aufklären etc. das ist Unfug.
Auch bei der Zählmethode werden oft verfälschene methoden angewandt indem ein Tter der mehrere Delikte begangen hat nur einmal gezählt wird...
Wirklich trauen würde ich daher deinen Jubelmeldungen nicht...

kann ja jder selbst einen Sicherheitstest machen und sich um Mitternacht in München - Wien - berlin oder hamburg in die U bahn setzen - würd mich interessieren wie es euch dabei dann geht -
von den leuten die hier schreiben denk ich fahren ja wohl nicht gerade allzuviele um die zeit herum - hier sind die mehrzahl der userinnen wohlbehütete Wohlstandssenioren/innen ... nur mal so eine These von mir (muss ja nicht stimmen ist doch schon in jeder Obsachlosenherberge ein PC anschluss.....)
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inspiritosankto

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inspiritosankto
nasti
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Re: Ich denke - jetzt reichts---
geschrieben von nasti
als Antwort auf gila vom 17.09.2009, 22:47:17

Hallo Gila

Hast du bestimmt eine sehr glückliche Kindheit gehabt. Ich hatte auch ein Stiefvater, immer sehr korrekt angezogen mit Krawatte und Anzug, er genoss ein Respekt der Kleinstadt Gesellschaft.
Und er war die Mischung zwischen Stalin und Hussein, Diktator, prügelte mich fast zum Tode. Heute erfahren wir sofort von Medien, was war damals? Radio???
So viel Inzucht, Pädophilie , versteckte Mord und Gewalt wie in meiner Kindheit war ist heute nicht möglich. Einige Kinder verschwunden für ewige Zeiten damals, keiner hat gesucht, Gott hat gegeben, Gott hat weggenommen. So einfach war das damals. Eine alte Frau –Nachbarin - drehte durch und verriet, das Sie selber hat Ihre 4 Kinder umgebracht sofort nach Geburt. Ihre Gewissens wissen hat gesprochen. Sie war nicht mal in Gefängnis gebracht oder in Psychiatrie, alles verjährt, wem kümmerte das? Heute galoppieren die Sensation süchtige Redakteure in Minuten Tempo da, wo etwas ist passiert. Und wir erfahren fast alles.
Früher war ein Mord ein Kavalier Delikt. *g*

Grüßt
Nasti

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