Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Krankenhäuser lehnen Behandlung einer vergewaltigten Frau ab

Aktuelle Themen Krankenhäuser lehnen Behandlung einer vergewaltigten Frau ab

Re: buntes allerlei...
geschrieben von meli
als Antwort auf pilli † vom 19.01.2013, 21:15:25
Danke pilli, es ist wirklich schon lange überfällig, diesen spekulativen Bereich zu verlassen.

Ich empfinde es langsam mehr als zynisch dem Opfer gegenüber.

Meli
Re: buntes allerlei...
geschrieben von meli
als Antwort auf meli vom 19.01.2013, 21:25:20
Ich nehm das langsam mal zurück.

Meli
pilli †
pilli †
Mitglied

o.t.
geschrieben von pilli †
als Antwort auf meli vom 19.01.2013, 21:25:20
ich bitte um verständnis

wenn sich der eine oder die andere betroffen und gemeint fühlt; aber ich stelle mich neben jeden, der nix genaues wissen kann; ich möchte auch vom blitz der erkenntnis getroffen werden. was ich kann, bissi recherchieren und nur versuchen, fakten zu nennen, das kann ich versprechen.

jede geschichte hat nicht nur eine seite und da ist es kein fehler, den neutralen weg zu suchen?

---
pilli

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Re: o.t.
geschrieben von meli
als Antwort auf pilli † vom 19.01.2013, 21:32:43
Der Blitz der Erkenntnis, das ist gut ausgedrückt.

Wir alle waren nicht dabei und wissen nichts Genaues.

Wir werden das evtl. auch nie in voller Gänze erfahren.

Es ist jedenfalls gut, wenn sich das Gesundheitsministerium einschaltet, das ist der erste Schritt in die Politik.

Meli
justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re: buntes allerlei...
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf pilli † vom 19.01.2013, 21:15:25
warum nicht abwarten bis alle ergebnisse und untersuchungen der zuständigen stellen vorliegen und dann das ergebnis diskutieren anstatt wirr zu mutmassen? wem könnte das helfen?

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pilli


Das denke ich auch, und ich hoffe, dass gründlich und sachlich ermittelt und dann aber ebenso umfassend und wahrheitsgetreu informiert wird, damit nicht wieder allen möglichen Spekulationen und Mutmaßungen freien Lauf gelassen wird. Ich hoffe auch dass der oder die Täter gefasst und bestraft werden.

Es ist ja schlimm wie widersprüchlich die Medien berichten und was dann noch die Kommentatoren daraus machen.

justus
Edita
Edita
Mitglied

Re: buntes allerlei...
geschrieben von Edita
als Antwort auf justus39 † vom 20.01.2013, 00:08:37
Gestern wurde ein neuer "Fall" im Kölner Stadt-Anzeiger publik gemacht! Allerdings wundert mich, daß das erst jetzt bekannt gemacht wird, denn diese " Geschichte " passierte schon im April 2012!

ksta.de/ehrenfeld - Neue Vorwürfe gegen Kliniken

Edita

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Mareike
Mareike
Mitglied

Re: o.t.
geschrieben von Mareike
als Antwort auf pilli † vom 19.01.2013, 21:32:43
bissi recherchieren und nur versuchen, fakten zu nennen


Wenn man das tut und die bekannten Fakten in die richtige Reihenfolge bringt, ergibt sich ein schlüssiges Bild und der Vorwurf "Täterschutz" bekommt einen faden Beigeschmack.

Fakt ist:
1.Es gibt das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen, es ist im Grundgesetz verankert.
Selbstverständlich nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften.

2. Auf Grund von Diskrepanzen im Rahmen der Vorschriften der Kath.Kirche und der gängigen medizinischen Praxis sieht sich der Ethikrat der betroffenen Kliniken veranlasst, Position zu beziehen.
Hier noch einmal die Stellungnahme der Ethikkommission im Wortlaut, Datum 07.11.2012
Ethische Stellungnahme zur Notfallkontrazeption bei Patientinnen, die vermutlich Opfer eines Sexualdelikts geworden sind
Alles im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften! Auch die Autonomie des Vergewaltigungsopfers ist gewährleistet.

3. Eine junge, unerfahrene Ärztin im 2. Ausbildungsjahr(offenbar auf sich allein gestellt) trifft eine Fehlentscheidung.

4. Die behandelnde Notärztin - Behandlungsraum auf dem Gelände des Krankenhauses der Cellittinnen - fackelt nicht lange und weil es in der Vergangenheit nie Probleme mit den Häusern der Cellittinnen gab, ruft sie im nächstgelegenen Haus an, womöglich in der Hoffnung dort auf eine erfahrenere Kraft zu stoßen. Solche Anrufe sind wohl eher un-gewöhnlich, der Verdacht "mieser Trick" steht im Raum.

5. Ich nehme mal an, dass die verantwortungsvoll handelnde Notärztin erst zu diesem Punkt die Hilfe der Polizei angefordert hat. Dazu braucht sie bestimmt die Zustimmung des Opfers, welches zu diesem Zeitpunkt ganz bestimmt sehr, sehr verwirrt, benommen, traumatisiert ist ...

Ich weiß, es ist nur meine Auslegung ...

Mareike

schorsch
schorsch
Mitglied

Re: o.t.
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Mareike vom 20.01.2013, 10:05:41
Ich habe deinen Link angeklickt und bin teilweise entsetzt wie sich Menschen des 21. Jahrhunderts noch in den Spuren des 13. Jahrhunderts befinden können!

Meine Meinung dazu:

1) Sobald sich also der Samen mit dem Ei vereinigt hat, gilt nach katholischem Verständnis das Leben eines Kindes.

2) Vielleicht wurde ja der Vergewaltigten aus diesem Grunde die Hilfe verweigert: abwarten bis sich der unter 1) genannte Zeitpunkt eingestellt hat - damit nach katholischem Verständnis nicht mehr "abgetrieben" werden darf?

Was geschah eigentlich seither mit der Suche nach dem/den Vergewaltiger(n)?
Mareike
Mareike
Mitglied

Re:Natürlich nicht o.t.
geschrieben von Mareike
als Antwort auf schorsch vom 20.01.2013, 10:31:47
1) Sobald sich also der Samen mit dem Ei vereinigt hat, gilt nach katholischem Verständnis das Leben eines Kindes.

Ja

2) Vielleicht wurde ja der Vergewaltigten aus diesem Grunde die Hilfe verweigert: abwarten bis sich der unter 1) genannte Zeitpunkt eingestellt hat - damit nach katholischem Verständnis nicht mehr "abgetrieben" werden darf?

Das ist Deine Unterstellung.

Was geschah eigentlich seither mit der Suche nach dem/den Vergewaltiger(n)?

Das ist
nicht Aufgabe des Krankenhauses.

Das Opfer muss Strafanzeige erstatten.
Davon wird oft Abstand genommen aus vielerlei Gründen.


Mareike
justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re:Natürlich nicht o.t.
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf Mareike vom 20.01.2013, 10:40:05
Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Mit einem Eifer wird die Meldung verbreitet, dass vor nunmehr 25 Tagen einer Frau die Sicherung von Vergewaltigungsspuren, aus welchem Grund auch immer, von zwei Krankenhäusern verweigert wurde.

Was man nicht erfährt ist dagegen, ob nun eine Vergewaltigung stattgefunden hat, ob es verwertbare Täterspuren gibt, ob das Opfer Anzeige erstattete, ob die Staatsanwaltschaft ermittelt und ob sie schon Erfolg hatte.
Wir werden auch hoffentlich noch erfahren warum zwei Kliniken nicht bereit waren, die Spuren zu sichern.

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