Aktuelle Themen Integration????

uki
uki
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Re: Integration????
geschrieben von uki
als Antwort auf pilli † vom 15.02.2009, 22:35:40
Link zum Thema
Aus obigem Link kopiert:
Nach Ansicht des Angeklagten führte Morsal einen ehrverletzenden Lebenswandel: Sie habe sich unangemessen gekleidet und geschminkt, heimlich Umgang mit Männern und Drogen gehabt und sich angeblich prostituiert.
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Nicht angenehm, zumindest gewöhnungsbedürftig für eine Familie, aber kein Grund für Mord.

Was sollte das am Urteil oder an einer Diskussion groß ändern, verstehe ich nicht.
Zu beachten ist außerdem das -angeblich- und
-nach Ansicht des Angeklagten-


--
uki
rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Integration????
geschrieben von rolf †
als Antwort auf pilli † vom 15.02.2009, 22:17:09
Doppel gelöscht,die Seite war weg, durch akt. wieder aufgerufen und das doppel erschien.
--
rolf
eleonore
eleonore
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Re: Integration????
geschrieben von eleonore
als Antwort auf uki vom 15.02.2009, 23:05:18
@uki,

ich hab mir heute morgen zeit genommen , und eine ganze menge über diesen fall gelesen.
ich fand nichts über drogen, oder prostitution.
dass soltle eher eine ausrede für den bruder sein.

vielmehr:

Morsal war 16, ein lebenslustiges Mädchen. Sie hat viel gelacht, galt als engagiert. Sie war eine gute Schülerin, hatte viele Ambitionen - und noch viel vor in ihrem Leben.
geschrieben von spon


diese beschreibung über das getötete mädchen findet sich immer wieder.

"der guten ordnung halber" hat von elos oberflächlicher schilderung an bisher noch niemand mitgeteilt, dass es sich nicht um ein junges, harmloses mädchen handelte, sondern, dass sich die agression des bruders seit jahren hochschaukelte, weil seine schwester sich als prostituierte im milieu vergnügte!


@pilli,

ich hab definitiv nichts gefunden bei meine recherche diesbezüglich.
und ich hab nicht in cosmofraumitoderohnefrautvundso nachgelesen.

dass mädchen zog sich *westlich* an, schminkte sich, war vergnügt, eine 16 jährige, wie tausende im land.
diese anschuldigungen ihr gegenüber lesen sich beinahe, wie eine rechtfertigung und entschuldigung für diesen jungen mann.
nicht von dir wohlgemerkt.

wenn man in mein anfängliche link die anderen links nachgeht, kann man sehr wohl lesen, dass in diese familie gewalt ihr gegenüber, (auch von ihre mutter) am tagesordnung war.

sie wurde mit hilfe und auch mal mit einverständnis ihre eltern von jugendamt, in ein jugend einrichtung geschickt, wo sie aber nach einige zeit auf eigene wunsch gehen durfte.
sie hat auch ihren bruder mehrfach angezeigt, aber dann jedesmal es zurückgezogen.


--
eleonore

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Re: Integration????
geschrieben von mart1
als Antwort auf eleonore vom 16.02.2009, 06:54:27
Der Anwalt des Bruders tat, was seine Pflicht ist, einen Angeklagten zu verteidigen. Das machte er gut und das ist in Ordnung.

Das Gericht tat, was seine Aufgabe ist, in freier Entscheidung, aber nicht ohne gesetzlicher Grundlage die Beweise zu würdigen, zu werten und zu entscheiden.

Im deutschen Rechtssystem gibt es sehr klare Vorgaben für eine Tat, die in in allgemein verständlicher Erregung begangen wurde.

Der Verurteilte (und seine Familie) entblößte sich allerdings bei der Urteilsverkündigung.

Ich nehme an, nun würde im Heimatland der Familie der Richter einen Mord begehen dürfen bzw. sogar begehen müssen .... und nach kurzer Zeit wieder frei sein.

In unserem, vom römischen Recht beeinflußten Rechtssystemen, kann das Opfer nie Schuld tragen an seiner eigenen Ermordung .... Der Täter könnte nur Milderungsgründe bekommen, bzw. seine Tat könnte nicht als Mord eingestuft werden. Offensichtlich war für diese Verteidigungslinie das Wasser zu dünn.

Ich bin sicher, dass noch nicht das letzte Wort (Urteil) gesprochen worden ist und sich deutsche Gerichte weiterhin damit beschäftigen dürfen; sowie es auch weiterhin nicht der letzte unehrenhaften Mord gewesen sein wird.

Es ist gut, dass deutsche Gerichte klar zum Ausdruck bringen, das verletzte "Familienehre" keine Entschuldigung für Mord und Totschlag sind.




--
mart1
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Integration????
geschrieben von schorsch
als Antwort auf eleonore vom 16.02.2009, 06:54:27
Man muss in Bezug auf den Begriff "Prostitution" berücksichtigen, dass in der Welt jener, die solche "Ehrenmorde" begehen, das Wort eine ganz andere Bedeutung hat als bei uns. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf abdu, der mal vor längerer Zeit alle europäischen (oder waren es nur die deutschen?) Frauen als Huren bezeichnete. Und abdu ist doch immerhin mal längere Zeit in Deutschland gewesen, hat da studiert - aber was man als Kind eingebläut bekommt, ist nicht in wenigen Monaten oder Jahren auszuradieren oder durch europäische Moralbegriffe zu ersetzen.


--
schorsch
aurora
aurora
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Re: Integration????
geschrieben von aurora
als Antwort auf schorsch vom 16.02.2009, 10:07:33
Eine Bekannte ist Biliothekarin, in die Bibliothek kommen auch öfter türkische Kinder . Als sie mit den Büchern nicht so umgingen, wie man es normalerweise tut, wurden sie von der Bibliothekarin ermahnt. Darauf die Reaktion der Kinder:"Du hast uns gar nichts zu sagen, du bist eine Frau!" Meine Bekannte wies dann darauf hin, dass das vielleicht in der Türkei so üblich ist, aber wir leben hier in Deutschland, und da ist es eben anders. Das hat dann gewirkt... Ja, wie die Alten sungen,...
Es ist eigentlich keine Frage, dass man sich den Gegebenheiten und Traditionen des Landes anpasst, in das man reist oder in dem man leben möchte. Wer das nicht kann oder partout nicht will, sollte bleiben wo er ist.
--
aurora

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heinzdieter
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Re: Integration????
geschrieben von heinzdieter
als Antwort auf wanderer vom 15.02.2009, 18:43:19
Zitat von wanderer

Mag sein, wie es ist. Dennoch sind sie per Gesetz deutsche Staatsbürger.
Das heißt, dass wir dies als status quo nunmal akzeptieren müssen.


Ja sie sind Deutsche laut dem von Deutschen Gesetzgeber -Regierung- konzipierten Gesetz.
Trotzdem sollten bei einem solchen Gesetz alle Möglichkeiten berücksichtigt werden.
Diese Morde die sogenannten Ehrenmorde wurden schon verübt, als die ersten ausländischen Familien um Asyl ansuchten, es erhielten und dann nach Jahren, nachdem es das Gesetz zuließ, die Deutsche Staatbürgerschaft beantragten und bekamen.
Also musste der Gesetzgeber damit rechnen, dass von Deutschen ausländischer Herkunft aus anderen Kulturkreisen solche Taten geschehen könnten aber nicht mussten.

Wenn diese Familien mit einer Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft bei Mordtaten rechnen müssten, wäre das bestimmt ein Hemmnis der Ausführung.

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heinzdieter
rolf †
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Re: Integration????
geschrieben von rolf †
als Antwort auf heinzdieter vom 16.02.2009, 16:49:50
Das würde sie wohl genauso hemmen wie die Todesstrafe die Mörder in USA und andren Ländern, wo es sie noch gibt.
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rolf
heinzdieter
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Re: Integration????
geschrieben von heinzdieter
als Antwort auf heinzdieter vom 16.02.2009, 16:49:50
Ergänzung .

Eben lese ich in Bild-Online die Nachwirkungen zum Urteil:

Am Freitag war Morsals Bruder Ahmad (24) wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte seine Schwester mit 23 Messerstichen getötet. Kurz danach ging eine Droh-Email bei der Zeitung „Hamburger Morgenpost“ ein, bestätigte Behördensprecher Wilhelm Möllers.

Nach dem Urteil war es zu Tumult im Gericht gekommen: Die Familie des Verurteilten hämmerte gegen das Panzerglas, das den Zuschauerraum abtrennt, beschimpfte den Richter.

Morsals Vater (46) sprach wüste Drohungen aus. Der Verurteilte beschimpfte den Staatsanwalt als „Hurensohn“ und warf einen Papierstapel in dessen Richtung, als man ihm aus dem Gerichtssaal abführte. Vor dem Saal attackierten Familienmitglieder später auch Journalisten. Bevor der Angeklagte aus dem Gerichtssaalgeführt wurde.

Das Landeskriminalamt (LKA) prüft nun, ob der Staatsanwalt Personenschutz braucht. Möllers zu dem Vorfall: „Das trifft uns schon - vor allem, weil wir den Eindruckhaben, dass es mehr um allgemeine Angriffe gegen Justiz und Staatsanwaltschaft ging.“


Toll was ???

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heinzdieter
rolf †
rolf †
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Re: Integration????
geschrieben von rolf †
als Antwort auf heinzdieter vom 16.02.2009, 17:37:15
Das findest du also toll.
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rolf

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