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Aktuelle Themen Köstlich die Frage: Verdirbt der Kapitalismus den Charakter?

Medea
Medea
Mitglied

Re: - entfällt -
geschrieben von Medea
als Antwort auf niederrhein vom 10.11.2008, 01:20:57
Von jedem ein bißchen zuviel -
das kann sich durchaus charakterverderbend auswirken.
gg

Medea.

Re: Köstlich die Frage: Verdirbt der Kapitalismus den Charakter?
geschrieben von klaus
als Antwort auf niederrhein vom 09.11.2008, 18:40:15
@niederrhein,
Charakter bezeichnet doch die Ausprägung der Persönlichkeit.

Wenn man allein überlegt, wieviel unterschiedliche Charaktereigenschaften genannt werden können, ist schon die Fragestellung :" Verdirbt der Kapitalismus den Charakter" nicht richtig.
Es ist ja schon schwierig, die Charaktereigenschaften ganz sicher in gute und schlechte Charaktereigenschaften zu unterteilen.
Um diese Frage halbwegs "anständig" diskutieren zu können, müsste man wahrscheinlich über jede Charaktereigenschaft einzeln diskutieren.

Für grundsätzlich falsch halte ich den Bezug Charakter - Gesellschaftsordnung.

Charaktereigenschaften, wie Habgier, Intoleranz, Hochmut, Aggressivität ..., die mit Sicherheit als schlechte Charaktereigenschaften eingeordnet werden müssen, gibt es seit Jahrtausenden und eben nicht nur im Kapitalismus, sondern auch im Sozialismus und ...

Es gehört zu den Besonderheiten der Philosophen, negative Charaktereigenschaften DER Gesellschaftsordung zuzuordnen, die sie persönlich nicht favorisieren und die, für die sie "kämpfen", zu beschönigen.
Die Realität hat diese Zuordnung allerdings nicht bestätigt. Alle Versuche, den Kapitalismus durch eine "bessere" Gesellschaftsordnung zu ersetzen, sind gescheitert.

Ich bin eher der Meinung, dass schlechte Charaktere(falls dieser Begriff überhaupt verwendbar ist) die Gesellschaftsordnung- also auch den Kapitalismus- verderben, genau, wie Menschen mit solchen negativen Char.-Eigenschaften, wie Intolleranz, Starrsinn, Fanatismus, Kritikunfähigkeit aber auch Habgier, Selbstgerechtigkeit, Arroganz ... den Sozialismus verdorben haben.
Also - wenn schon, dann wird andersherum ein "Schuh draus".

--
klaus
hugo
hugo
Mitglied

Re: - entfällt -
geschrieben von hugo
als Antwort auf Medea vom 10.11.2008, 06:37:39
ja medea Von jedem ein bißchen zuviel -
das kann sich durchaus charakterverderbend auswirken.

Der Kapitalismus schafft unvorstellbare Armut einerseits und damit aber auch gleichzeitig perversen Reichtum auf der anderen Seite,,,,

also von jedem viel zu viel,,das ist aber keine Charakter-, sondern eine Sinnfrage,,und wer will, darf und wird darin sogar einen Sinn, ja vermutlich sogar eine göttliche Fügung sehen wollen,,

gerade sah ich die Folgen eines Hurikans in der Karibik ,von vielen Opfern in Haiti und weniger Opfern in Kuba und las die Meinung von UN-Experten: "Armut ist der tödlichste Faktor, nicht die Kräfte der Gewalt".

--
hugo

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baerliner
baerliner
Mitglied

Re: Köstlich die Frage: Verdirbt der Kapitalismus den Charakter?
geschrieben von baerliner
als Antwort auf klaus vom 10.11.2008, 09:26:41
...
...
Ich bin eher der Meinung, dass schlechte Charaktere(falls dieser Begriff überhaupt verwendbar ist) die Gesellschaftsordnung- also auch den Kapitalismus- verderben, genau, wie Menschen mit solchen negativen Char.-Eigenschaften, wie Intolleranz, Starrsinn, Fanatismus, Kritikunfähigkeit aber auch Habgier, Selbstgerechtigkeit, Arroganz ... den Sozialismus verdorben haben.
Also - wenn schon, dann wird andersherum ein "Schuh draus".

--
klaus


Klaus,

womit Du auch meinem Beitrag (Linktipp) Recht gibst, dass ein schechter Charakter jede Gesellschaftsform verdirbt, auch wenn ich dort nur zwei aufgeführt habe. Danke!

--
baerliner
Re: Köstlich die Frage: Verdirbt der Kapitalismus den Charakter?
geschrieben von klaus
als Antwort auf baerliner vom 10.11.2008, 11:15:58
@baerliner,
"womit Du auch meinem Beitrag (Linktipp) Recht gibst, dass ein schechter Charakter jede Gesellschaftsform verdirbt, auch wenn ich dort nur zwei aufgeführt habe. Danke!"

VOLL und GANZ !

Hatte deine Einlassung übersehen! Wahrscheinlich zu kleine Schriftgröße !?

Pardon!

baerliner
baerliner
Mitglied

Re: Köstlich die Frage: Verdirbt der Kapitalismus den Charakter?
geschrieben von baerliner
als Antwort auf klaus vom 10.11.2008, 11:41:15
"Macht nichts", sagte das Mäuschen zum Elefanten, "kann ja jedem mal passieren"
--
baerliner

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frank
frank
Mitglied

Re: - entfällt -
geschrieben von frank
als Antwort auf hugo vom 10.11.2008, 09:31:42

Der Kapitalismus schafft unvorstellbare Armut einerseits und damit aber auch gleichzeitig perversen Reichtum auf der anderen Seite,,,,

also von jedem viel zu viel,,das ist aber keine Charakter-, sondern eine Sinnfrage,,und wer will, darf und wird darin sogar einen Sinn, ja vermutlich sogar eine göttliche Fügung sehen wollen,,

gerade sah ich die Folgen eines Hurikans in der Karibik ,von vielen Opfern in Haiti und weniger Opfern in Kuba und las die Meinung von UN-Experten: "Armut ist der tödlichste Faktor, nicht die Kräfte der Gewalt".
geschrieben von hugo


Hallo hugo
So manches von Deinen Ausführungen verstehe ich absolut nicht.
Warum schafft der Kapitalismus Armut, ich denke Kapitalisten schaffen Arbeitsplätze. Wenn sie ihr Kapital zurückhalten, passiert das, was gerade weltweit in den Industrieländern geschieht.
Die größte Armut gibt es übrigens in Ländern mit wenig Kapitalisten
Hurrikanes nehmen auf arm und reich üblicher Weise keine Rücksicht und fegen alles leicht Gebaute weg, egal ob in Kuba oder Haiti, immer dort, wo gerade ihr Weg herführt.
--
frank
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: Köstlich die Frage: Verdirbt der Kapitalismus den Charakter?
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf baerliner vom 10.11.2008, 11:15:58
Da erhebt sich doch die frage:
ist der kapitalismus eine gesellschaftsform oder doch eher eine System, eine ordnung wie die wirschaft funktioniert?
Meines wissens hat und funktioniert der kapitalismus sowohl in diktaturen, in demokratien, in islamischen monarchien und jetzt anscheinend sogar in form einer art staatskapitalismus im kommunistischen china.
Die sozialistische wirtschaftsordnung hat sich nicht mal im sozialistischen gesellschaftssystem halten können.
Insofern ist die kapitalistische wirtschaftsform bewährt, hat sich durchgesetzt und bei allen schwachstellen, es gibt derzeit nichts besseres.
Die frage der moral und des charakters ergibt sich da eher aus seiner gestaltung und der art wie er in die jeweilige gesellschaftsform eingebunden ist und wie die jeweilige gesellschaftsform die rahmenbedingungen setzt.
Da funktioniert er in D im rahmen einer parlamentarischen demokratie und der sozialen marktwirtschaft doch noch fast zufriedenstellend.
gram
hugo
hugo
Mitglied

Re: - entfällt -
geschrieben von hugo
als Antwort auf frank vom 10.11.2008, 14:54:14
hallo frank,, du gehst anscheinend davon aus das der Kapitalismus irgendwo auf dieser Erde gut funktioniert,,ok wenn Du Dich und Dein Umfeld betrachtest oder mal die BRD oder die USA als eine Einheit und diese wieder vergleichst mit dem Mittelalter oder der Sklaverei usw,,


Wenn Du aber mal ausrechnest, wie viele Länder es auf der Erde gibt die -in welcher Form auch immer- von kapitalistischem Gehabe abhängig und seinen Gesetzen unterworfen sind,,wenn du die Menschen dazu zählst, dann dürfte auch Dir klar werden das nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Menschen in und durch dieses kapitalistische System (welches ja weltweit den Ton angibt) Vorteile für sich abzweigen und generieren kann.

Also wird die überwiegende Zahl Menschen niemals Deiner Meinung folgen können, aber es werden sich die paar (auch wenn es jeder 10. dieser Erde sein sollte) die sich so gut gestellt sehen wie Du, eben im Kapitalismus besser fühlen.

Und zufällig leben eben unter und mit und zwischen uns allerhand Menschen die etwas von den Abfällen der Superreichen ergattern und denken --oho ja das ist das Verdienst des Kapitalismus und deshalb ist nur der gut und geeignet und das alleinige Non Plus Ultra,,,

gram schreibt eben so ähnlich,,er meint der Kapitalismus ist gut und hat sich bewährt,

aber er schreibt nicht dazu für wen er sich nicht bewährt hat,

,oder würde es den hungernden Menschen weltweit schlechter gehen wenn das kapitalistisches Aneignen riesiger Vermögen auf einige Wenige -also die anhaltende Umverteilung- gebremst oder gar gestoppt würde?

Für die Baumwollfelder besitzenden Südstaatler, war dazumal auch die Sklaverei die beste aller möglichen Staatsformen bzw Gesellschaftsordnungen und für die Landbesitzenden Fürsten, Grafen und sonstigen Adligen war die feudale Leibeigenschaft eine hervorragende Gesellschaftsform und so ist es eben heutzutage der Kapitalismus für seine bevorzugte Klientel,,,

wenn er mal wieder Deine und meine Enkel in einen Krieg schicken wird um seine Pfründe zu sichern, denkste vielleicht mal anders darüber (obwohl heutzutage die Ausbeutungsmasche ja viel moderner und oft ohne militärischen Eroberungskrieg erfolgt)
--
hugo
EehemaligesMitglied58
EehemaligesMitglied58
Mitglied

Re: - entfällt -
geschrieben von EehemaligesMitglied58
als Antwort auf hugo vom 10.11.2008, 18:01:10
Hugo hier wurde mal ein thema mit einer frage nach menschlichen eigenschaften eingeleitet.
Wenn du allerdings das wort ergreifst, müssen sich alle wieder und immer wieder und bei jedem thema deine propagandareden gemischt aus linksagitation und ddr parteilehrjahr anhören.
Es wäre schön wenn du mal bei einem thema auch was zum thema beitragen könntest.
Und es wäre schön, wenn du nicht aus anderen beiträgen und meinungen einzelne sätze, herausgerissen aus dem zusammenhang verwenden würdest um deine tiraden zu untermauern oder die andere meinung abzuwerten.
Und nochmal extra für dich:
ich hab eine geschichtliche und reale tatsache dargestellt, wenn du ein besseres, funktionierendes wirtschaftssystem kennst, da könnteste sicher berühmt werden.
Mit deinem ständigen wiederkauen bekannter zustände langweilst du nur.

--
gram

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