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Aktuelle Themen Kopf?- Körper?-Transplantation?

Songeur
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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von Songeur
als Antwort auf schorsch vom 15.07.2017, 19:01:56
....aber einer will halt einfach der Erste sein.....

... und plant das Ganze in China, wo "Ethik, Moral, Respekt" und ähnliches in diesem Zusammenhang bestenfalls eine Nebenrolle spielen.

Ich bin grundsätzlich für Transplantationen und nehme da nichts aus, nur weil das noch nie gemacht worden ist.
schorsch
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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Songeur vom 15.07.2017, 19:18:39
Grübel: Wenn nun einer auf die Idee käme, unserer beiden Köpfe gegeneinander auszutauschen, welcher würde dann wohl nachher gescheiter reden?
Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von kunvivanto
als Antwort auf schorsch vom 16.07.2017, 09:25:34
Grübel: Wenn nun einer auf die Idee käme, unserer beiden Köpfe gegeneinander auszutauschen, welcher würde dann wohl nachher gescheiter reden?
Jeder der beiden würde das von sich selbst glauben.

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werderanerin
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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf karl vom 15.07.2017, 14:09:10
Ich denke, dass heute schon rein medizinisch-technisch sehr viel mehr möglich wäre als wir ahnen...in nicht langer Zeit wird es Organe u.v.m. nach Bedarf geben...alles machbar..., nur kann man sich das im Heute noch nicht vorstellen...das ist aber die Zukunft...ob das allerdings alles "besser" ist, wenn man länger leben "muss"..., mag man echt bezweifeln...

Neues Herz, neue Nieren und neuer Kopf auf alten und klapprigen Skelett...das kann wohl nur mit den entspr. Hilfsmittelchen "gesund" erhalten werden...manchmal kanns einem grausen...

Kristine
Songeur
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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von Songeur
als Antwort auf werderanerin vom 16.07.2017, 10:41:28
Die Geschichte mit dem "länger leben muss" träfe für mich nicht zu, denn bei uns ist aktive Sterbehilfe legal und bis zu einem gewissen Grad auch normal (fast 6 Menschen pro Tag sterben in Belgien auf diese Weise).

Dass wieder Freiwilliges mit Zwangsmassnahmen wild durcheinander gewürfelt werden, wie Schorsch das tut, daran bin ich in Foren durchaus gewöhnt.

Und wenn jemand dagegen sein schon für kluges Reden hält, lasse ich ihm in diesem Punkt gern den Vortritt.
Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von umanitad
als Antwort auf werderanerin vom 16.07.2017, 10:41:28
Es mag sein, dass immer mehr möglich sein wird punkto Transplantationen.

Ist das ein Gewinn oder eher Verlust?

Ganz vergessen geht eigentlich der Mensch,sei er Empfänger oder Spender.
Da sind einfach grundlegende Bedenken,Akzeptanz des Schenkens und Nehmens,eigene Wahrnehmung,Umgang damit,im seelisch geistigen Bereich sowie der physischen Befindlichkeit noch stark vernachlässigt worden.

Es werden so viele,verschiedene und wichtige Aspekte ausser Acht gelassen. Das ist für mich mehr als bedenklich.-

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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von WoSchi
zumindest die Idee finde ich faszinierend, auch wenn sie für viele etwas von Frankenstein-Phantasien hat. Erst kürzlich verstarb der gute Freund meiner Schwester, der wie sie an MS litt, die aber in den letzten 5 Jaren rapide vora schritt, sodas der ganze Körper gelämt war und er nur noc den Kopf bewege konnte. Er war selbst Naturwissenschaftler und hätte sich nur zu gerne für ein solches Experiment zur Verfügung gestellt, und sei es drum, wenigstens seine Hände und Arme wieder bewegen zu können. Auf unsere entsetzten Gesichter hatte er interessante Thesen, die für so eine Transplantation sprachen - zwar habe ich nicht alles verstanden, aer ich kone es gut nachvollziehen. Als Professor Barnard vor 50 Jahren in Kapstadt die erste Herztransplantation durchführte, fanden vielem auch Wissenschaftler und vor allem Kirchenleute, das sehr bedenklich, unmoralisch und verwerflich, heute ist diese OP eine Selbstverständlickeit.
werderanerin
werderanerin
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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf umanitad vom 16.07.2017, 11:06:04
Auch ich habe da meine Bedenken, was den "Fortschritt" angeht aber ich denke, dass in Zukunft alles möglich sein wird und auch nicht mehr aufzuhalten ist..., das zeigt ja ganz einfach die Entwicklung an sich schon...und vor allem der "Jugend- und Schönheitswahn" !

Was konnte man sich vor garnicht solanger Zeit alles "NICHT" vorstellen...heute ist Vieles selbstverständlich geworden, was auch gut so ist...

Was ethische und auch moralische Bedenken angeht, wird das Jeder für sich ganz allein ausmachen müssen, so war es immer schon aber ich glaube auch , dass im Krankheitsfall so Einiges über Bord geworfen wird...es ist demjenigen nicht zu verdenken, man greift wohl nach jedem Strohhalm...

Kristine
qilin
qilin
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Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von qilin
Wenn das mit der SMA Typ 1 stimmt, dann lebt der Russe seit 33 Jahren nur durch Maschinen, und sein Körper funktioniert schlicht und einfach nicht ('2/3 versterben aufgrund einer respiratorischen Insuffizienz bereits in den ersten 2 Lebensjahren') - da kann ich ihm nur völlig nachfühlen, dass er selbst den kleinsten Hoffnungsschimmer aufgreift, vielleicht einmal ein auch nur ansatzweise normales Leben führen zu können - das Argument 'man muss einfach akzeptieren dass das Leben irgendwann endet' scheint mir da etwas zynisch. Dem Mann ist ja vermutlich bewusst, dass er mit einer Chance von 99,9 % nach der OP nicht mehr aufwacht, und er akzeptiert das. Welche Ethik und wessen Würde wird dadurch genau verletzt?
karl
karl
Administrator

Re: Kopf?- Körper?-Transplantation?
geschrieben von karl
als Antwort auf umanitad vom 16.07.2017, 11:06:04
Ganz vergessen geht eigentlich der Mensch,sei er Empfänger oder Spender.
Zumindest der Empfänger wird das aber bei einer Transplantation ganz anders sehen. Er würde sich vergessen fühlen, wenn man ihn übergeht.

Karl

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