Aktuelle Themen Ist das System?

mulde
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Ist das System?
geschrieben von mulde
Beobachte in der Presse und im Internet das zunehmend
Berichte erscheinen die sich mit unseriösen Doktorarbeiten
befassen.
Angefangen bei Herrn von und zu, über eine FDP- Dame in Brüssel bis zum Kultusminister von Niedersachsen.
Nun kommt noch der Leiter des Leipziger Jugendamtes ein sogenannter Westimport der aber in Halle/Saale promoviert hat.
Da machen sich "bestimmte Leute" mit Hilfe besonderer Software sich die Mühe gezielt nach "Fälschungen" suchen!
und sie werden in der Regel fündig!
Allerdings fällt es auf in den technischen, medizinischen oder den Naturwissenschaften sind mir noch nicht Fehler bekannt!
Dagegen häufen sich diese Spielarten in den Geisteswissenschaften immer mehr !
Von und zu Guttenberg war bisher der (einzige???) in der Juristerei
Auch ist auffallend die Täter kommen bisher alle aus einer
politischen Klientel!
Welches geistesi Kind sind die nun wohl ?

fragt
mulde
olga64
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Re: Ist das System?
geschrieben von olga64
als Antwort auf mulde vom 28.07.2011, 14:39:40
Fragen über Fragen - beruhigt bin ich als Wessi-Frau, dass nun endlich auch mal ehemalige Ossis "überführt" werden.
Mir stellt es sich so dar, dass schlaflose IT-Nerds nächtelang am Computer Dissertationen vergleichen, um sie dann in einschlägige Werke zu stellen. Allerdings lässt ja die Aufmerksamkeit schon etwas nach.
Bei aller Kritik sollte diese auch an den Universitäten geübt werden, deren Vergabekriterien zu undurchsichtig sind und die genau so Mitschuld haben wie die Dres. Olga
mulde
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Re: Ist das System?
geschrieben von mulde
als Antwort auf olga64 vom 28.07.2011, 15:36:45
Richtigstellung!
Werte Olga!
Wenn Du meinst derjenige der seine Doktorarbeit an der
UNI Halle /Saale eingreicht un erworben hat , sei ein "Oss"
hast Du nur falsch gelesen.
Er nennt sich "Dr Haller"und hat sogar Vorlesungen an der Hochschule für "Technik- Wirtschaft-und kultur gealten!
Er hat sie in Halle eingereicht kommt aber aus den alten
Bundesländern (NRW)und ist zur Zeit noch der Leiter des Jugendamtes in Leipzig bleibt aber dennoch ein "Wessi"
Das ändert nun keinesfalls die bisherige "Statistik".
Als Ausrede gibter an nicht über Wissentschaftliche Standards
bei Doktorarbeiten belehrt worden zu sein!
siehe MZ 28.07. 20011/ seite 4

mulde

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hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Ist das System?
geschrieben von hobbyradler
Ich meine nicht, dass man von „in der Regel“ sprechen kann. Würde man die Arbeiten von Titelträgern ohne Vorauswahl untersuchen, glaube ich nicht an wirklich häufige Entlarvung. Wie eine Vorauswahl stattfindet, ist mir allerdings nicht klar, zumindest waren die bisherigen Kandidaten prominent.

Ich finde es schade, dass ihr nach über 20 Jahren immer noch nach Ost/West unterscheidet.

Ciao
Hobbyradler
Re: Ist das System?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mulde vom 28.07.2011, 14:39:40

Auch ist auffallend die Täter kommen bisher alle aus einer
politischen Klientel!


Ich habe darüber keine Informationen, aber könnte es daran liegen,
daß man gezielt vorzugsweise diese Klientel überprüft ?
Eigentlich sollte man alle überprüfen.
Besonders an den Universitäten, wo schon Fehlverhalten nachgewiesen wurde.

Zu einer Prüfung gehören nämlich immer zwei (Seiten).
Prüfungskommission und Prüfling.

Und mit jedem Fall, der aufgedeckt wird, schwindet mein Vertrauen in eine ordentliche Prüfung.
Damit verliert der akademische Grad an Wert, der ja eigentlich einen hohen Wert haben sollte.
Der ist aber nur durch den Prüfungsstandard zu erhalten, der überall gleich (hoch)sein muß.

nordstern

lifong2007
lifong2007
Mitglied

Re: Ist das System?
geschrieben von lifong2007
als Antwort auf mulde vom 28.07.2011, 14:39:40
Nein mulde, das liegt daran, daß zumindest bei den Doktorarbeiten Medizin und Naturwissenschaften diesen Arbeiten eigene Forschungen zugrunde liegen. Da werden Ergebnisse niedergeschrieben, die dann aus den gemachten Forschungen sich ergaben.
Das habe ich einem Gespräch in gemütlicher Runde bei Freunden entnommen.
Ob das auch bei den Dipl.-Ing. so ist, weiß ich nicht, könnte es mir aber auch vorstellen. Da wir hier im ST sicherlich auch Diplomingenieure haben, wird uns vielleicht einer dieser Herren aufklären.
Im übrigen ist Deutschland seit über 2o Jahren vereint und da muß man m.E. keinen Unterschied mehr machen, wer nun aus Ost oder West gesündigt hat. Aber es ist ja auch gut, daß Du es gleich richtigstellen konntest
lifong2007

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rolf †
rolf †
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Re: Ist das System?
geschrieben von rolf †
Daß die Plagiatforscher vor allem bei den Prominenten suchen ist doch logisch.
Von den unbekannten Mitmenschen weiß man doch kaum den Namen, viel weniger, ob sie promoviert haben, also sucht man bei denen auch nicht.
Re: Ist das System?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf rolf † vom 28.07.2011, 20:22:56
Daß die Plagiatforscher vor allem bei den Prominenten suchen ist doch logisch.
Von den unbekannten Mitmenschen weiß man doch kaum den Namen, viel weniger, ob sie promoviert haben, also sucht man bei denen auch nicht.
geschrieben von rolf


Zunächst mal, der Betrug von z.G. ist Betrug, auch für mich.
Plagiatsforscher ?
Sind das selbsternannte Sheriffs, "Doktorjäger" ?
Ich meine, die Universitäten sollten eigentlich wissen, wer bei ihnen promoviert hat.
Oder sind die zu tüddelig dazu ?
Das kann doch wohl nicht sein.

Der akademische Grad ist doch wohl etwas, was man nicht irgendwo kauft um sich "Konsul" zunennen.
Das ist etwas, was man mit Arbeit(en) erwirbt, eine Qualifikation.

Eines können doch wohl auch die Überführten erwarten.

Gleichbehandlung.

Also bleibt der Vorwurf einer Ungleichbehandlung solange, bis alle überprüft sind.
Ansonsten ist dieser akademische Grad beschädigt und wertlos.

Es ist übrigens egal, ob prominent oder nicht.
Betrug ist Betrug.


nordstern
rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Ist das System?
geschrieben von rolf †
als Antwort auf vom 29.07.2011, 09:09:15
Richtig, mit Plagiatforscher meine ich die Amateure, denn die haben die nötige Zeit und Lust, auf Jagd nach den Betrügern zu gehen.
Den Prüfungskommissionen wird es wohl an Zeit und Personal fehlen, abgeschlossene Arbeiten zu durchforsten.
für die Zukunft könnte man neben der Druckform die digitalisierte Ausgabe der Arbeit vorschreiben, damit auch mit wenig Personal- und Zeitaufwand eine gründliche Prüfung aller eingereichten Arbeiten auf Plagiate erleichtert wird.

Die Gleichbehandlung ist auch gewährleistet, wenn allen erhobenen Vorwürfen nachgegangen wird.
dutchweepee
dutchweepee
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[off topic]
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf hobbyradler vom 28.07.2011, 17:33:17
zitat hobbyradler: "Ich finde es schade, dass ihr nach über 20 Jahren immer noch nach Ost/West unterscheidet."

Ich bin stolz darauf Ossi zu sein. Warum soll ich nicht damit angeben, auch wenn ich seit Jahren in NRW (oder früher in Holland) arbeite und lebe?

dor dutch

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