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Aktuelle Themen Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding

pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von pilli †
als Antwort auf ingo vom 18.10.2010, 17:13:58
Ausnahmsweise mal 'ne Antwort, pilli:
Gleiches Recht/gleiche Pflicht für alle: Wenn Webcam auf dem Gesicht der Klägerin, dann, bitte, auch auf dem Gesicht des Klägers!


deine persönliche einlassung ingo

kannst du dir sparen oder auf dem kreuzweg irgendwelcher unbefriedigten gelüste deponieren; ich diskutiere meinungen im forum und das ohne rücksicht darauf, ob datt die themen-einsteller oder die beitragschreiber interessiert...klar?

warum sollten denn Kachelmann und seine mimik per kamera beobachtet werden, wenn gleiches recht für alle gilt? sie hat doch nachweislich in aussagen zum geschehen gelogen und nicht er oder bist du da besser informiert? du darfst mich gerne aufklären; ich bin lernbereit!

wer einmal lügt...oder so!


--
pilli
olga64
olga64
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von olga64
als Antwort auf pilli † vom 18.10.2010, 17:09:28
Na, na Pilli. In dubio pro reo - das gilt auch bei diesem Prozess, auch wenn Sie anscheinend schon die Schuldige ausgemacht haben. Merke: bei dieser Sache waren nur Zwei beteiligt (ohne Zeugen). Das macht die Wahrheitsfindung ja so schwierig.
Ich male mir manchmal aus,dass es Kachelmann gelingt, seine Ex-Freundin wieder mal durch weitere Versprechungen auf seine Seite zu ziehen, dann aber "im Namen des Volkes" weiter verhandelt werden muss. Zutrauen würde ich dies medienerprobten Menschen (und das sind ja beide) alles - die Medien würden dann für Exklusiv-Interviews auch irrsinnge Summen bezahlen. Olga
Urego
Urego
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von Urego
als Antwort auf ingo vom 18.10.2010, 17:13:58


@ Ingo*

Ingo, ich glaube Du liegst falsch mit dem gleichen Recht für alle. Der Angeklagte kann lügen, bis sich die Balken biegen. Das ist sein gutes Recht. Aber die Klägerin m u ß die Wahrheit sagen. Um dies, wenn überhaupt, überprüfen zu können, ist die Kamera vorhanden.
Das muß man dann schon aushalten, wenn man so einen schwerwiegenden Vorwurf zur Anklage bringt.

Urego

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kirk
kirk
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von kirk
als Antwort auf ingo vom 18.10.2010, 17:22:17
Ich kann mir vorstellen, daß es der Zeugin wesentlich unangenehmer wäre, würden die Sachverständigen vor ihr sitzen und sie anstarren. Die Kamera dürfte da wesentlich neutraler sein, zumal sie als Moderatorin durchaus Kameras gewohnt sein dürfte.
Es ist ein Unterschied, ob jemand vor Gericht bei einer Aussage oder ob jemand in Schlaf beobachtet wird.
Vor Gericht muss ein Zeuge die Wahrheit sagen, eine Aussage im Schlaf wird vor Gericht sicher keine Beachtung finden.

Das Abhören von Telefonaten bzw die Durchsuchung von Rechnern wird vom Gesetzgeber nicht untersagt, es gibt da allerdings eine Hürde zu überwinden. Es braucht eine richterliche Genehmigung.
Falls du aber die Vorratsdatenspeicherung meinst, die wurde deshalb (erstmal) untersagt, weil dabei verdachtsunabhängig JEDER, also auch DU verdächtigt und überwacht wird.
Zudem kann ich mir nicht vorstellen, daß in diesem Fall die Vorratsdatenspeicherung auch nur den Hauch einer Klärung bringen würde.

Kirk
ingo
ingo
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Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von ingo
als Antwort auf bongoline vom 18.10.2010, 17:30:42
Hand auf's Herz, bongoline: Wenn ich hier einen Thread darüber eröffnen würde, in dem ich behaupten würde, dass man Menschen an ihrer Physiognomie, ihrer Mimik oder ihrer Gestik ansehen kann, ob sie die Wahrheit sagen oder nicht, würde ich von vielen in der Luft zerrissen werden. Ich möchte nicht wissen, was in diesem Land gesagt würde, wenn einer der Kachelmann-Gutachter (wieviele sind übrigens von der Verteidigung dabei?) öffentlich erklären würde, dass er sich seine Meinung aufgrund eines Gesichtsausdruckes der Frau vor Gericht gebildet hat......Es ist aber durchaus ein spannendes Thema!
pilli †
pilli †
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von pilli †
als Antwort auf kirk vom 18.10.2010, 17:40:11
Das Abhören von Telefonaten bzw die Durchsuchung von Rechnern wird vom Gesetzgeber nicht untersagt, es gibt da allerdings eine Hürde zu überwinden. Es braucht eine richterliche Genehmigung.
Falls du aber die Vorratsdatenspeicherung meinst, die wurde deshalb (erstmal) untersagt, weil dabei verdachtsunabhängig JEDER, also auch DU verdächtigt und überwacht wird.
Zudem kann ich mir nicht vorstellen, daß in diesem Fall die Vorratsdatenspeicherung auch nur den Hauch einer Klärung bringen würde.

geschrieben von kirk


ich hatte so sehr gehofft, dass jemand anderes das klarstellen würde, weil ich nicht noch mehr ärgernis sein wollte für den guten ingo...

gedacht habe ich aber:

"oha wenn das ehemalige telekom-mitarbeiter lesen, die doch rund-um-die-uhr diesen job mehr oder weniger gerne getan haben; die werden atemlos vor lachen sein? "

jung waren wir, kannten keine angst und besuchten vor bald vierzig jahren des nächtens die fernmeldedienstlichen räume und feierten dort mit sehr guten freunden eine private party. natürlich hatte es einen "Notdienst" und die jungs wechselten sich ab an den plätzen mit solchen kästen, in die sie irgendwelche stöpsel steckten. wissbegierig war ich schon immer und habe bissi geflirtet mit einem der jungs, die kopfhörer trugen und während der pausen sie über den klee gelobt, wie verantwortungsvoll doch ihr job sei... aber auch mich ungläubig gezeigt, watt datt procedere des "mithörens" betrifft und so dauerte es nicht lange und schwupps hatte ich die kopfhörer an...hihi...

klar lagen da richterliche beschlüsse vor...natüüüürlich!


--
pilli

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Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von mart1
als Antwort auf ingo vom 18.10.2010, 15:59:25
Die Lehre für mich (und möglicherweise auch andere Frauen) ist es zu schweigen -- insbesondere wenn ein Prominenter involviert ist.
Marija
Marija
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von Marija
als Antwort auf Urego vom 18.10.2010, 17:12:34


@ Ingo*

Meine grundsätzliche Meinung zu diesem Prozess ist: Er ist ein S C H A U- Prozess. Alle Dinge, die von dem Prozess berichtet werden, sollten unter diesem Aspekt beurteilt und bewertet werden.

Niemand von uns weiß, wer was getan oder auch nicht getan hat. Natürlich wird sich die Klägerin nicht wohlfühlen in dem Bewußtsein, von einer Kamera seziert zu werden. Das liegt aber in dem von ihr vorher kalkulierten Risiko. Stell Dir einmal vor, Kachelmann sei unschuldig, und er hat über vier Monate in Untersuchungshaft gesessen.Was ist denn dann?

Bei diesem Thema werden die Meinungen weit auseinander klaffen. Es lohnt sich nicht, vor der Urteilsverkündung eine eindeutige Position zu beziehen. Die schwierigste Aufgabe liegt bei den Richtern. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Sie werden in jedem Fall Schelte beziehen!

Also,--Ruhe bewahren!

Urego


Ja, es ist ein Schau-Prozess und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Es ist ekelhaft und peinlich und entbehrt jeglichen guten Geschmacks, was da passiert! Leute, die SM-Spielchen benötigen, wie z.B. das mutmaßliche Opfer, geilen sich vielleicht auch gerne mit Hexenprozessen auf.
Hier wird eine Person, meiner Meinung nach, öffentlich hingerichtet.
Es gibt unbeantwortete Fragen :
Warum hat sie nicht noch in der Nacht die Polizei verständigt, dann wäre Kachelmann sogleich verhaftet worden, Beweissicherung hätte viel besser stattfinden können.
Warum ist sie nicht sogleich ins Krankenhaus gegangen.
Die Frau ist doch nicht blöd.
Sadomaso, auch in der "akademisch juristischen" Form sollte nicht noch während eines öffentlichen Prozesses indirekt gefördert werden. Und zu dieser Förderung zählen für mich auch die Verfahrensweisen, die heran gezogen werden.
Hier geht es um Rache, meiner Meinung nach. Oder Kachelmann hat wirtschaftliche Feinde.

Urego
Urego
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von Urego
als Antwort auf mart1 vom 18.10.2010, 18:02:00


@ Mart1

Das wäre der schlechteste Entschluß, den Du treffen könntest, Mart1.
Etwas Verständnis kommt auf wegen der Formulierung " mit Beteiligung von Prominenten".

Urego
clara
clara
Mitglied

Re: Kachelmann-Prozess:Für mich ein Unding
geschrieben von clara
als Antwort auf ingo vom 18.10.2010, 17:44:40
... Wenn ich hier einen Thread darüber eröffnen würde, in dem ich behaupten würde, dass man Menschen an ihrer Physiognomie, ihrer Mimik oder ihrer Gestik ansehen kann, ob sie die Wahrheit sagen oder nicht, würde ich von vielen in der Luft zerrissen werden.

Von mir nicht! Spätestens seit dem Lügen-Präsidenten Richard Nixon weiß man Lügen anhand von Mimik und Gestik genau zu deuten, was wissenschaftlich untersucht ist. Da sagt jemand etwas Positives, doch die entspr. Handbewegung zeigt genau das Gegenteil. Bei Nixon frappierend. Warum also nicht auch im aktuellen Prozess? Clara

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