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Aktuelle Themen Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"

heiwilh
heiwilh
Mitglied

Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von heiwilh
Wie man hört, kommt aus Kreisen der Politik die Forderung,
die Eltern des in das Krankenhaus eingelieferten (jungen)
Koma-Säufers / -Säuferin mit beispielsweise 100 Euro zur
Kasse zu bitten.
Quelle: Radio NDR INFO Nachrichtensendung am 13.02.2013

Akzeptabel?
Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von Felide1
als Antwort auf heiwilh vom 13.02.2013, 10:25:57
solange die "Erwachsenen"nicht bessere Vorbilder sind wird es sich bei der Jugend kaum ändern.

Schade in meinen Augern ist,dass sich so mancher nur mit saufen und rauchen "erwachsen" fühlt.

Wenn die Jugendlichen das Geld für diesen Blödsinn( saufen und rauchen) haben so sollten sie meines Erachtens selbst dafür aufkommen und nicht die Eltern.( vom Taschengeld abziehen)

Felide
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von hobbyradler
Vermutlich haben Eltern bereits genügend Sorgen mit diesen Sprösslingen.

Rechtlich und faktisch sicherlich nicht machbar, würde ich es für gut halten den Komatrinker am Wochenende die Behandlungskosten in Entzugskliniken abarbeiten zu lassen.

Ciao
Hobbyradler

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Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von meli
als Antwort auf hobbyradler vom 13.02.2013, 10:41:58
Das ist eine geniale Idee Hobbyradler,

durch meinen Beruf hatte ich genügend mit Alkoholkranken zu tun.

Die jungen Menschen haben keine Ahnung, in welcher Weise sie mit dieser Sauferei ihr Gehirn schädigen.
Die Auswirkungen auf das Gehirn sind dort zu sehen.

Leider wird es wohl noch dauern, bis die Rechtsprechung sich in dieser Weise kreativ zeigt. Auch ist es für das Personal auf solchen Stationen eine zusätzliche Belastung und Verantwortung.
Aber die Idee also solche ist einfach Klasse.

Von einem gewissen Alter an sind Eltern machtlos, da die Gruppe sehr viel mehr Einfluß hat.

Das Komasaufen ist ein gesellschaftliches Problem, nicht nur ein Einzelschicksal.

Meli
adam
adam
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von adam
als Antwort auf hobbyradler vom 13.02.2013, 10:41:58
Die Verantwortung für den Nachwuchs betrifft auch die gesamte Gesellschaft, weswegen die Eltern je nach Alter der Sprösslinge immer weniger haften. Das ist i.O., wie ich meine. Die Gesellschaft läßt zu, daß Kinder und Jugendliche an Alkoholika ran kommen, also soll sie auch für Schäden daraus bezahlen.

Wie wäre es mit einer Extrasteuer auf Alkoholika zu Gunsten des Gesundheitswesens? Dann hätte "Prosit", "Wohl bekomm`s" auch einen Sinn.

--

adam
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf hobbyradler vom 13.02.2013, 10:41:58
hobbyradler: "...würde ich es für gut halten den Komatrinker am Wochenende die Behandlungskosten in Entzugskliniken abarbeiten zu lassen."

Das ist eine tolle Idee und würde meine voll Zustimmung finden! Am Besten die Eltern gleich mit arbeiten lassen.

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Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf adam vom 13.02.2013, 11:03:46
Die Gesellschaft läßt zu, daß Kinder und Jugendliche an Alkoholika ran kommen, also soll sie auch für Schäden daraus bezahlen.
geschrieben von adam


Da melde ich Bedenken an.

Zehnjähriger können als Serientäter ! Rentnerinnen überfallen und krankenhausreif schlagen.
Aktueller Fall in Hamburg.
Sie bleiben strafunmündig.
Ab vierzehn bis achtzehn bekommen Erwachsene von ihnen zu hören "Sie haben mir gar nichts zu sagen" und machen was sie wollen, während manche Eltern das unterstützen.
Andererseits geht der Trend dahin, die Eltern von der Aufsichtspflicht zu befreien.
Allerdings nehmen die Eltern sich das Recht, allein für die Erziehung zuständig zu sein.

Also hat der normale Bürger wenig Einfluß.
Es sei denn, so ein Proll wie ich geht hin und sagt der Mutter,
"wenn Ihre Tochter weiter Steine gegen mein Fenster schmeißt und es angeblich nicht Ihre Tochter ist, dann greife ich sie mir und verpasse ihr ein Alphavoll".
Damit hörte das wundersamer Weise auf.
Klar, so ein Proll gehört in den Bau, bei Wasser und Brot. Ich erwarte meinen Prozess.

Es sind Dinge an der Tagesordnung, die gehen in intensive Gewaltverbrechen über.
Dem Einhalt zu gebieten wird nicht mit heutigen Verfahren gelingen.
Da sollte man mal die Polizei befragen, die immer wieder mit der gleichen "Kundschaft"
konfrontiert wird, weil Richter sehr viel Zeit und sehr viel Milde walten lassen.
Oft entsteht ein Stau in der Verhandlung bei den Gewalttaten.
Leidtragende sind die Opfer der Gewalttaten.

Die wirklich funktionierende Prävention fehlt und müsste auch in der Konsequenz mit beinhalten, die schlimmsten Auswüchse aus dem Verkehr zu ziehen.
Derzeit ist das wohl nach den Polizeiberichten aber anders.

Ich bin aber froh, dass ich weit überwiegend normale junge Menschen kenne.

nordstern
sammy
sammy
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von sammy
als Antwort auf adam vom 13.02.2013, 11:03:46
Die Verantwortung für den Nachwuchs betrifft auch die gesamte Gesellschaft, weswegen die Eltern je nach Alter der Sprösslinge immer weniger haften. Das ist i.O., wie ich meine. Die Gesellschaft läßt zu, daß Kinder und Jugendliche an Alkoholika ran kommen, also soll sie auch für Schäden daraus bezahlen.
geschrieben von adam

adam, m.E. ist diese Forderung etwas zu pauschal gedacht, zumal doch immer mehr von der Individualsierung des Einzelnen gesprochen wird. Ein Teil der Elternschaft lebt das m.E. sehr excessiv und halt nicht gesellschaftlich konform, da sollte mehr auf das Gemeinwohl hingewiesen werden. In den Fordergrund müsste die These stehen; "...du kannst alles machen was den ANDEREN nicht schadet."...

sammy
niro
niro
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von niro
als Antwort auf heiwilh vom 13.02.2013, 10:25:57
Wie man hört, kommt aus Kreisen der Politik die Forderung,
die Eltern des in das Krankenhaus eingelieferten (jungen)
Koma-Säufers / -Säuferin mit beispielsweise 100 Euro zur
Kasse zu bitten.
Quelle: Radio NDR INFO Nachrichtensendung am 13.02.2013

Akzeptabel?

Auf den ersten Blick akzeptabel, eine gute Idee!

Jedoch: eine Folge würde sein, daß in vielen Fällen keine medizinische Hilfe mehr gerufen wird, um eben diese Strafe nicht zahlen zu müssen!
Das kann die Gesellschaft auch nicht wollen!
Komasaufen muß als Symptom gesehen werden, das eine Ursache hat!
Nur die Auswirkungen einer Ursache zu deckeln, kann keine wirkliche Besserung bringen!

niro
fenna
fenna
Mitglied

Re: Komasäufer - Kostenbeteiligung der "Aufsichts-Verpflichteten"
geschrieben von fenna
Komasaufen hat es in meiner Jugend nicht gegeben. Ein ordentlicher Rausch war aber schon ab und zu mal drin. Dann fiel es am Montag schon schwer zur Arbeit zu gehen.
Meine Mutter kannte da aber keine Gnade. Wer sauft kann auch arbeiten, war ihre Devise.
Später war ich ihr sehr dankbar dafür.

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