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Aktuelle Themen Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?

Marija
Marija
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Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von Marija
als Antwort auf hafel vom 20.09.2011, 12:32:29
Auch ich lebte 40 Jahre in der Großstadt, allerdings auch "privilegiert" im Speckgürtel, u.s. in Athen und Rom. Alles waren gute, ausgefüllte Jahre.

Auf dem Land am Bodensee aber, wo ich nun lebe, meinen eigenen Wein mache,
und z.B. die gefährdeten Gelbbauchunken versuche am Leben zu erhalten, da habe ich mein Glück gefunden.

Marija
hafel
hafel
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Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von hafel
als Antwort auf Marija vom 20.09.2011, 12:43:07
Das kann ich sehr gut nachvollziehen Marija. Das ist ja auch eine begnadete Landschaft.

hafel
nasti
nasti
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Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von nasti
als Antwort auf geli vom 20.09.2011, 10:27:15
Ich denke auch so wie du

Geli

obwohl ich schon 25 Jahrelang wohne in Kleinstadt Passau und kein Großstadt was ich sehr bereue

sehne mich nicht nach Dorf, in keinem Fall. Urlaub in Dorf auch nicht, wie gehen in die Großstädte Urlaub machen. Gott sei dank jede Mensch ist anders, kann ich verstehen die anderen.
In einem Stadt ist ein Mensch nicht so verloren wie in der Dorf, hier sind viele Menschen so Fastbefreundet also es gibt eine verbreitete Pseudo Freundschaft Gesellschaft, was manchmal bringt mehr als das "echte Freundschaft", welcher hat immer mehrere Gesichter. Wir lassen unsere Fastfreunde frei , und ebenfalls werlangen wir auch nicht eine richtige Betreuung. Wenn jemand etwas braucht, telefoniert---und aha---sind die Fastfreunde schon da.
Je mehr Pseudofreunde wir haben, desto mehr Optionen öffnen sich uns. Und ich pflege die Fast Freundschaften *gg*,manchmal versuche ich erklären für die Unruhigen, mit welcher ich schon 25 Jahre lang ganz locker "befreundet" bin-das eigentlich ist das die ECHTE Freundschaft was wir so praktizieren. Sollen Sie sich keine ideale Vorstellungen machen über echte Freundschäften, in diesem Moment wenn Sie Gesellschaftlich oder Finanziell besser stehen da wie die "echte" Freunde, ist die kostbare Freundschaft alle.Der beste Freund ist immer selber der Mensch, also sollte sich ein Mensch mit sich selber auch befreunden. Eigentlich so ein Mensch kann auch in einem Dorf wohnen *gg*, Er/Sie ist ein Philosoph.

Nasti


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Marija
Marija
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Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von Marija
als Antwort auf hafel vom 20.09.2011, 12:46:28
Solche besonderen Tierchen sieht man in der Großstadt nicht.

Hier im Garten wohnen sie, das ist fast ein Wunder, denn sie stehen auf der roten Liste.
Die winzig kleinen Unken-Kinder haben inzwischen alle ihr eigens für sie hergestelltes "Planschbecken" in gesundem Zustand verlassen und hüpfen im Garten umher, sich ein Winterquartier zu suchen und vorher die Wampe zu füllen.

Hoffentlich tauchen sie im nächsten Jahr gesund und munter wieder auf.

Marija


Marija / leider ist das Foto schlecht
mhandelauge
mhandelauge
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Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von mhandelauge
als Antwort auf Marija vom 20.09.2011, 13:02:37
Hi,nach ende des Berufslebens dachte ich ein Dorf in Spanien wäre für
uns nach der Hauptstsdt ein Genuss.
Die Gegend traumhaft 10km vom Meer, Pool im garten, toll, aber für
den Einkauf ins dorf bei machmal 40Grad hatte man oft keine Lust.
Es war einem oft zuviel sich überhaupt anzuziehen, nur zwei Nachbarn
in der Nähe, sonst nur Orangenbäume!!!!
Nach 4Jahren war die Langeweile erdrückend, wir zogen wieder nach
Deutschland .
Jetzt denkt ihr , die haben nen Knall
nee ich bin jetzt wieder happy
Mhandelauge
caya
caya
Mitglied

Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von caya
Erstrebenswert finde ich ein Landleben nicht direkt.
Mir wäre das alles viel zu eng und zu intim.

Ich will nicht alles von meinen Nachbarn wissen, ich will nicht beobachtet werden in meinem Lebensrhythmus, den so ein Landmensch nie verstehen würde, ich will nicht begutachtet werden und für würdig oder unwürdig befunden werden in der Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden.
Ich will keine Antrittsbesuche machen müssen, die in so einer Gemeinschaft erwartet werden, was ich auch für richtig halte, wenn man schon diesen Schritt tut.... und ich will auch nicht den Pfarrer und den Schmid zu meinem Geburtstag einladen müssen

Ich würde mich sehr eingeengt fühlen in so einem Dorf.

Aber nun muss ich auch sagen, dass ich ein Landleben übers Wochenende oder für Kurzferien, einfach traumhaft finde.
Nirgendwo kann man die Seele so gemütlich baumeln lassen wie kurzzeitig auf dem Lande.

Das einfache Leben, die Unverbildetheit der Landschaft, die Tiere und auch die Menschen tun einfach einem Stadtmenschen wie mir gut!

Hingegen sieht das bei einer Kleinstadt mit Großstadt in der Nähe schon ganz anders aus....
Das finde ich zu schön!
Am allerliebsten eine Kurstadt soll es sein, mit Kurpark und Kurorchester und Kuranwendungen und Kurprogramm .... und immer wechselnden Kurgästen!!!

Meistens ist so ein Kurstädtchen eingebettet in eine besonders schöne Landschaft mit Dörfern ringsherum.
Ja, so sollte es sein

Caya
auf Kinderschänder achte ich überall! (sogar in einer Kurstadt)

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Der-Waldler
Der-Waldler
Mitglied

Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf caya vom 20.09.2011, 14:14:34
Hallo, Caya,

ich kann Deine Befürchtungen da nicht bestätigen. Wir werden hier weniger beobachtet als in der Mietwohnung in Düsseldorf, und mich interessiert das Privatleben meiner Nachbarn überhaupt nicht und sie nicht das meine. Den Pfarrer kenne ich nicht und er uns nicht, da wir konfessionslos sind, und nur unsere unmittelbaren Nachbarn habe ich zum Begrüssungskaffee eingeladen, das habe ich in den Grossstädten, in denen ich gelebt habe, allerdings auch getan.

Aber ich gebe zu, ich wohne in einem Dorf in der östlichsten Ecke der Oberpfalz und die Oberpfälzer sind schon olle Sturköppe, die am liebsten ihre Ruhe haben wollen. Genauso wie ich und wir.

Unter den Bedingungen, die Du schilderst, würde ich auch nicht leben wollen und wäre sicherlich niemals hierhin gezogen.

Gruss aus dem Wald

DW
JuergenS
JuergenS
Mitglied

Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von JuergenS
Wie schöm, dass jeder andere Erkenntnisse hat, sonst würden wir alle auf dem Lande leben repektive alle in der Großstadt.

Wie viele, die sich hier geäussert haben, kenne auch ich beide Lebensweisen aus eigener langjähriger Erfahrung.

Wie bei Automobilen gibt es viele Modelle, jeder lobt seines.

Gut so, alles hat seine Vor-und Nachteile.

Die relative Anonymität in der Großstadt und das riesige kulturelle Angebot haben ihr zwei Seiten.

Die enge, alles vom Nachbarn wissende, aber Landwirtschaftsnahe Lebensweise auf dem Lande hat ebenfalls zwei Seiten.

Jeder bleibe, wo er mag
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 15.09.2011, 18:21:20
Auch ich bin in einem 800-Seelendorf aufgewachsen. Da war ein Schulhausabwart, der seine 4 Töchter als Nebenfrauen - die eine sogar als Hauptfrau - hielt. Alle wussten es; alle tuschelten. Aber niemand getraute sich, einen ehrbaren Bürger anzuzeigen.

An unserer 1. Klassenzusammenkunft besuchten wir die Gräber unserer verstorbenen Klassenkameraden. Als wir am Grab dieses Mannes vorbei kamen, fragte eine Kameradin: "Habt ihr gewusst, dass......?" Ja, alle hatten es gewusst.....
Re: Ist das Leben auf dem Dorf wirklich erstrebenswert?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Ich habe so ziemlich alles "genossen".
Geboren in Herne, erster Wohnsitz Gelsenkirchen, später Köln, Ulm, Freudenstadt(Schönmünzach/Baiersbronn)dann Internat in einer winzigen Klostergemeinde, meine Jugend im Badischen in einer 40.000 Seelen-"Stadt" nahe Karlsruhe verbracht, ein halbes Jahr Frankfurt...inzwischen auf dem Lande in einer 8000-Einwohner-Gemeinde, wo ich mich am wohlsten fühle.
Ich bin gleich in Mannheim (12 km) oder in FFM (100 km), Worms, Speyer, Kaiserslautern (herrliche Städte) um mich herum- woanders wollte ich nicht mehr leben müssen.

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