Aktuelle Themen Klarstellung

bukamary
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Re: Klarstellung
geschrieben von bukamary
als Antwort auf pippa vom 27.05.2016, 16:11:29
@ pippa

Es gab in den letzten 2 1/2 jahrzehnten eine ziemlich positive Entwicklung was zumindest die Quantität an Angeboten anbelangt. Bei der Qualität dieser Angebote habe ich allerdings sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Da läßt denke ich noch so manches zu wünschen übrig. Zugegeben, hier spielt natürlich auch eine Rolle dass die Betroffenen selten genug in ihrem Umfeld wirklich inkludiert (ich liebe dieses Wort) sind. Am besten am Beispielerkennbar, dass die Fachklinik für Psychiatrie oft noch abwertend als Klapse bezeichnet wird, zumindest in den ländlicheren Bereichen und der Gang zum Facharzt auch noch als Makel gesehen wird.

bukamary
pippa
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Re: Klarstellung
geschrieben von pippa
als Antwort auf bukamary vom 27.05.2016, 16:48:15
@bukamary
P1
Für Betroffene die aus Fachkliniken entlassen wurden sind Selbsthilfegruppen unerlässlich und ähnlich wie bei Alkoholabhängigen muss es diese auch für Angehörige geben. So etwas können Vereine wie das Netzwerk leisten.
P2
Wenn man beispielsweise einen an Alzheimer Erkrankten zu Hause hat, kann es passieren, dass man plötzlich damit nicht mehr fertig wird. Auch in solchen Fällen ist es sehr hilfreich, wenn man eine Person anrufen kann, die zB befugt ist, einen Gutachter zu schicken (evtl einen Arzt von einer Fachklinik). Aus eigener Erfahrung weiß ich, welch enorme Hilfe so etwas sein kann.
P3
Ein funktionierendes Netzwerk kann betreutes Wohnen anbieten.

Es gibt noch viel mehr, aber immer muss ein etablierter Verein dahinter stehen. (So war jedenfalls meine Erfahrung)
Pippa
Re: Klarstellung
geschrieben von Morrison
Ich habe gerade mal nachgesehen, wie bei unserer nächsten Klinik die Psychiatrie und Neurologie ärztlich besetzt ist. Es sind sehr viele Ärzte, die dort ihr Spezialgebiet haben!
Und als Makel wird eine psychische Erkrankung schon lange nicht mehr angesehen, dazu kamen in den Medien viel zu viele Artikel, Sendungen etc. Allein schon Berufstätige sind sehr häufig betroffen. Das ist kein Geheimnis mehr.

Wer sich nicht öffentlich oder sofort ärztlich informieren möchte, kann ja in passende (seriöse) Foren gehen oder zumindest einmal dort mitlesen.

LG Morrison

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DomenicaE
DomenicaE
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Re: Klarstellung
geschrieben von DomenicaE
als Antwort auf Morrison vom 27.05.2016, 17:40:38
Ich muss ein bisschen lachen, weil ich vor gar nicht langer Zeit genau wie Sie gedacht habe: die Informationen sind ja da und öffentlich ( Enke etc ) das Depressionen kein Stigma sondern eine Krankheit ist ist bekannt, usw.

Die Realität, die mich traf ist dann folgende: da ist ein Mann der von fünf Euro in der Woche lebt, der über Jahre keine Heitzung hat, der sich selbst nach einer Verletzung operiert, weil er GLAUBT keine Krankenversicherung zu haben, und der keine Sozialhilfe beantragt obwohl er könnte und müsste. Das Problem hier ist, das Depressive als Symptom ihrer Krankheit ein sehr schlechtes Selbswertbewusstsein haben und sich deshalb nicht wert genug fühlen, Hilfe zu hohlen. Ausserdem sind sie selbst nicht sehr aktiv. Im schlimmsten Fall ist dieses Problem mit dem Selbstwertgefühl so schlimm, dass sie sich selbst nur als faul und nicht als krank definieren. Solchen Menschen musss man Hilfe auf dem goldenen Teller servieren, man kann nicht erwarten, das sie selbständig in irgendwelchen Foren suchen. Deshalb sprach ich auch scherzhaft von aufspüren. Ich hätte das Wort im nachhinein nicht verwenden dürfen, da man im Internet Ironie und Augenzwinkern ja nicht erkennt. Es ist mein Fehler ich hatte das im Studium schon gelernt, nur bin ich etwas eingerostet.

Zur Psychatrie: die sind sehr überlaufen, und man geht da irgendwie davon aus, dass die Leute wissen was z.B. der sozialpsychiatrische Dienst ist oder Wiedereingliederungshilfe und thematisieren es deshalb gar nicht.
DomenicaE
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Re: Klarstellung
geschrieben von DomenicaE
als Antwort auf Monja_moin vom 27.05.2016, 13:29:03
Ich glaube, heir gibt es ein Missverständnis. Mir ist völlig klar das ich auf Grund meiner Erkrankung weder der Vorstand des Vereins sein kann noch den Telefondienst machen kann. Deshalb suche ich ja gerade hier Hilfe.

Es ist schön, dass Du Dich über meine Psychatrieerfahrung mokierst. Ein Verein der sich aus betroffenen zusammen setzt ist im Englischen eine Grassroot Bewegung.

Was Du gerne haben möchtest, - einen Verein der nur von Vollprogessionellen Soziologen und dergleichen geführt wird nennt sich Technokratie. Zu Grunde liegt der Glaube das ausgebildete Experten automatisch besser arbeiten. Ich darf Dich an dieser Stelle informieren, das es in der Wissenschaft keinerlei einigkeiten darüber besteht, ob das so ist. Mich als Betroffene nervt es nämlich das ich dauernd von Leuten behandelt werde, die keinerlei Bezug zu meiner Lebensrealität haben. Dazu kämen dann noch vier psychiatrische Fehldiagnosen, aber egal.

Ich habe in der Psychiatrie übrigens auch einen depressiven kennen gelernt der gerne mal die ganze Einrichtung zerschlägt und bin bestens mit ihm befreundet. Soviel zum Thema agressive Depressive.

Und nein, ich bin keine ausgebildete Psychologin, ich kenne mich nur mit dem Thema gemeinnützige Organisationen einigermassen aus.
DomenicaE
DomenicaE
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Re: Klarstellung
geschrieben von DomenicaE
als Antwort auf Monja_moin vom 27.05.2016, 13:29:03
Ich muss ehrlich sagen, ich weiss nicht wie lange ich die Frage nach der Seriosität noch diskutieren will. Unter den Gründungsmitgliedern meines Vereins befinden sich Menschen, die Sachen zerschlagen haben, obdachlos waren, oder wegen Gefährlichkeit zwangseingewiesen wurden.

Ich bin allerdings sehr dankbar dankbar für den Link zu dem anderen Verein den ich erhalten habe. Ins kalte Wasser zu springen lohnt sich.

Ich persöhnlich würde eine Person für die Arbeit bevorzugen, die eine vollständig ausgeheilte Depression Major hatte, und zwar über einen Soziologen oder Psychiater. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert.

Insgesamt habe ich das Gefühl, das ich in einem Forum unter "meinesgleichen" besser aufgehoben bin denn die Antworten zeigen, das viele Teilnehmer keine Ahnung über die besagte grosse Depression haben.

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Re: Klarstellung
geschrieben von WoSchi
als Antwort auf DomenicaE vom 27.05.2016, 20:11:12
kann es sein, dass Du erst kürzlich unter anderer Identität hier geschrieben hast?
Es ist nur ein Frage.
DomenicaE
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Re: Klarstellung
geschrieben von DomenicaE
als Antwort auf WoSchi vom 27.05.2016, 20:25:28
Nein. Ich halte mich eigentlich für ziehmlich unverwechselbar. Hust. Aber es würde mich interessieren wer ich denn sein soll. Ich muss übrigens warnen, dass meine Laune jetzt unterdurchschnittlich schlecht ist, weil ich mir auch noch eine Grippe eingefangen habe.
Chopra
Chopra
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Re: Klarstellung
geschrieben von Chopra
als Antwort auf WoSchi vom 27.05.2016, 20:25:28
Da das Thema nun hinreichend durchgekaut wurde, ohne ein klares und erschließendes Ergebnis, unterstütze ich deine Frage, lieber Wolkenschieber. So etwas Ähnliches schwebte mir ebenfalls vor, Chopra
DomenicaE
DomenicaE
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Re: Klarstellung
geschrieben von DomenicaE
als Antwort auf Chopra vom 27.05.2016, 23:30:26
Wenn Ihr irgendwelche Fragen bezüglich meiner Identität habt, bittet den Administrator meine IP zu überprüfen. Ich gebe hierzu mein Einverständnis.

Ihr habt eine Behauptung aufgestellt, nämlich das ich meine Identität verschleiere bzw. eine andere vortäusche was für mich allein unwiederlegbar ist. Wenn ich meine Konzentration und mein Gedächtnis noch hätte, könnte ich Euch sagen welcher Logikfehler das ist. Ich weiss aber das es definitiv eine unlautere Gesprächstaktik darstellt.

Am Anfang wurde hier von Datenschutz geredet. Ich habe öffentlich zugegen psychisch krank zu sein. Ich bin bereit meinen Klarnamen an solche zu geben, die wirklich mitarbeiten wollen oder den Administrator, nicht aber im Forum. Darum biete ich um Verständnis.

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